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Entwicklungen und Einheitsprozess des Bildungssystems

von HyeKyung Lee

In den neuen Bundesländern nach der deutschen Wiedervereinigung am Beispiel des Freistaat Sachsen

Dieser Beitrag analysiert den Einheitsprozess des Bildungssystems und von Entwicklungspfaden am Fall des Freistaates Sachsen während der deutschen Wiedervereinigung.

In diesem Beitrag wird die Frage diskutiert, ob im Falle einer möglichen koreanischen Wiedervereinigung Deutschland als Vorbild dienen kann. Die Bildungssysteme der fünf neuen Bundesländer wurden nicht bloß einheitlich nach westendeutschem Vorbild reformiert, sondern jedes bildete sich in einem bundeslandspezifischen Prozess heraus. Hierbei wurde über die Frage der zukünftigen Schulstruktur ständig und heftig diskutiert. In Sachsen kam es nach der Wiedervereinigung zum Aufbau einer Zweigliedrigen Bildungsstruktur, die trotz dieser Entwicklungen relativ stabil blieb und in ihrer Form bis in die heutige Zeit besteht. Für den Fall, dass die deutsche Bildungspolitik als Vorbild herangezogen werden kann, bietet sich für Korea die Chance, ein Chaos bei der Durchsetzung von integrierten Bildungsformen minimieren und sowohl Bildungsmaßnahmen vorab als auch die organisatorische Planung einer solchen Reform vorbereiten zu können. Anschließend muss, um aus den Beobachtungen dieser Arbeit einen Mehrwert zu ziehen, die spezielle Situation in Nordkorea genau analysiert werden. Darüber hinaus ist in Bezug auf den Bildungsintegrationsprozess eine tiefgreifende gesellschaftliche Diskussion erforderlich, um gesamtgesellschaftlich getragene Implikationen vorschlagen zu können. 

 

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