Analysen und Argumente

Vom Rettungsschirm zum Währungsfonds?

von Thomas Köster , Matthias Schäfer
Zur Idee eines Europäischen Währungsfonds
Derzeit wird viel über eine Weiterentwicklung des Rettungsschirmes (ESM) zu einem Europäischen Währungsfonds (EWF) diskutiert. Hinter der Idee eines EWF versammeln sich jedoch völlig unterschiedliche Vorstellungen. Ein Europäischer Währungsfonds sollte den Moral-Hazard der derzeitigen Euro-Architektur überwinden. Wichtige Reformschritte und Kompetenzen eines möglichen EWFs skizzieren wir in der beigefügten Publikation: „Vom Rettungsschirm zum Währungsfonds? - Zur Idee eines Europäischen Währungsfonds“

Zum Mitnehmen

  • Ein Europäischer Währungsfonds (EWF) sollte den Moral Hazard der derzeitigen Euro-Architektur überwinden. Wichtige Reformschritte und Kompetenzen eines EWFs wären dabei:
    • Die Überführung des ESM in die EU-Verträge
    • Die Ex-ante Haushaltsüberwachung (bisher EU-Kommission)
    • Gemeinsame Vertretung der Euro-Staaten beim IWF
    • Hilfsprogrammentwicklung und -überwachung (bisher Troika)
    • Zuteilung von Liquiditätshilfen ohne Revolvierung
    • Schuldentragfähigkeitsanalyse (Liquiditäts- oder Solvenz-Problem)
    • Gläubigerausschuss (Bail-In-Koordinierung)
    • Ein geordnetes Ausschlussverfahren aus der Eurozone (ultima ratio)
  • Das Gebot der Stunde ist die Weiterentwicklung des regelbasierten Ansatzes für die Wirtschafts- und Währungsunion, deren Instrumente am Geiste der Maastricht-Verträge auszurichten sind.

Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über wichtige Positionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu aktuellen Themen.

Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen vor, bieten Kurzanalysen, erläutern die weiteren Pläne der Stiftung und nennen KAS-Ansprechpartner.

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.