Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Europäische und Internationale Zusammenarbeit

Nahost/Nordafrika

Im Nahen Osten ist seit 1993 ein Friedensprozess zwischen Israel und seinen Nachbarn in Gang gekommen und nach der Anerkennung des Existenzrechts des Staates Israel durch die Palästinensische Befreiungsbewegung haben die Beziehungen zwischen den verschiedenen Ländern der Region eine neue Qualität erhalten. Allerdings ist es bis zur Errichtung einer stabilen Friedensordnung noch ein weiter Weg, und insbesondere in Palästina sind der Aufbau einer demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung und die Etablierung neuer ziviler Institutionen noch mit großen Schwierigkeiten verbunden.

Im südlichen Mittelmeerraum sind wirtschaftliche und auch politische Liberalisierung durch die Bevölkerungsentwicklung und die sozialen Probleme gefährdet. Eine engere Assoziierung mit der Europäischen Union kann hier zur Stabilisierung und Stärkung der Reformen beitragen. Der Euro-Mediterrane Dialog ist vor diesem Hintergrund ein wichtiges und nützliches Instrument, um Europa und Nordafrika einander näher zu bringen. Er bietet die Plattform für so wichtige Themen wie Migrationsprozesse, Sicherheitsfragen und regionale Zusammenarbeit.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt sich in den Regionen Mittelmeer und Nahost ein für die

  • Förderung des friedlichen Zusammenlebens innerhalb der Region;
  • Förderung einer an Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Sozialer Marktwirtschaft orientierten Entwicklung;
  • Förderung von Personen, Institutionen und Prozessen, die politische und gesellschaftliche Liberalisierung und Modernisierung anregen;
  • Förderung der regionalen Kooperation und Integration;
  • Förderung von Dezentralisierung und von kommunalen Selbstverwaltungsstrukturen.

Schwerpunktländer sind Israel, die Gebiete Palästinas und die Türkei. Ägypten kommt im Regionalkontext des Friedensprozesses eine anhaltend hohe Bedeutung zu. Marokko und Jordanien bleiben für die Wirksamkeit der Dialogprogramme wichtig, besonders auch vor dem Hintergrund der Machtwechsel in beiden Königshäusern, welche einer fortschreitenden Demokratisierung Anschub geben könnten.