Erfolgskontrolle

Evaluierung in der internationalen Zusammenarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)

Die Bedeutung von Evaluierung als Instrument der Erfolgskontrolle hat auf nationaler wie internationaler Ebene in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und durch die Pariser Erklärung erneute Schubkraft erhalten. Die Wirkungsorientierung der Entwicklungszusammenarbeit ist in den Mittelpunkt gerückt. Zudem verlangt die gemeinsame Verantwortung von Geber- und Partnerländern gegenüber ihren jeweiligen Bürgern und Parlamenten neue Perspektiven in Fragen der Transparenz und Erfolgskontrolle. Neben der Funktion als Wirkungs- und Erfolgskontrolle ist in den letzten Jahren insbesondere der Aspekt des institutionellen Lernens durch Evaluierung in den Mittelpunkt gerückt worden.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. orientiert sich in der Planung, Durchführung und Nutzung von Evaluierungen an internationalen Standards, insbesondere den Kriterien des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) der OECD. Die Stiftung schätzt Evaluierungen als Mittel der Erfolgskontrolle und als hilfreiches, nützliches Instrument zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Programmen der internationalen Zusammenarbeit.

Wertvoll wird eine Evaluierung für die KAS dadurch, dass aus den abgegebenen Empfehlungen Konsequenzen für einzelne Programme, aber auch darüber hinaus für die gesamte internationale Arbeit der Stiftung gezogen werden. Daher wird auf die Umsetzungsfähigkeit und Umsetzungswürdigkeit von Handlungsempfehlungen besonderer Wert gelegt.

Evaluierungen werden in der KAS als Impuls für strategische Entscheidungen genutzt (z.B. bei Programmen, denen eine Machbarkeitsstudie oder ex ante-Evaluierung vorangegangen war). Evaluierungen stellen für die KAS keinen Selbstzweck dar und sind nicht dem puren Erkenntnisinteresse verpflichtet, sondern sollen einen Nutzen stiften und dazu beitragen, Prozesse transparent zu machen, Wirkungen zu dokumentieren und Zusammenhänge aufzuzeigen, damit letztlich weiterführende Entscheidungen getroffen werden können.

Evaluierungen überprüfen die Arbeit der KAS vor Ort hinsichtlich ihrer Relevanz, Effektivität, Effizienz, Wirkung und Nachhaltigkeit. Die zentralen Fragen lauten:

  • Tun wir das Richtige?
  • Erreichen wir die Ziele der Entwicklungsmaßnahme?
  • Werden die Ziele durch die Entwicklungsmaßnahme wirtschaftlich erreicht?
  • Trägt die Entwicklungsmaßnahme zur Erreichung übergeordneter entwicklungspolitischer Ziele bei?
  • Sind die positiven Wirkungen von Dauer?

Aufgabe der Stabsstelle Evaluierung der Hauptabteilung Internationale Zusammenarbeit der KAS ist es u.a., kontinuierlich die wichtigsten Grundsätze der Evaluierungsforschung sowie die Empfehlungen internationaler Gremien zur Erlangung guter Evaluierungsstandards in die internationale Zusammenarbeit einfließen zu lassen. Die Stabsstelle beauftragt unabhängige, externe Gutachter mit der Evaluierung von KAS-Programmen und begleitet die Umsetzung der Empfehlungen im Sinne eines institutionellen Lernens. Darüber hinaus berät sie die Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Fragen der Planung und Steuerung sowie der laufenden Erfolgskontrolle der Programme.

Die KAS möchte aus den Erfahrungen ihrer Programme lernen und überdies die zentralen Ergebnisse und Empfehlungen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Daher geben wir mit unserem Bericht „Lernen aus Evaluierung“, den Sie auf dieser Seite finden, erstmals einen Gesamtüberblick aller 14 Evaluierungen, die in den Jahren 2006 und 2007 von der Hauptabteilung Internationale Zusammenarbeit der KAS in Auftrag gegeben worden sind.

Außerdem finden Sie einige Kurzberichte von Evaluierungen der jüngsten Zeit. Diese Texte geben ausschließlich den Wortlaut der Gutachter wieder.

Kurzberichte von Evaluierungen

Jahresevaluierungsbericht

Kontakt

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Leiter der Stabsstelle Evaluierung
Dr. Norbert Eschborn
Tel. +49 30 26996-3363
Fax +49 30 26996-3555
Norbert.Eschborn[at]kas . de