Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Europäische und Internationale Zusammenarbeit

Lateinamerika

Lateinamerika zählt heute zu den demokratischen Regionen der Welt, die Demokratie stößt auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung und die Weichen in Richtung Rechtsstaat, Marktwirtschaft, regionale Integration und internationale Öffnung sind gestellt. Aber auch Risiken dürfen nicht übersehen werden. Sie resultieren aus einer Schwäche der Parlamente, einer fehlenden Unabhängigkeit der Justiz, ausufernder Korruption, dem Versagen wichtiger Repräsentationsorgane (Parteien, Gewerkschaften, Verbände) sowie sozialer Asymmetrien.

Konkrete Tätigkeitsfelder der Stiftung in Lateinamerika sind:

  • Zusammenarbeit mit christlich-demokratischen Parteien unter Einbeziehung demokratischer Volksparteien mit verwandter Grundwerteorientierung;
  • Rechtsstaat, Verfassungsreformprozesse, Verfassungsgerichtsbarkeit und Unabhängigkeit der Rechtssysteme, Recht und Ethik;
  • ordnungspolitischer Dialog über die spezifische Ausgestaltung der Wirtschafts- und Währungspolitik sowie Neuformulierung einer modernen Sozialpolitik;
  • Beitrag zur Nachhaltigkeit von Demokratie;
  • Beratung von Regierungen und Parlamenten;
  • Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft;
  • Gemeindepolitik und kommunale Parteienebene, Schaffung koordinierender politischer Zwischenebenen innerhalb der Provinzen.
  • Rolle der Medien, Medienrecht, Einfluss neuer Technologien und Auswirkungen neuer Formen des Politikmarketing auf die politischen Systeme.

Einen besonderen Stellenwert nimmt der Europäisch-Lateinamerikanische Dialog ein. Dabei findet das weitestgehende regionale Integrationsprojekt im Süden des Kontinents, der MERCOSUR, eine besondere Beachtung. Zukünftig will sich die Stiftung auch bei dem eingeleiteten Europäisch-Mexikanischen Dialog engagiert beteiligen.

Schwerpunktländer in der Region sind Argentinien, Brasilien, Chile und Mexiko.