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Papst beendet Nahost-Reise

Auslandsmitarbeiter der KAS in Jerusalem und Ramallah resumieren

Papst Benedikt XVI. hat am Freitag seine achttägige Nahostreise beendet. Benedikt XVI. hatte in den vergangenen Tagen unter anderem die jordanische Hauptstadt Amman, Bethlehem in den Palästinensergebieten sowie Jerusalem und Nazareth besucht.

Der Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel, Dr. Lars Hänsel, hat in einem Interview mit dem Kölner Domradio eine gemischte Bilanz des Papstbesuchs gezogen. Zwar habe die israelische Öffentlichkeit es durchaus positiv gewertet, dass der Papst die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem besucht habe und sich deutlich gegen jede Form des Antisemitismus ausgesprochen habe. Kritisiert werde eher das, was das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht gesagt habe.

Hänsel räumte ein, dass der deutsche Papst sich mit einer sehr sensiblen Öffentlichkeit in Israel konfrontiert gesehen habe. So wurde besonders darauf geschaut, wie der Papst sich gegenüber den Juden und dem Staat Israel verhalte. Der Besuch Benedikts in Nazareth sei sehr zentral für die Israelis gewesen. Dies wurde als eine besonders positive Geste gegenüber den arabischen Christen empfunden, ist die Stadt doch mehrheitlich muslimisch.

Hänsel: „Die Friedensbotschaft des Papstes ist in Israel sehr deutlich geworden. Der Besuch schafft die Voraussetzung, die Zukunft zwischen Israel und dem Vatikan positiv zu gestalten.“

Mit viel weniger Erwartungen sah sich der Papst in den Palästinensergebieten gegenüber. Umso positiver wurde registriert, dass er sich ganz klar für die Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen hat, berichtet Thomas Birringer, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah ebenfalls dem Domradio gegenüber. Nach dem Gaza-Krieg scheint bei der Bevölkerung durch den Papstbesuch neue Hoffnung auf einen eigenen Staat und Frieden zu keimen. „Der Papst wir hier als Mittler gesehen“, so Birringer.

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Interview mit Dr. Lars Hänsel, Auslandsmitarbeiter in Israel (© Domradio Köln, 14. Mai 2009)

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Interview mit Thomas Birringer, KAS-Auslandsmitarbeiter in den Palästinensischen Autonomiegebieten (© Domradio Köln, 14. Mai 2009) (Foto: Katholische Kirche)

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