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"Alle fühlen sich seinem Erbe verpflichtet"

Christian Echle im Interview mit Bayern 2 zum Tod Nelson Mandelas

Er war die Leitfigur Südafrikas: Nelson Mandela. Mit seinem Leben über 95 Jahre hat er sein Land stark geprägt. Dieses Erbe jetzt zu verstehen und zu übernehmen, ist die Aufgabe seiner Nachfolger, sagt Christian Echle, Leiter des Medienprogramms Subsahara-Afrika der Konrad Adenauer Stiftung, im Interview mit Bayern 2.

Mandela habe sich bereits 2004 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und keine aktive Rolle mehr in der Politik gespielt, erklärte Christian Echle. "Damals sagte er: ruft mich nicht an, ich ruf euch an, wenn es etwas zu sagen gibt", so der Leiter des Medienprogramms Subsahara-Afrika. Danach habe man ihn bis auf 2010 nur noch selten gesehen, als er eine gewisse Rolle dabei gespielt habe, die Fußballweltmeisterschaft nach Süfafrika zu holen. "Als moralische Leitfigur hatte er trotzdem Bedeutung, auch ohne sich in die aktuelle Tagespolitik einzumischen."

Nächstes Jahr feiere das Land "20 Jahre demokratisches Südafrika" und natürlich hätten sich nicht alle Hoffnungen der Anfangstage erfüllt, was die Aussöhnung der Rassen beträfe. "Gestern gab es einen großen Tag der Reflexion, wo an die Taten Mandelas gedacht wurde und es bleibt zu hoffen, dass die Menschen sich zurückbesinnen auf eine von großer Menschlichkeit und innerer Größe geprägte Persönlichkeit, damit sich dieser Prozess ein wenig im Alltag der nächsten Wochen und Monate widerspiegeln wird", so Echle.

Südafrika sei heute eine stabile Demokratie mit stabilen Parteien, auch wenn nicht alles rund laufe und innerparliche Schwierigkeiten um Vetternwirtschaft und Korruption Verbesserungsbedarf erkennen ließen, so Echle. Aufkommenden Streit um das Erbe Mandelas fürchte er jedoch nicht, denn "Mandela war eine so überstrahlende Persönlichkeit, dass sich ihm alle Parteien verbunden fühlen".

Das komplette Interview mit Christian Echle finden Sie als Audio-Mitschnitt in der rechten Spalte.

Mit freundlicher Genehmigung von Bayern 2

Kondolenzschreiben von Dr. Hans-Gert Pöttering an die Witwe Mandelas, Graça MachelDear Mrs. Machel,

Please accept my heartfelt condolences to you, your family and the South African people on the death of Nelson Rolihlahla Mandela which fills me and all members and staff of Konrad-Adenauer-Stiftung with great sorrow.

With Nelson Mandela, the Republic of South Africa and the whole world have lost an exceptional personality and an outstanding statesman. We will miss him dearly. His achievements as the first democratically elected president of the South African nation will not be forgotten. For decades Nelson Mandela fought against the Apartheid regime, with ardent strength and personal commitment. His profound legacy of forgiveness and reconciliation will endure for many years to come. He led the way as a shining example following the spirit of “Never, never and never again shall it be that this beautiful land will again experience the oppression of one by another.” In this manner, Nelson Mandela substantially contributed to South Africa’s peaceful transition to democracy. He will always be remembered in history by generations to come as a symbolic figure for the conquest of racial segregation and for the unification of all South Africans. As Germans and Europeans we share with the South African people the admiration for Nelson Mandela’s commitment to peace and unity while rejecting the use of violence.

On behalf of Konrad-Adenauer-Stiftung and on my personal behalf I wish to express my utmost respect and my sincere gratitude for Nelson Mandela.

With deepest sympathy,

Yours sincerely,

Dr. Hans-Gert Pöttering MEP

Chairman of Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. and

Former President of the European Parliament

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

Republik Südafrika Südafrika