Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Vom Wahlkampf zur Regierungarbeit

Als am 2. Juli 2000 Vicente Fox vom Partido Acción Nacional (PAN) nach 71 Jahren PRI-Herrschaft zum neuen Präsident in Mexiko gewählt wurde, war nicht nur bei seiner Partei die Freude überschäumend. Auch ein Großteil der Mexikaner erwartete nun sehr rasch Reformen in einer Vielzahl von Politkbereichen.

Turbulente Zeiten für Venezuela

Während Venezuela dem administrativen und sozialen Chaos entgegentrudelt und alle Varianten von Staatsstreichen, Präventivputschen und Erklärung des Ausnahmezustandes offen und öffentlich diskutiert werden, reist Präsident Chávez wochenlang ins Ausland, um strategische Allianzen mit Russland, Iran, China, Bangladesh und anderen asiatischen Ländern zu schmieden. Seine außenpolitischen Hyperaktivitäten haben offensichtlich das Ziel, sich einerseits zum weltweiten Sprecher gegen Globalisierung, Weltmachtanspruch der USA und Schuldenfalle zu machen und andererseits von seinen innenpolitischen Problemen abzulenken.

"Alles - außer Waffen":

EU öffnet ihre Märkte für die 48 am wenigsten entwickelten Länder (LLDC)

Am 05. März 2001 war es soweit: die vieldiskutierte Initiative der Europäischen Union "Everything but arms", also "Alles - außer Waffen", deren Umsetzung maßgeblich durch den für internationale Handelsfragen zuständigen Europäischen Kommissar Pascal Lamy vorangebracht wurde, trat in Kraft.

Kommunalwahlen in Kroatien mit überraschendem Ergebnis

"Kroatien Links oder Rechts, das Zentrum ist fast verschwunden", titelte die Tageszeitung "Vjesnik" am Montag den 21. Mai 2001.Am Sonntag, den 20. Mai 2001, fanden in Kroatien die Kommunalwahlen statt. Die Ergebnisse waren ebenso überraschend wie aufschlussreich. Besonders aufschlussreich jedoch war die nur geringe Wahlbeteiligung von etwa 40 %.

EU-Mittel für die Slowakei eingefroren

Im Rahmen der Hilfe der Europäischen Gemeinschaft werden drei Instrumente zur Unterstützung der Beitrittskandidaten in Mitteleuropa bei ihrer Vorbereitung auf die EU-Mitgliedschaft eingesetzt: Das PHARE-Programm, SAPARD für Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums und ISPA zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten in den Bereichen Umwelt und Verkehr.

Sieg Berlusconis - Reaktionen in Frankreich

In Frankreich wartete man den Sieg Berlusconis bei den Parlamentswahlen erst gar nicht ab. Schon vor dem Wahltag waren die hochgezogenen Augenbrauen und die erhobenen Zeigefinger bei führenden Politikern unübersehbar, wenn die Rede auf einen möglichen Wahlsieg Berlusconis kam.

Statistenrolle für Museveni bei Präsidentenzeremonie

Präsident Yoweri Kaguta Museveni trat am 12. März 2001 seine zweite und letzte Amtsperiode unter der neuen ugandischen Verfassung an. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand jedoch ein anderer: Muammar al-Gadaffi, Staatspräsident Libyens.

Ukrainisches Parlament stürzt Reformpremier

Kommunisten und Oligarchen in unheiliger Allianz

Das Misstrauensvotum im ukrainischen Parlament, das die Regierung von Ministerpräsident Viktor Justschenko zum Rücktritt zwingt, dürfte schwerwiegende Folgen für den von ihm eingeleiteten Reformkurs haben.

Bulgarien am Vorabend der Parlamentswahlen

Königspartei bringt etabliertes Parteiensystem in Wallung: Rund einen Monat vor den für den 17. Juni anberaumten Parlamentswahlen in Bulgarien läßt sich noch immer keine einigermaßen stichhaltige Prognose über den möglichen Ausgang abgeben. Das Parteiensystem ist seit Anfang April in Wallung geraten, und der Hauptgrund dafür liegt im Auftauchen eines neuen politischen Subjekts - der vom Exilmonarchen Simeon II angeführten gleichnamigen Bewegung -, die an der Abstimmung teilzunehmen gedenkt und deren Umfrageergebnisse innerhalb kürzester Zeit atemberaubend in die Höhe geschossen sind. Der Aufstieg dieser neuen, neben den etablierten politischen Kräften UDK-VDK [1], BSP [2] und BRF [3] allem Anschein nach vierten bedeutenden politischen Kraft versieht alle bisherigen Analysen und Voraussagen mit einem großen Fragezeichen.

Die slowakische Parteilandschaft in Bewegung

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 110 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den "Länderberichten" bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.