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Vom Regelbefolger zum Regelgestalter?

von Ana Krstinovska

Chinas internationale Rolle im Wandel und mögliche Auswirkungen für den Westbalkan

Eine gemeinsame Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Association for strategy development, research, education and promotion of international values – ESTIMA.

Chinas wirtschaftlicher Aufstieg wird zunehmend von Versuchen begleitet, politischen und diplomatischen Einfluss auszuüben sowie sein politisches Modell und seine Werte zu propagieren. Der neue außenpolitische Ansatz des Landes hat zu Konflikten mit den USA und anderen westlichen Staaten geführt, so auch mit der EU und einigen ihrer Mitgliedstaaten, insbesondere seit Chinas Vergeltungsmaßnahmen nach den EU-Sanktionen gegen vier chinesische Beamte. Angesichts der zunehmend polarisierten geopolitischen Lage könnte der Westbalkan bald zu schwierigen Entscheidungen gezwungen sein. Obwohl die Länder der Region natürlich das Recht haben, die Zusammenarbeit mit China weiterzuführen und auszubauen, müssen sie darauf achten, ihren EU-Beitrittsprozess dadurch nicht zu behindern und ihre westlichen Partner nicht zu verprellen. Daher ist es für sie unerlässlich, ihre strategische Position auf einer ausgeglichenen Werte- und Interessengrundlage aufzubauen.

Die Publikation wurde von Ana Krstinovska erstellt und behandelt aktuelle Fragen, mit denen die Westbalkanstaaten im Zuge der jüngsten Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und China konfrontiert sind: Wie sind die möglichen Nutzen und Risiken der Zusammenarbeit mit China abzuwägen? Wie kann zu einem besseren Verständnis von Chinas Präsenz auf dem Westbalkan beigetragen werden? Welche Empfehlungen können Entscheidungsträgern in der Region wie auch in der EU helfen, in Bezug auf China informierte Entscheidungen zu treffen?