Zitate und Fakten
„Das Web 2.0 …lässt einen neuen, gleichsam alten Menschentypus auf die Bühne treten: den sozial hyperaktiven, den um Status und Witz kämpfenden Höfling, den reaktionsschnellen und bewertungssüchtigen, den geistreichen Parvenü.“Adam Soboczynski (Publizist)
„Wäre Facebook eine Nation, wäre es nach China und Indien die drittgrößte Nation der Erde.“Peter Glaser (Schriftsteller und Essayist)
„Für die Hinweise, die autoritäre Regime heute beispielsweise den Freundeslisten von Aktivisten auf Facebook entnehmen können, mussten sie früher lange foltern…“Harald Staun (FASZ)
„Je mehr Engagement online stattfindet und online organisiert wird, desto mehr werden offliner von der politischen Teilhabe ausgeschlossen.“Hanns-Jörg Sippel (Geschäftsführer der Stiftung MITARBEIT)
„Um der digitalen Spaltung der Bevölkerung … entgegenzuwirken, sind erhöhte Anstrengungen für die politische Bildung und Medienkompetenz notwendig.“Hanns-Jörg Sippel (Geschäftsführer der Stiftung MITARBEIT)
„Besonders unter restriktiven politischen Bedingungen … sind diese Beteiligungsmöglichkeiten im Web 2.0 eine wichtige Möglichkeit der freien politischen Meinungsäußerung.“Viktor Malishevsky (Weissrussland)
„Die Utopie der grenzenlosen, gleichberechtigten, direkten und interaktiven politischen Partizipation scheint durch das Internet ein Stück näher gerückt zu sein.“Ralf Güldenzopf (Leiter Politische Kommunikation, KAS)
„Das Permanent Campaigning kann und muss gerade im Zeitalter des Internets zu einem Permanent Organizing werden.“Ralf Güldenzopf (Leiter Politische Kommunikation, KAS)
„Gibt es so etwas wie die Schweigespirale 2.0? Bislang ist die politische Partizipation im Internet eine „Spielfläche“, die überwiegend beherrscht wird von jungen, formal überdurchschnittlich gebildeten Menschen; überwiegend Männern.“Ralf Güldenzopf (Leiter Politische Kommunikation, KAS)
„Die deutschen (Volks-)Parteien müssen Antworten auf die gesellschaftlichen, aber auch technologischen Herausforderungen finden, wollen sie nicht zwischen aktiven Single-Issue-Netzwerken zerrieben werden.“Ralf Güldenzopf (Leiter Politische Kommunikation, KAS)
„Der Erfolg des Internet verändert unsere Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen. Sie werden digital nachgebildet und gleichzeitig neu organisiert...“Wolfgang Percy Ott
„Zu Beginn des 21. Jahrhunderts brauchen wir ein erneuertes Selbstverständnis von Bürger und Staat, von Rechten und Pflichten und den staatlichen Ebenen untereinander.“CDU-Präsidiumskommission „Spielraum für kleine Einheiten“
„Die digitale Gesellschaft braucht bürgergesellschaftliches Engagement, will sie die soziale und die digitale Spaltung umgehen. Zur conditio humana gehören Gemeinschaftlichkeit und Solidarität.“Wolfgang Percy Ott
„Deshalb ist der Widerstand gegen Google Street View zutiefst bürgerlich. Es geht … um den Angriff auf den „Geheimniszustand“, der für die bürgerliche Privatsphäre wesentlich ist. … Was mit der Unterscheidung von privat und öffentlich auf dem Spiel steht, ist die Idee der bürgerlichen Freiheit.“Norbert Bolz (Medien- und Kommunikationstheoretiker)
„Und vielleicht wird man über die bürgerliche Identität im Zeitalter des Internet bald sagen können: Jeder bemerkenswerte Mensch arbeitet gegen sein eigenes Profil.“Norbert Bolz (Medien- und Kommunikationstheoretiker)
„Der schwerste Angriff auf die Privatsphäre geht … nicht von Regierungen und Unternehmen aus, sondern von den sozialen Netzwerken.“Norbert Bolz (Medien- und Kommunikationstheoretiker)
„Es ist die Aufgabe der politischen Bildung, den Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, im Internet mitzumachen und ihnen die Angst zu nehmen.“Dr. Hans-Peter Friedrich MdB (Bundesminister des Innern)
„Das Netz ist kein Heilmittel für alle Probleme. Wenn sich Leute für Politik nicht interessieren, werden sie sich weder analog noch digital informieren.“Dr. Hans-Peter Friedrich MdB (Bundesminister des Innern)
„Das Internet ist wie eine ganze Bibliothek im Wohnzimmer. Die Herausforderung besteht darin, die Vielfalt der Informationen aus dem Internet auch richtig einzuordnen.“Dr. Hans-Peter Friedrich MdB (Bundesminister des Innern)
„Warum sind 800 Millionen Menschen bei Facebook? Weil wir es mögen zu teilen.“Prof. Jeff Jarvis (City University of New York)
„Privatheit und Öffentlichkeit – dieser Konflikt ist nicht neu. Es gibt ihn seit Gutenberg.“Prof. Jeff Jarvis (City University of New York)
„Macht tut, was sie tut. Sie verteidigt sich selbst. Und Technologie tut, wie was tut. Sie sprengt die Macht.“Prof. Jeff Jarvis (City University of New York)
„Die Digitalisierung bringt uns weder Kultur noch Unkultur. Kultur oder Unkultur ist, was wir daraus machen. Politik, Gesellschaft und vor allem jeder Einzelne haben dazu einen Gestaltungsauftrag.“Dr. Hans-Gert Pöttering MdEP (Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung)
„Die schulische Bildung ist leider noch immer durch einen Frontalunterricht mit Schiefertafel, Kreide und einem Schwamm dominiert.“Prof. Dr. Anja Besand (Professur für Didaktik der Politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden)
„Wir müssen keine Angst haben, dass die Kinder in der Wahlkabine alles kaputt machen.“Kurt Edler (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.)
„Wir müssen uns darauf einlassen, dass im Netz Trolle und Gutmenschen unterwegs sind.“Thorsten Schilling (Fachbereichsleiter Multimedia & IT der Bundeszentrale für politische Bildung)
„Die digitale Gemeinde ist eine Gegenöffentlichkeit ausgewiesener Spontanexperten.“Frank Lüdecke (Kabarettist)
„Wie können wir das Internet für Demokratie nutzen? Dazu müssen mehr Angebote gemacht werden!“Martin Delius (Abgeordneter der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus)
„Politik spielt im Internet keine größere Rolle als außerhalb des Internets. Das Internet an sich schafft kein neues Politikinteresse.“Dr. Stephan Eisel (Projektleiter Internet und Demokratie der Konrad-Adenauer-Stiftung)
„Das Internet führt weder den Weltuntergang herbei, noch bringt es die Erlösung.“Dr. Stephan Eisel (Projektleiter Internet und Demokratie der Konrad-Adenauer-Stiftung)
„Es gibt nicht DAS Internet. Das Internet tut nichts, es ist dumm und schlau zugleich. Im Endeffekt geht es darum, was man damit macht.“Manuel Höferlin MdB (Vorsitzender des Internet Landesverbandes der FDP)
„Das Internet ist kein weiterentwickeltes Fax, es ist ein Teil unserer Lebenswirklichkeit.“Dr. Peter Tauber MdB (Mitglied der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“)
„Internet ist wie eine Kneipe, Sie können auf einen Nobelpreisträger treffen oder auf den letzten Junkie. Man braucht Journalisten, die mehr wissen.“Prof. Dr. Wolfgang Donsbach (Geschfd. Direktor d. Instituts für Kommunikationswissenschaften an der TU Dresden)
„Die journalistischen Leitlinien werden immer mehr. Dazu gehört auch eine strikte Trennung von Verlagsbereich und Redaktion.“Donate Hopfen (Geschäftsführerin BILD digital)