„Sarkozy wird sich die irischen Vorschläge zunächst einmal anhören“
Interview mit Dr. Beatrice Gorawantschy, Leiterin des Auslandsbüros in Paris
Nicolas Sarkozy hat mit der EU-Ratspräsidentschaft Anfang Juli ein schwieriges Amt übernommen. Eigentlich wollte er sich auf die gemeinsame Politik in den Bereichen Energie, Integration und Sicherheit konzentrieren, doch durch das irische Nein zum Vertrag von Lissabon sind auf einmal seine Qualitäten als Krisenmanager gefragt. Am kommenden Montag fliegt er nach Irland, um dort über die Zukunft des symbolträchtigen Vertragswerks zu beraten. Zuvor konnte er aber mit der Gründung der Mittelmeerunion bereits ein erstes wichtiges Anliegen für die Zeit der Ratspräsidentschaft in Gang bringen. Der Gründungsgipfel in Paris war nicht nur ein diplomatisches Fest, sondern brachte vor allem für die Vermittlung im Nahostkonflikt bereits erste Ergebnisse.
Im Interview zu den ersten Wochen der französischen Ratspräsidentschaft nennt Frau Dr. Beatrice Gorawantschy, die Leiterin des KAS-Auslandsbüros in Paris, die weiteren Herausforderungen, die auf Sarkozy zukommen. Eine Einschränkung gibt sie dabei mit zu bedenken: der Weg aus dem Beliebtheitstief in Frankreich führt für Sarkozy nicht über außenpolitische Erfolge, sondern über die versprochenen innenpolitischen Reformen.
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Interview mit Dr. Beatrice Gorawantschy, der Leiterin des KAS-Büros in Paris, über Präsident Sarkozys außenpolitische Weichenstellungen in den ersten Wochen der EU-Ratspräsidentschaft.
