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Unterwegs auf dem „Markt der Möglichkeiten“

Markt der Möglichkeiten
Auf der angeschlossenen Fachaustellung, dem „Markt der Möglichkeiten“, präsentierten unterschiedliche Anbieter innovative Formen der Vermittlung politischer Bildung...

Auf einen „Markt der Möglichkeiten“ lädt mich der Demokratie-Kongress der Konrad-Adenauer-Stiftung ein. Es geht um die Möglichkeiten, die politische Bildung heute hat, oder haben sollte. Da ist sicher was für eine Schülerin wie mich dabei. Also auf zum Erkundungsgang.

Erst mal sehe ich reich bestückte Stände, aneinander gereiht. Viele Broschüren und Flyer. Alles Demokratie? Beeindruckend. Mein Blick schweift über die Menschenmenge und bleibt bei dem Banner der Anne-Frank-Einrichtung hängen. Interessant. Warum ist die hier? Eine Dame am Stand sagt mir: „Es wichtig, dass junge Menschen verstehen, wie sie mit anderen Religionen umgehen müssen“. Ihr Ziel sei es, Schüler und Erwachsene zu sensibilisieren. Im Hinblick auf die Vertreibung Anne Franks aus ihrer Heimat und den damit verbunden Antisemitismus.

Na klar. Man schaut sich nur in seiner eigenen Umgebung, seiner Klasse um. Verschiedene Nationen und Religionen. Toleranz und Verständnis müssen geschaffen werden, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Damit wäre man wieder bei der Demokratie. Also genau richtig bei diesem Kongress.

Allerdings bin ich noch immer auf der Suche nach etwas Konkreterem. Die Broschüren an den Marktständen könnte ich mir auch bequem über das Internet bestellen. Also weiter suchen. Beim Ausrichter des Kongresses, der Konrad-Adenauer-Stiftung, finde ich einen Laptop, darauf ein Frage-Antwort-Spiel über mein Wissen im Bezug auf Politik. Super. Mal etwas Greifbares. Auch ein Kartenspiel zur Demokratie ist vorhanden.

Der Streifzug geht weiter, vorbei am Magazinstand der Jugend-Zeitschrift „Spiesser“, vorbei am Cornelsen-Stand mit dem Computerspiel „Genius – Im Zentrum der Macht“. Dort kann ich eine politische Karriere nachspielen.

Mir geht durch den Kopf, was ich heute beim Kongress gehört habe: Vermitteln funktioniert nur, wenn man zuerst zuhört. Politische Bildung soll erst Aufmerksamkeit erregen, dann informieren. Sie muss das punktuelle Interesse von Jugendlichen an Politik nutzen. Bei meinem Streifzug wurden diese Ansätze alle auf die eine oder andere Art bedient. Was noch fehlt, ist wahrscheinlich die größte Hürde: Ich bin heute freiwillig zur politischen Bildung gekommen - aber wie kommt die politische Bildung zu denen, die sich nicht für sie interessieren? Ich bin gespannt, wie sie das in den nächsten Jahren anstellen werden, die Marktschreier der Möglichkeiten.

Die Autorin Pia-Maria Schäfer ist Teilnehmerin der Schülerwerkstatt auf dem „Demokratie-Kongress“. Mehr Informationen zur Schülerwerkstatt finden Sie auf der Webseite der KAS-Journalistenakademie.