Analysen und Argumente

Bessere Qualität für Kitas

von Ilse Wehrmann, Christine Henry-Huthmacher
Eltern beklagen nicht nur fehlende Kitaplätze, sondern auch die Qualität der Kindertageseinrichtungen. Diese ist, wie Studien bestätigen, mehrheitlich nur mittelmäßig. Eltern wünschen sich einheitliche Qualitätsstandards. Diese werden im vorliegenden Papier näher erläutert und die Investitionen berechnet.

Zum Mitnehmen

  • Der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren ist im Jahr 2016 auf 46 % weiter gestiegen. Doch nur 32,7 % der Kinder dieser Altersgruppe wurden im Jahr 2016 auch tatsächlich betreut.
  • Eltern beklagen nicht nur weiterhin fehlende Kitaplätze, sondern auch die Qualität der Kindertageseinrichtungen. Diese ist, wie Studien bestätigen, mehrheitlich nur mittelmäßig.
  • Um die Qualität in den Kitas zu verbessern, hat die Arbeitsgruppe „Frühe Bildung“ aus Vertretern des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände anhand von zehn Handlungsfeldern gemeinsame Ziel und Entwicklungsperspektiven zur Qualitätssicherung entwickelt.
  • Die Umsetzung dieser Empfehlungen erfordert eine zentrale Steuerung und Koordination der Reformmaßnahmen. Dazu ist ein auf zehn Jahre ausgelegter verbindlicher „Masterplan“ empfehlenswert.
  • Dieser Masterplan umfasst u. a. die Reform politischer Zuständigkeiten, die Verpflichtung der Träger auf Qualitätskriterien sowie die Schaffung eines Kita-Qualitätsgesetzes. Angesichts der zusätzlichen Investitionen für eine verbesserte Kitaqualität ergeben sich wenig finanzielle Spielräume für eine generelle Beitragsfreiheit.

Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über wichtige Positionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu aktuellen Themen. Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen vor, bieten Kurzanalysen, erläutern die weiteren Pläne der Stiftung und nennen KAS-Ansprechpartner.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

Sankt Augustin Deutschland