Meixner, Georg
Prälat, Kulturpolitiker, * 26.07.1887 Ebensfeld/Oberfranken, † 28.10.1960 Bamberg, römisch-katholisch
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Meixner war der letzte politische Prälat Deutschlands. Er entstammte dem katholischen Kleinbauern- und Dorfhandwerksmilieu. Vom Sozialkatholizismus beeinflusst, wirkte er im Presse-, Verlags- und Vereinswesen, schließlich in der Politik. Er integrierte die BVP-Tradition in eine überkonfessionelle Partei. Geprägt von einem religiös durchdrungenen Politikverständnis, gehörte er zum konservativen CSU-Flügel. Auf christliche Erneuerung zielend, arbeitete er ab 1945 in der Kulturpolitik und trat für die Konfessionsschule und die konfessionell geprägte Lehrerbildung ein. Er wurde zu einer beherrschenden Figur im Landtag und war einer der maßgeblichen Kulturpolitiker der CSU im Nachkriegsbayern. Aufgrund des Vordringens jüngerer Politiker, aber auch wegen gesundheitlicher Schwäche verlor er in der Partei an Einfluss und zog sich Ende 1958 aus der Politik zurück.
Literatur
W. Becker: Neue Freiheit vom Staat – Bewährung im Nationalsozialismus, in: W. Brandmüller (Hg.), Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte, 3 (1991); W. K. Blessing, in: Fränkische Lebensbilder, 16 (1996); L. Braun, in: Biographisches Lexikon des KV, 6 (2000).
Theresia Bauer

