Süsterhenn, Adolf
Verfassungsjurist, Minister, Dr. jur., Honorarprofessor, * 31.05.1905 Köln, † 24.11.1974 Koblenz, römisch-katholisch
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Nach 1933 verteidigte Süsterhenn als Rechtsanwalt Geistliche und Ordensangehörige sowie NS-Gegner und unterhielt Kontakte zu Widerstandskreisen. Nach 1945 beteiligte er sich aktiv am politisch-ideologischen Neubeginn („Rheinischer Merkur"). Er war Gründer der CDU Honnef und lehnte eine Neugründung des Zentrums ab. Als Verfassungspolitiker vertrat er Rheinland-Pfalz auf dem Verfassungskonvent von Herrenchiemsee. Geprägt vom Naturrechtsdenken Benedikt Schmittmanns, nahm er wesentlichen Einfluss auf Formulierungen der Verfassung von Rheinland-Pfalz und des Grundgesetzes, namentlich bei der naturrechtlichen Begründung der Grundrechte, der Subsidiarität und der föderalen Struktur eines deutschen Gesamtstaates. Sein Bemühen, politische Kompromisse zu schließen, verwickelte ihn mitunter in Widersprüche.
Literatur
- Schriften zum Natur-, Staats- und Verfassungsrecht (1991). – W. Baumgart, in: ZGiLB 6 (1984).
- Christoph von Hehl, Adolf Süsterhenn: (1905-1974): Verfassungsvater, Weltanschauungspolitiker, Föderalist. Foschungen und Quellen zur Zeitgeschichte; Band 62. Düsseldorf 2012.
Bestand: ACDP; Landeshauptarchiv Koblenz.
Franz-Josef Heyen

