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Fragen und Antworten zur Eurokrise

Die Spannungen im europäischen Währungsraum, die vielfach als „Eurokrise“ bezeichnet wurden, stehen in einem direkten Zusammenhang zu der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Was 2007/2008 auf den Finanzmärkten begann, führte zu realwirtschaftlichen Verwerfungen, d.h. immensen Wachstumseinbrüchen im Jahr 2009 und erfasste anschließend als Schulden- und Spekulationskrise die Staaten der Euro-Zone. Wegen der hohen Ausgaben (zunächst zur Bankenrettung und dann zur Konjunkturstützung) sowie durch massive Steuerausfälle haben sich europäische Staaten in den letzten Jahren zusätzlich verschulden müssen. Dies traf Anfang 2010 besonders geschwächte Staaten wie Griechenland (aber auch andere „PIIGS-Staaten“), die bereits zuvor einen hohen Schuldenstand, eine wenig wettbewerbsfähige Wirtschaft und eine negative Leistungsbilanz aufwiesen.

Diese Staaten gerieten unter erheblichen Druck und waren auf die Hilfe der Europäischen Union, d.h. ihrer Mitgliedsländer und den Internationalen Währungsfonds angewiesen. Nach der scheinbar geglückten Stabilisierung von Banken und Unternehmen, mussten nun also ganze Staaten „gerettet“ werden. Diese sich in atemberaubender Geschwindigkeit vollziehenden Entwicklungen führen bei der Bevölkerung zu großer Unsicherheit und wecken Fragen: Wie konnte es dazu kommen, dass sich Mitglieder der Eurozone scheinbar unbemerkt in eine solche Problemlage bringen konnten? Welche Lehren sind aus der Eurokrise zu ziehen? Wie kann die Stabilitätskultur in Europa gestärkt werden?

Die Konrad-Adenauer-Stiftung widmet sich mit dieser Publikation abermals drängenden wirtschaftspolitischen Fragen und legt nach dem „Fragenkatalog zur Finanz- und Wirtschaftskrise“ einen „Fragenkatalog zur Eurokrise“ vor. Diese Dokumentation erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch, vielmehr ist sie als Momentaufnahme einer aktuellen politischen Debatte zu interpretieren. Die Publikation fasst den Stand der Dinge bis Ende Juli 2010 zusammen. Aufgrund der Schnelllebigkeit des Themas bieten wir Ihnen auf unserem Internetportal www.kas.de/soziale-marktwirtschaft eine ständige Aktualisierung. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Tipp: Die gleichnamige Publikation mit allen Fragen und Antworten zur Finanz- und Wirtschaftskrise können Sie hier als pdf downloaden.