Große Erwartungshaltung vor der WM
Interview von hr-INFO mit Dr. Werner Böhler
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Klingt wie ein Elefantentröten und ist das Symbol des südafrikanischen Fußballs: die Vuvuzela |
Acht Wochen vor Beginn der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika beobachtet Dr. Werner Böhler, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Johannesburg, eine Aufbruchstimmung und große Erwartungshaltung im Land. Dem Radiosender hr-INFO sagte er: „Es ist eine gewisse Hitze zu verspüren. Die Leute warten darauf, endlich die Welt zu Gast zu haben.“
Daran hat auch die Ermordung des Rechtsextremisten Terre' Blanche nichts geändert. Diese mache aber deutlich, dass Südafrika, die Rainbow Nation, weiter tief gespalten ist, so Böhler. Die Gräben würden zwischen Schwarz und Weiß genauso wie zwischen Arm und Reich verlaufen. In Südafrika pralle extremer Reichtum und extreme Armut aufeinander, wie in kaum einem anderen Land sonst.
Die Weltmeisterschaft ist daher nicht nur ein sportliches Großereignis, sondern auch gesellschaftliche Chance. Sie kann dazu beitragen, dass „die Menschen zusammenwachsen“, so Böhler. „Wenn der Funke überspringt, und Schwarze, Weiße, Asiaten und Farbige zusammen mit den ausländischen Gästen feiern, dann kann das dem Land neuen Auftrieb geben. Ganz im Sinne Mandelas: Südafrika - Heimat für alle.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung begleitet die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft mit verschiedenen Aktionen, jüngst mit einem Medienseminar. Im Juni folgen das Seminar „Fußball – weit mehr als ein Spiel“ sowie das Jugendcamp Afrika.
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