„Entspannung auf der koreanischen Halbinsel“

Nach dem Gipfeltreffen zwischen Kim Jong Il und Roh Moo Hyun

Anfang Oktober fand in Pjöngjang das erst zweite Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea seit dem Ende des Koreakrieges 1953 statt. Allein die Tatsache, dass Nordkoreas Diktator Kim Jong Il und der südkoreanische Präsident Roh miteinander gesprochen haben, machte dieses Treffen bedeutend. Ob man später diesen Gipfel als historisch bezeichnen kann, hängt von der tatsächlichen Umsetzung seiner Ergebnisse ab. Immerhin wurde eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die zu Frieden, Wohlstand und Wirtschaftswachstum aufruft. Das könnte ein erster Schritt zu einem dauerhaften Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern sein, die sich seit über 60 Jahren im Kriegszustand befinden. Eine zusätzliche Bedeutung erhält dieses Abkommen, da bei den Sechs-Parteien-Gesprächen gleichzeitig vereinbart wurde, dass Nordkorea seinen Atomreaktor in Yongbyon bis zum 31.12. unbrauchbar macht. Davon ausgenommen sind allerdings die Atomwaffen Nordkoreas. Über diese Entwicklung berichtet Marc Ziemek, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Südkorea.

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Marc Ziemek