Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Europäische und Internationale Zusammenarbeit

Asien und Pazifik

Die KAS unterhält heute zwanzig Auslandsbüros in der Region Asien und Pazifik. Neben Länderprojekten und Maßnahmen zur Förderung regionaler Integrationsprozesse, bestehen zusätzlich vier sektorale Programme, die in der gesamten Region operieren. Damit ist die KAS heute in nahezu jedem Land in Asien präsent. Vor Ort arbeitet die Stiftung mit lokalen und nationalen Partnern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien zusammen.

NORDOSTASIEN

Die KAS unterhält in China zwei Büros. Das Büro in Peking wurde 1996 gegründet und befasst sich vor allem mit den deutsch/europäisch-chinesischen Beziehungen. Der Dialog zwischen deutschen, europäischen und chinesischen Politikern und Experten zu gesellschaftlichen Fragen wird von der KAS unterstützt. Das Büro in Shanghai hingehen, welches 2001 gegründet wurde, widmet sich vorzugsweise Umwelt- und Wirtschaftsthemen. Regelmäßig werden darüber hinaus Stipendien an chinesische Nachwuchskräfte vergeben, die Ihnen die Möglichkeit für ein Studium in Deutschland oder Weiterbildungsmöglichkeiten in China geben.

In Korea rückt die Arbeit im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik immer weiter in den Fokus des Länderprojektes. Die KAS in Seoul unterstützt die Debatte über die Möglichkeiten einer nordostasiatischen Sicherheitsarchitektur. Nach wie vor beschäftigt sich das Büro natürlich mit der innerkoreanischen Teilung und Annäherung und steht auch zu diesen Themen beratend zur Verfügung.

In der Mongolei unterstützt unser Büro mit Sitz in Ulaanbataar den Prozess der Dezentralisierung und führt zahlreiche Beratungsmaßnahmen, gerade auch in den Provinzen, zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch. Als Querschnittsthema werden in allen Tätigkeitsbereichen insbesondere Frauen gefördert, um deren politische und gesellschaftliche Partizipation weiter zu stäken.

Für unser Büro in Japan steht der Dialog zwischen deutschen/europäischen und japanischen Experten auf den Gebieten der Außen- und Sicherheits- sowie der Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt der Arbeit. Im Rahmen von Konferenzen und Rundtischgesprächen wird gemeinsam nach Lösungen für ähnliche Herausforderungen, wie zum Beispiel dem demographischen Wandel, der Energiewende und der Energiesicherheit, gesucht. Das Regionalprogramm Soziale Ordnungspolitik Asien (SOPAS), das ebenfalls in Tokio angesiedelt ist, unterstützt die Debatte ordnungspolitischer Konzepte in den Ländern Asiens. Dabei wird insbesondere das deutsche Modell der Sozialen Marktwirtschaft in diesen Diskurs eingebracht. Durch seinen regionalen Ansatz fördert das Programm insbesondere den Austausch und das Netzwerk asiatischer Ökonomen und Politikberater.

SÜDASIEN

Seit den 1960er Jahren unterstützt die KAS die politische, gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung Indiens. Die Projekte konzentrieren sich heute auf strategische Dialogformate zu Wirtschafts- und Sicherheitsfragen. Damit wird dem Bedeutungszuwachs der größten Demokratie der Welt, beispielsweise als Mitglied der BRICS- und G20-Staatengruppe, Rechnung gezollt. Zugleich flankiert die KAS den politischen Austausch, der insbesondere mit Blick auf das Wahljahr 2014 im Fokus unserer Arbeit stehen wird. Vertieft wird derzeit das Engagement im Rechtsstaatsbereich.

Die Bestrebungen der südasiatischen Länder, im Rahmen der South Asian Association for Regional Cooperation (SAARC) ihre regionale Zusammenarbeit zu stärken, unterstützt die KAS seit den 2000er Jahren. 2008 unterstützte die KAS in Zusammenarbeit mit nationalen Organisationen die Gründung eines Dachverbands südasiatischer Denkfabriken („Consortium of South Asian Think Tanks“, COSATT). Mit COSATT arbeitet die KAS heute partnerschaftlich zusammen. Im Mittelpunkt stehen akademische, zivilgesellschaftliche und politische Initiativen zur Stärkung der bislang schwach ausgeprägten regionalen Zusammenarbeit in Südasien. Hauptpartner der KAS ist das Centre for South Asian Studies (CSAS) mit Sitz in Katmandu/Nepal.

In Südasien ist die KAS zudem in Afghanistan und Pakistan präsent. In Afghanistan wird die KAS auch während der „Transformationsdekade“ (2015 bis 2024) mit lokalen und nationalen Partnern den politischen Reformprozess unterstützen. Dabei leistet die Stiftung politische Breitenbildung, trägt zur Verbesserung des Journalismus bei und kooperiert mit dem afghanischen Außenministerium bei der Ausbildung junger Nachwuchsdiplomaten.

In Pakistan steht vor allem der politische Dialog mit wichtigen Entscheidungsträgern im Vordergrund. Dabei geht es zum Beispiel um die zivil-militärischen Beziehungen im Land. Zudem kooperiert die KAS mit einer Reihe führender Think Tanks zu außen- und sicherheitspolitischen Fragestellungen. Insbesondere nukleare Sicherheit und regionale Kooperation kennzeichnen derzeit unsere Arbeit in diesem Bereich. Darüber hinaus leistet die KAS einen wichtigen Beitrag zur Begegnung afghanischer und pakistanischer Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Medien. Dialogprogramme führen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur in der Region, sondern auch in Deutschland zusammen, um über Erwartungen an die bilateralen Beziehungen zu diskutieren.

ZENTRALASIEN

Seit der Unabhängigkeit der fünf zentralasiatischen Republiken ist die KAS in der Region präsent. Heute unterhält die Stiftung ein Länderbüro in Kasachstan und das Regionalprojekt Zentralasien mit Sitz in Taschkent/Usbekistan. In allen fünf Ländern unterstützt die KAS den politischen Reformprozess, der in den Ländern unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Medienarbeit, Menschenrechtsfragen und politische Dezentralisierung bestimmen das Portfolio. Dabei wird ein besonderer Fokus auf junge Nachwuchsführungskräfte gelegt. Zudem werden zu einzelnen Politikfeldern grenzüberschreitende Konferenzen durchgeführt, um die regionale Kooperation Zentralasiens zu stärken. Zurzeit stehen dabei insbesondere Fragen der Ressourcen- und Energiesicherheit im Mittelpunkt.

SÜDOSTASIEN

In Südostasien ist die KAS in acht Ländern mit Auslandsbüros vertreten.

Unter Berücksichtigung der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen dieser einzelnen Länder und dem fortschreitenden Integrationsprozess der ASEAN-Gemeinschaft hat die KAS ihre Schwerpunkte entwickelt. Mit ihren Maßnahmen unterstützt die KAS nationale Parlamente und Parteien, damit diese ihre Rolle als Interessenvertretungen der Bevölkerung effektiv wahrnehmen können.

In diesem Zusammenhang unterstützt die KAS auf den Philippinen den Aufbau von Programmparteien und die Entwicklung eines modernen Parteienrechts. Im Nachgang der Parlamentswahlen in 2014 führt die KAS in Indonesien parteiübergreifend Schulungen für neu gewählte weibliche Mandatsträgerinnen durch, um sie in ihrer Rolle als Abgeordnete im Parlament zu stärken. In Ost-Timor kooperiert die KAS mit zwei Mitte-Rechts-Parteien.

Im Rahmen der politischen Bildung hat die KAS in Thailand vor allem die ländliche Bevölkerung im Blick. Durch Trainingsmaßnahmen werden insbesondere der jungen Generation die Grundlagen einer partizipativen Demokratie vermittelt. Die strategischen und sicherheitspolitischen Herausforderungen nehmen in Südostasien weiter zu. Zur Förderung der bilateralen und regionalen Sicherheitskooperation intensiviert und erweitert die KAS in Malaysia ihren europäisch-malaysischen Sicherheitsdialog.

Im Rahmen der Diskussion über nationale, regionale und globale Entwicklungskonzepte bringt die KAS die Prinzipien einer ökologisch orientierten Sozialen Marktwirtschaft ein. In Kambodscha werden in diesem Zusammenhang wettbewerbs- und umweltrechtliche Fragestellungen mit Ministerien und politischen Parteien thematisiert.

Zur Stärkung der unabhängigen und kritischen Berichterstattung der Medien trägt die KAS in Vietnam mit ihren Maßnahmen zur Professionalisierung der Medien bei und stellt dabei den Wirtschafts- und Umweltjournalismus in den Vordergrund. Zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit unterstützt die KAS im Rahmen des deutsch-vietnamesischen Rechtsstaatsdialogs die Novellierung des Zivilgesetzbuches und der Strafrechtsordnung.

Die KAS ist seit Januar 2014 mit einem Auslandsbüro in Rangun/Myanmar vertreten. Im Übergang zu einer konsolidierten demokratischen politischen Ordnung unterstützen wir Parlamentarier auf nationaler und regionaler Ebene in verschiedenen Bereichen ihrer Arbeit.und engagieren uns dafür, dass föderale Strukturen eine realistische Option bei der Gestaltung des künftigen Staatsaufbaus Myanmars sind. Wir möchten ebenfalls ausgewählte Unternehmer und Politiker für die Idee einer prosperierenden, zukunftsfähigen mittelständischen Wirtschaft als Grundlage für den demokratischen Wandel und nachhaltiges Wachstum gewinnen und unterstützen die Ausarbeitung der außenpolitischen Gestaltungsrolle Myanmars in der Region.

REGIONALE SEKTORPROGRAMME

Neben der länder- und regionalspezifischen Arbeit der KAS, bestehen mit dem Regionalprogramm Politikdialog Asien, dem Rechtsstaatsprogramm und dem Medienprogramm drei in Singapur angesiedelte Sektorvorhaben, von denen wichtige thematische Impulse für die gesamte Region ausgehen. Diese vernetzen Entscheidungsträger der Gegenwart und Hoffnungsträger der Zukunft auf regionalen Plattformen. So führt das Regionalprogramm Politikdialog die „Konrad Adenauer School For Young Politicians“ durch, um künftige Entscheidungsträger mit Methoden und Instrumenten der politischen Bildung und Kommunikation vertraut zu machen. Zudem fördert das Regionalprogramm den europäisch-asiatischen Dialog in verschiedenen Politikfeldern. Das Medienprogramm hat das „Asia News Network“ gegründet, ein Zusammenschluss englischsprachiger Tageszeitungen im asiatischen Raum. Das Rechtsstaatsprogramm führt Maßnahmen zu Verfassungsrecht, Menschenrechte, guter Regierungsführung und der Unabhängigkeit der Justiz durch. Ein viertes Regionalprojekt zum Thema Wirtschaftspolitik ist in Tokio / Japan angesiedelt (s.o.).

Kontakt

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Leiterin Team Asien und Pazifik
Rabea Brauer
Tel. +49 30 26996-3530
Fax +49 30 26996-3564
Rabea.Brauer(akas.de
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Referentin für Australien, Kambodscha, Myanmar, Philippinen, Thailand, Vietnam
Susanne Käss
Tel. +49 30 26996-3597
Fax +49 30 26996-3564
Susanne.Kaess(akas.de
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Referentin für Indien, Kasachstan, Zentralasien, Themenbereich Klima & Energie
Evelyn Gaiser
Tel. +49 30 26996-3598
Fax +49 30 26996-3564
Evelyn.Gaiser(akas.de
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Referent für Afghanistan, Pakistan, Indonesien/Ost-Timor, Malaysia, Mongolei
Dr. Gregor Ryssel
Tel. +49 30 26996 3680
Fax +49 30 26996 53680
gregor.ryssel(akas.de