Patrick Keller, USA-Experte der Konrad-Adenauer-Stiftung, attestierte Ryan in einem Interview mit dem Radiosender SWR2 „klare Kante und Charisma“ und somit zwei Eigenschaften, die einem nicht unbedingt als erstes in Bezug auf Romney einfallen.
Ryan gilt als Liebling der rechtskonservativen Tea-Party-Anhänger. Er steht für niedrigere Steuern, Reformen des Sozialsystems, weniger Staat und weniger Ausgaben. Er selber achtet aber penibel darauf, die Nähe zur Tea-Party nicht zu groß werden zu lassen. Vielmehr ist er ein nachdenklicher Typ, der auf Faktenwissen setzt, das er sich in seiner langen Politkarriere in Washington angeeignet hat.
Obama, so Kellers Einschätzung, werde in den kommenden Wochen versuchen, das Duo Romney-Ryan zu dämonisieren. Die Wähler stünden vor einer Grundsatzentscheidung: Folgen sie Obamas Sozialdemokratisierung der Politik mit hohen Staatsausgaben und einer Verschuldung, die mittlerweile das BIP übersteigt oder legen sie, um dem Schuldenkollaps zu entkommen, lieber die Axt an den Sozialstaat?
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Die Konrad-Adenauer-Stiftung begleitet den US-Wahlkampf u.a. mit dem Videoblog „Politsnack“ und dem Blog „USPolitik.info“.
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