Diskuse

"20 Jahre 9/11 - 20 Jahre neue Weltordnung?"

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Neue Weltordnung?
Neue Weltordnung?

Die Weltordnung des 21. Jahrhunderts begann mit unmoralischen Gegensätzen. Nach dem Zerfall des sowjetischen Imperiums krönte sich die USA als eine unantastbare unipolare Weltmacht und somit fungierten sie als Weltpolizei und Hüter der internationalen Ordnung und des Friedens. Doch diese neue Weltordnung in der Ära „George Bush Senior“ galt von Anfang an als Fehlgeburt, denn China stand außer Zweifel nicht nur als ein weiterer Mitspieler der globalen Ordnung, sondern als Lavafontäne gegen den Westen und seine Werte und Normen. Dazu spielten die religiösen, ethnischen und kulturellen Konflikte eine weitere essenzielle Rolle für die Unordnung des aktuellen Weltsystems. Samuel Huntington prophezeite Mitte der 1990er Jahre in seinem Werk „Kampf der Kulturen“ die Rolle und Gefahren der Religionen und Kulturen, die mit blutigen Grenzlinien und Kriegen enden werden. Herfried Münkler sprach von einer Welt voller neuer Kriege und dem Ende der Epoche der Staatenkriege. Auch neue Formen des Terrorismus, die asymmetrisch Zivilisten, Intuitionen oder Werte gezielt angreifen, um den Westen mit seinen demokratischen Werten und Normen in die Knie zu zwingen.

Die Terroranschläge des 11.09. sind als Anfang vom Ende des demokratischen Zeitalters und Beginn eine Epoche der autoritären Systeme zu bezeichnen. Parag Khanna spricht in diesem Zusammenhang von der Asiatisierung der Welt. Nach dem Terrorangriff auf die USA bilden sich zunehmend mehr Terrorgruppen; Anti-Globalisierung-; Anti-Demokratie- und Anti-Westen-Bewegungen. Welche Auswirkungen hatten die Anschläge des 11. September 2001 auf die damalige Weltordnung und welche Auswirkungen gab es dabei speziell für Europa und den Nahen und Mittleren Osten und vor allem auf die globale Demokratie?

Peter Nitschke deutet auf die zunehmenden Gefahren durch den Kampf gegen den Terror für Europa hin. Europa steht dadurch im Fokus des Konfliktes, so Nitschke.

Die Kriegsverbrechen der USA in Afghanistan und Irak provozierte weiteren Machtverlust der demokratischen Staaten. Der Nahe und Mittlere Osten wiederholt das Szenario des Dreißigjährigen Krieges, in dem hegemoniale, konfessionelle, ethnische Konflikte und Verfassungskonflikte das Geschehen bestimmen. Ferner erleben wir einen neuen hektischen ökonomischen Imperialismus, wie z.B. die aggressive Wirtschaftspolitik Chinas und der USA; EU-Krisen; GB-Krise; Flucht und Migration, Genozide, Kriege, Corona-Krise und Ungleichheiten in unserem Weltsystem. Die Frage sollte also nicht heißen, wie die Weltordnung des 21. Jahrhundert aussehen wird, sondern ob unsere demokratischen Werte und Normen dieses Jahrhundert überleben werden. Entweder akzeptieren die demokratischen Staaten die drastische Verschiebung der Machtbalance und des Verlustes der Führungsrolle oder die Bereitschaft zu einer neuen demokratischen Imperiumsbildung. In diesem Sinne kann ein mögliches neues Konzept[1] durch zwei Punkte und in Verbindung mit politischen Maßnahmen ein stabiles Weltsystem schaffen, mit dem im Gegensatz zu den historisch aller errichteten Imperien und Reichen in der Menschheitsgeschichte eine deutlich höhere und langfristigere Stabilität in der Weltordnung erreicht wird und Konfrontation und Kriegsgefahr auf ein Minimum reduziert werden können. Diese zwei Punkte sind „Fusion“ und „ohne Konkurrenz“, die als mögliche Lösung der Weltkrisen unserer Zeit stehen könnten. Die Imperiumsbildung dieses neuen Konzeptes wird durch die Fusion der Weltmächte (und weiterer demokratischer Staaten) ohne Krieg gebildet und ermöglichen somit eine Weltordnung ohne Konkurrenz. Diese fusionierte Einheit dient zur langfristigen Garantie des Friedens, der Stabilität und des Erhalts der demokratischen Werte, Freiheit, Menschenrechte, Gleichheit, Gerechtigkeit in der Weltordnung.

[1]  Vgl. Johann, Rami Georg 2020: Theorie der Imperiumsbildung im 21. Jahrhundert (Dissertation), S. 201.

 

Ausgehend von diesen Eingangsthesen unsereres Referenten Rami Georg Johann wollen wir mit Ihnen über die aktuelle Weltordnung und die Auswirkgungen des 11. September 2001 disktutieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Die Veranstaltung wird Online durchgeführt, sodass Sie via Zoom an der Veranstaltung teilnehmen können. Wenn Sie sich anmelden, bekommen Sie von uns die Zugangsdaten per Mail in den Tagen vor der Veranstaltung zugesandt.

 

program

18.30 Uhr Begrüßung

Manuel Ley, Leitung Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

18.40 Uhr Vortrag und Gespräch

Doktorand​​​​​​​ Rami Georg Johann M. A.

Universität Vechta

 

20.00 Uhr Veranstaltungsende

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