Online-Seminar

DigitalAkademie 10 Tage 10 Köpfe - Kompaktseminar

Digitale Lebenswelten von Jugendlichen. Von jungen Menschen über junge Menschen.

Was haben Bill Gates und Walter Lübcke oder Anders Breivik und Stephan Balliet gemein? Was München, Halle und Hanau? Wie steht es um den Zusammenhang von Reichsbürgern und Querdenkern? Was sind Incels und wer sind "Einsame Wölfe"? Welches Meme kann man noch versenden und ab wann macht man sich strafbar? Was macht die Nutzung von TikTok, YouTube und Instagram mit jungen Persönlichkeiten und mit ihren Daten? Um Schülerinnen und Schüler zu verstehen, muss man ihre Lebenswelten kennen.

Podrobnosti

Kompaktseminar | DigitalAkademie 10 Tage 10 Köpfe
Kompaktseminar | DigitalAkademie 10 Tage 10 Köpfe

Fake News, Incels, Hate Speech, Cybergrooming, Imageboard, Onlineradikalisierung, die Neue Rechte - Hass im Netz ist allgegenwärtig. Was macht der Wandel hin zur digitalen Lebenswelt mit jungen Menschen und Jugendlichen? Wie sehen ihre digitalen und realen Lebenswelten aus? Kommen Sie mit uns und unseren Expert:innen ins Gespräch! 

 

Bei uns geht's um Akteure und Technik: 

  • Wie gehen Extremisten vor, um junge Menschen zu fangen? 
  • Was machen digitale Lebenswelten mit jungen Persönlichkeiten? Was ist so besonders an den verschiedenen Plattformen – YouTube, Instagram und TikTok? 
  • Welche rechtlichen Grundlagen gelten im Netz? Was ist eine Meinung und was ist Beleidigung?
  • Wie gefährlich sind Fake News und wie kann man sich und seine Schülerinnen und Schüler dagegen wappnen? 
  • Wie kann man sensibiliseren im Hinblick auf Cybergrooming, Taschengeld-Sex oder "revenge porn" - sexualisierte Gewalt gegen Jugendliche und Kinder im Netz? 
  • Und was geht eigentlich wirklich ab auf Imageboards und Gamingplattformen wie Steam oder 8chan?
  • Warum streamen viele Attentäter ihre Taten live? 
  • Wie sieht verstörende rechtsradikale Onlinekommunikation aus und was eint Christchurch, Halle und Hanau?
  • Wie viel Regierungsskepsis ist gesund und wann fängt Verschwörungsglaube an?

 

Die Reihe richtet sich an Pädagogen und Menschen, die im institutionellen Kontext mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Sie findet in zwei Wochen täglich statt. Teil 1: 13.09.2021-17.09.2021 | Teil 2: 25.-29.10.2021

Sie können sich jederzeit zur Seminarreihe anmelden. Der Anmeldeschluss für den jeweiligen Termin ist immer einen Tag vorher (Bsp. Veranstaltung am 14.09., Anmeldeschluss 13.09.). 

Die Teilnahme an allen Einheiten wird empfohlen, ist aber nicht obligatorisch. Bei Teilnahme an allen Einheiten erstellen wir ein Zertifikat

Die Sitzungen werden aufgezeichnet. Selbstverständlich können Sie Ihr Video ausmachen. Ihre Fragen werden auf Wunsch anonym gestellt. 

 

program

Folge 1 | Was wir vorhaben: Einblicke in digitale Lebenswelten von Jugendlichen | 13.09.2021 | 18.00 Uhr

10 Tage 10 Köpfe - worum geht's?

  • Wie gehen Extremisten vor, um junge Menschen zu fangen? 
  • Was machen digitale Lebenswelten mit jungen Persönlichkeiten? Was ist so besonders an den verschiedenen Plattformen – YouTube, Instagram und TikTok? 
  • Welche rechtlichen Grundlagen gelten im Netz? Was ist eine Meinung und was ist Beleidigung?
  • Wie gefährlich sind Fake News und wie kann man sich und seine Schülerinnen und Schüler dagegen wappnen? 
  • Wie kann man sensibiliseren im Hinblick auf Cybergrooming, Taschengeld-Sex oder "revenge porn" - sexualisierte Gewalt gegen Jugendliche und Kinder im Netz? 
  • Und was geht eigentlich wirklich ab auf Imageboards und Gamingplattformen wie Steam oder 8chan? Warum streamen viele Attentäter ihre Taten live? 
  • Wie sieht verstörende rechtsradikale Onlinekommunikation aus und was eint Christchurch, Halle und Hanau?
  • Wie viel Regierungsskepsis ist gesund und wann fängt Verschwörungsglaube an?

Folge 2 | Frauenhass und Meinungsfreiheit im Netz | 14.09.2021 | 18.00 Uhr

Auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich: Extremisten werden internationaler, dynamischer und diverser. Das Bild vom Nazi in Springerstiefeln oder vom irren Terror-Attentäter passt nicht mehr so recht in unsere Zeit. Was also verbindet "Einsame Wölfe", wenn noch nicht mal mehr sicher ist, dass Nazis Springerstiefel und Salafisten einen langen Bart tragen?

Es ist ein Faktor unter vielen, aber allzu oft lautet die Antwort darauf: Frauenhass. Er bietet die Grundlage und den Kleber für extremistische Positionen und Verschwörungserzählungen aller Couleur. Neuerdings sind Incels - also unfreiwillige Singles - in aller Munde. Sie leben unfreiwillig ohne romantische Beziehung oder ohne Geschlechtsverkehr. Die Schuld dafür tragen in ihrer Vorstellung die Emanzipation der Frau und ihre finanzielle und sexuelle Unabhängigkeit. Sex sei schließlich naturgegebenes Recht eines jeden Mannes. Eine Ideologie, die auf frauenfeindlichem Verschwörungsdenken, einer Portion Selbsthass und Nihilismus beruht. Was kann man machen, wenn man selbst oder Schülerinnen Opfer von Misogynie werden? Wo bekommt man Hilfe, wenn man z. B. Opfer von "revenge porn" ("Rachepornos") wird; wenn ursprünglich im Einvernehmen aufgenommene Bilder oder Videos aus verschiedensten Gründen im Netz geleaked werden? Wie kann man jugendlichen Mädchen und Frauen helfen, die im Netz bloßgestellt werden?

Wir bemühen uns in unserer letzten Einheit des Kompaktseminars um juristische Einschätzungen dieser Phänomene im Netz - und was man praktisch, aber vor allem auch juristisch dagegen tun kann. 

Folge 3 | Fakten statt Fakes | 15.09.2021 | 18.00 Uhr

Wie man Fake News, Deep Fakes und Desinformation entlarvt und dagegen vorgeht

Fast kann man es schon nicht mehr hören: Alle Welt spricht von Fake News, Deep Fakes und gezielter Desinformation. So schwierig ist es nicht gute Nachrichten von falschen zu trennen? Viele Lehrerinnen und Lehrer wissen: Es ist verdammt schwer, spätestens, wenn sie das erste Mal mit Schülerinnen und Schülern diskutieren und versuchen, gute eigene Quellenarbeit oder gute journalistische Arbeit zu erläutern. Wie kann man Fakten von Fakes unterscheiden und wie erklärt man das Schülerinnen und Schülern? Wie vermittelt man den Wert guter Quellen und ihre Relevanz für die Bewahrung von Freiheit und Demokratie? Wie unterscheidet man Meinungen von Journalismus?

Cosima Gill ist freie Journalistin für ARD und RBB und unterwegs in investigativer Recherche. Sie ist Medientrainerin und hat am King's College in London studiert. Ihre Expertise liegt im Bereich Fake News und Extremismus im Netz. Gemeinsam mit ihr werden Sie anhand von extremistischen Fake News erklären, wie ein kurzer, aber eindeutiger Faktencheck mit Schülerinnen und Schülern aussehen kann. 

 

Medienrecht unter der Lupe

Vielen kennen es aus eigener Erfahrung: Grenzwertige Videos, die man von Verwandten, Freunden oder entfernten Bekannten über WhatsApp geschickt bekommt. Manches davon – so ahnt man – könnte vielleicht nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, sondern auch strafbar sein. Das gilt ganz besonders für Kinder und Jugendliche, die problematische per WhatsApp teilen: Nazi-Symbole, Abbildungen von Kindesmissbrauch, Tierquälereien, kurzum: Gewaltvideos. Aber was ist strafbar und was nicht? Wir werfen einen kühlen Blick in eine komplizierte Angelegenheit – im Hinblick auf die Relevanz im Schulalltag:

  • Wie kann man gegen strafbare Inhalte vorgehen, insbesondere im Hinblick auf das Schulrecht?
  • Was sind die Grundlagen des Urheberrechts?
  • Was sind geschützte Werke?
  • Wie steht’s um Links, Embedding und Co?
  • Welche Regeln gelten im Netz und wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit?

An praktischen Beispielen aus dem Schulalltag versuchen wir, einen Überblick in die Welt des Medienrechts zu bringen. 

 

Franziska Kues, L.L.M., ist Volljuristin und arbeitet beim ZDF.

Folge 4 | Tiktok, Snapchat, Instagram – wer ist der Schönste im ganzen Land? | 16.09.2021 | 18.00 Uhr

Social Media und der Einfluss auf Persönlichkeitsentwicklung bei Jugendlichen und jungen Menschen 

Junge Menschen sind täglich viele Stunden online. Netflix, Instagram und TikTok sind aus ihrem Leben nicht wegzudenken und haben mit der Coronapandemie einen noch höheren Stellenwert gewonnen. Was macht die Dauernutzung mit der Persönlichkeitsentwicklung der jetzigen Schülergeneration? Was prägt sie und was muss man über ihre digitale Lebenswelten und deren Funktionsweisen wissen, um zu verstehen, wie Schülerinnen und Schüler heute ticken? 

Franciska Nowak, Stipendiatin der Journalistischen Nachwuchsförderung der KAS und angehende Medienpädagogin, arbeitet u. a. für den Westdeutschen Rundfunk und den KiKA. Sie wirft einen Blick darauf, welchen Einfluss Mediennutzung auf Kinder und Jugendliche haben und wie bspw. in Schule und Familien Medienkompetenz vermittelt werden kann. 

  

Folge 5 | Risiken von Cybergrooming erkennen und abwehren | 17.09.2021 | 18.00 Uhr

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Internet 

Kennen Sie knuddels.de? Besser nicht... Die Perversion sexuellen Missbrauchs an Jugendlichen und Kindern erfährt im Netz eine neue Qualität: Grooming bezeichnet dabei das „Anbahnen“ eines sexuellen Missbrauchs über einen längeren Zeitraum. In Onlineforen wie Knuddels gehen Täter und Täterinnen bewusst auf die Suche nach Kindern und Jugendlichen, die ihnen leichtfertig ihr Vertrauen schenken. Ist es einmal gewonnen, manipulieren Täter die Wahrnehmung und Gefühlswelt ihrer Opfer und verstricken sie in Abhängigkeiten. Das Ziel: Kinder und Jugendliche sollen sich niemandem anvertrauen. Was tun, wenn es Verdachtsfälle gibt? Oder wenn sich Schülerinnen und Schüler doch dazu entschließen, sich Ihnen anzuvertrauen? 

Einen Einblick in diese verstörende Onlinerealität bietet Inge Bell, ehemals ARD Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Vorstand bei Terre des femmes. Sie setzt sich seit Jahrzehnten ein für die Rechte von Mädchen und Frauen – und kennt sich aus eigener Erfahrung auch online sehr gut aus. Sie weiß, was und wer zählt, wenn es um konkrete Hilfe geht. 

BEGINN TEIL 2: 25.-29.10.2021

Folge 6 | Einsame Wölfe: München, Halle, Hanau...| 25.10.2021 | 18.00 Uhr

Einblick in die verstörende Welt rechtsextremer Onlinekommunikation   

Die Welt hielt den Atem an: Anders Breivik tötet im Jahr 2011 in Oslo und auf der nahegelegenen Insel Utøya77 Menschen. 2016 ermordet ein rechtsextremer 18-Jähriger neun Menschen am Olympiazentrum in München. Stephan Balliet streamt in Halle seine terroristischen Taten live – und gibt damit der Welt einen Einblick in sein extremistisches Gedankengut. Die einfachste Lösung: Diese Täter sind wahnsinnig.

Doch die Wahrheit ist um ein Vielfaches grausamer. Für ihre Unterstützer hinterlassen einige von ihnen ein „Manifest“, das sie in Sozialen Medien teilen. Welche Rolle spielen Soziale Medien in der Verbreitung von Hass und rechtsextremer Onlinekommunikation? Wie sah und sieht die digitale Lebensrealität von Rechtsradikalismus im Netz aus – und welche Spielregeln gelten heute? Wir werfen einen Blick in Feindbilder und Opferstatus und  beleuchten dabei die Rolle von Social Media, aber auch die von Spieleplattformen und Onlinegames - gemeinsam mit Dr. Florian Hartleb, der sich bereits lange Zeit mit extremistischer Onlinekommunikation  beschäftigt. 

 

Dr. Florian Hartleb (geb. 1979 in Passau) studierte zunächst Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Psychologie in Passau, bevor er 2004 an der Technischen Universität Chemnitz zum Thema Links- und Rechtsextremismus promovierte und mit „summa cum laude” abschloss. Seitdem arbeitet er mit vielen verschiedenen Organisationen und Administrationen zusammen. So war er Pressereferent im Bundestag, beriet das Bundespräsidialamt und das Europäische Parlament. Im Rahmen des Attentats am Olympiazentrum in München erstellte er ein Gutachten für die Stadt München und wies die rechtsextremistischen Hintergründe der Tat nach. Nach mehr als drei Jahren wird die Tat nun (auch) als politisch-motiviert gewertet. Er unterrichtet derzeit an der Katholischen Universität Eichstätt sowie an der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt in Aschersleben. Seit Oktober 2020 ist er als externer Sachverständiger Mitglied der vom niedersächsischen Landtag eingesetzten Enquete-Kommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern”. Als Experte war er bei ARD, im ZDF und in vielen weiteren Medien zu Gast und kommentiert regelmäßig das politische Geschehen. Im Oktober 2018 erschien von ihm das Sachbuch „Einsame Wölfe. Der neue Terrorismus rechter Einzeltäter“ (Hoffmann und Campe: Hamburg; 2020 auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn als Lizenzausgabe erhältlich). Im Februar 2020 wurde das Buch in englischer Fassung und stark aktualisiert beim Springer-Verlag publiziert, im Oktober 2020 in der 2. Auflage (Hoffmann und Campe: Hamburg).

Folge 7 | Islamismus und Salafismus | 26.10.2021 | 18.00 Uhr

Wenn Gläubige morden 

Als unlängst der Nah-Ost-Konflikt zwischen Israel und Palästina abermals entfachte, demonstrierten einige junge muslimische Männer vor deutschen Synagogen. Das Verbrennen von Israel-Flaggen vor jüdischen Gotteshäusern ließ Deutschland schaudern und warf erneut die Frage nach muslimischem Antisemitismus auf.

Sie denken, der „Islamische Staat“ sei besiegt – und sein Gedankengut damit obsolet?! In der medialen Berichterstattung nimmt Salafismus und Islamismus gegenwärtig keinen großen Stellenwert ein. Was vor einigen Jahren noch die Schlagzeilen füllte – junge, in der ansässigen Bevölkerung verwurzelte Menschen, die freiwillig in Kriegsgebiete im Nahen Osten ausreisten –  scheint jetzt wie ausradiert. Nach wie vor aber sind Salafisten auf der Suche nach jungen Menschen, die sich von ihnen eine klare Lebensanleitung und somit ein geschlossenes sowie klar strukturiertes Weltbild erhoffen. Die Reduktion der Komplexität der Realität, einfache Feindbilder und schwarz-weiße Weltanschauungen ziehen junge Menschen in den Bann von Salafisten.

  • Salafismus und Islamismus – was ist das eigentlich?
  • Allem voran: Was hat der Islam mit Islamismus zu tun?
  • Wie kann man als Lehrer*in Schülerinnen und Schüler so stärken, dass sie nicht in die digitalen Fänge von Salafisten geraten?

Der Referent für diese Einheit ist noch offen. 

Folge 8 | Von Bill Gates und Querdenkern: Verschwörungserzählungen | 27.10.2021 | 18.00 Uhr

Zwischen Aluhut, QAnon, Bill Gates und Querdenkern

Sie haben Hochkonjunktur. Die weltweite Covid-19-Pandemie ist Katalysator und zugleich Nährboden für krude Verschwörungstheorien und die Verbreitung von Falschmeldungen. In der wichtigen Diskussion über die Verhältnismäßigkeit von Coronaschutzmaßnahmen machen militante Corona-Leugner immer wieder Gebrauch von manipulierenden Inhalten, um sich die Fakten so zu Recht zu legen, wie es ihnen und ihren politischen Zielen gefällt. Damit sind sie nicht allein: Von Anhängern der „Flachen Erde“ und „Echsenmenschen“ zur Leugnung des Holocaust, Weltuntergangsfantasien bis hin zu Verschwörungsmythen in linken Kreisen.

  • Wie geht man am besten damit um, wenn Schülerinnen und Schüler in ihren Aussagen Bruchstücke von Verschwörungen aufzeigen?
  • Wie unterstützt man sie, sich eine eigene Meinung zu bilden?

Über Fake News und Verschwörungserzählen - und was man dagegen tun kann - sprechen wir mit dem Autor und Philosophen Dr. Jan Skudlarek. 

Folge 9 | Content Creation auf YouTube - was macht die Plattform YouTube so besonders? | 28.10.2021 | 18.00 Uhr

Ein Leben ohne YouTube ist für Generation Z und Y nicht mehr vorstellbar. Für jeden und jede bietet die Videoplattform das passende Angebot. Sie wissen nicht, wie der Schreibtischstuhl repariert werden kann? Auf YouTube gibt es sicher ein Tutorial. Sie möchten eine Reportage über den Holocaust schauen? Kein Problem, YouTube wird's richten. Sie zocken gerne Fifa und brauchen Tipps und Tricks, wie das am besten funktioniert? Auch hier: YouTube ist für Sie da. Jede Nische spricht die Plattform an und bietet einen ungeheuren Mehrwert in unser aller Leben. Aber immer wieder steht die Plattform in der Kritik durch ihre Algorithmen extremistische Einstellungen zu fördern. YouTube als Radikalisierungsmaschine ist in vieler Munde - wie viel Wahres ist dran und wie kann man "mit YouTube eigentlich Geld verdienen"?

Yaya Blank ist Content Creator und Trainer für die DigitalAkademie. Mit ihm gemeinsam beleuchten wir die positiven und negativen Seiten der Plattform - und allem voran: Lernen, ihre Funktionsweise zu verstehen. 

Folge 10 | Legal, illegal, total egal? | 29.10.2021 | 18.00 Uhr

Medienrecht unter der Lupe

Vielen kennen es aus eigener Erfahrung: Grenzwertige Videos, die man von Verwandten, Freunden oder entfernten Bekannten über WhatsApp geschickt bekommt. Manches davon – so ahnt man – könnte vielleicht nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, sondern auch strafbar sein. Das gilt ganz besonders für Kinder und Jugendliche, die problematische per WhatsApp teilen: Nazi-Symbole, Abbildungen von Kindesmissbrauch, Tierquälereien, kurzum: Gewaltvideos. Aber was ist strafbar und was nicht? Wir werfen einen kühlen Blick in eine komplizierte Angelegenheit – im Hinblick auf die Relevanz im Schulalltag:

Wie kann man gegen strafbare Inhalte vorgehen, insbesondere im Hinblick auf das Schulrecht? Was sind die Grundlagen des Urheberrechts? Was sind geschützte Werke? Wie steht’s um Links, Embedding und Co? Welche Regeln gelten im Netz und wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit?

An praktischen Beispielen aus dem Schulalltag versuchen wir, einen Überblick in die Welt des Medienrechts zu bringen. 

Franziska Kues, L.L.M., ist Volljuristin und arbeitet beim ZDF.

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