Scharnberg, Hugo

Bankdirektor, Bundestagsabgeordneter, * 18.06.1893 Hamburg, † 25.02.1979 Starnberg, evangelisch

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Kaufmännische Lehre, Teilnahme am 1. Weltkrieg, Tätigkeit in der oberschlesischen Industrie, 1922 Dresdner Bank in Berlin, 1936 Wechsel in die Geschäftsleitung der Hamburger Filiale, 1946 Mitglied der von der britischen Besatzungsmacht ernannten Hamburgischen Bürgerschaft und Vorsitzender der Fraktion der Parteilosen, im Sommer 1946 Beitritt zur CDU (im Gefolge von Bürgermeister Rudolf Petersen), 1948–1954 und 1956–1958 CDU-Landesvorsitzender; 1947–1949 Mitglied des Wirtschaftsrates, 1949–1957 MdB.

Scharnberg, der zeitweise dem CDU-Bundesvorstand und dem Fraktionsvorstand im Deutschen Bundestag angehörte, war Experte für das Finanz- und Kreditwesen. Das von ihm mitkonzipierte Mehrheitswahlrecht („Grabenwahlrecht") setzte sich nicht durch, weil es an der Existenzgrundlage des CDU-Koalitionspartners FDP rüttelte.

Literatur
H. Stubbe da Luz: Von der „Arbeitsgemeinschaft" zur Großstadtpartei. 40 Jahre Christlich Demokratische Union in Hamburg 1945–1985 (1985); Ders.: Union der Christen - Splittergruppe - Integrationspartei. Wurzeln und Anfänge der Hamburger CDU bis Ende 1946 (1990).

Helmut Stubbe da Luz