„Medwedjew neuer russischer Präsident“
Am 2. März 2008 hat Russland einen neuen Präsidenten gewählt. Mit Dimitri Medwedjew hat der Mann gewonnen, den das politische Establishment in Moskau seit Monaten als Putin-Nachfolger aufgebaut hat. Mit gut 70 Prozent der Stimmen bei rund 70 Prozent Wahlbeteiligung hat er das Vertrauen der Hälfte aller Wahlberechtigten bekommen. Diese außergewöhnlichen Zahlen kamen allerdings auch dadurch zustande, dass unbequeme Konkurrenten gar nicht erst als Kandidaten zugelassen wurden. Eine einseitige Medienberichterstattung und der volle Einsatz Putins für Medwedjew taten ihr Übriges.
Unabhängig davon, wie demokratisch Medwedjews Legitimation tatsächlich zustande gekommen ist, stellen sich nach Ende der Wahl viele weitere Fragen. Wie selbständig wird er regieren können? Wie wird der bisherige Präsident Putin sein neues Amt als Premierminister ausfüllen? Und was bedeutet das für die Außenpolitik? Die Wahlanalyse, Reaktionen und Prognosen gibt es in dem Interview mit Dr. Lars Peter Schmidt und Elisabeth Bauer, den Leitern der Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Moskau und St. Petersburg.
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Interview mit Dr. Lars Peter Schmidt, Leiter des KAS-Auslandsbüros Moskau, und Elisabeth Bauer, Leiterin des Auslandsbüros St. Petersburg
