Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Ghana eine Woche vor den Wahlen 2016

Das kleine westafrikanische Land Ghana mit seiner Bevölkerung von ca. 26 Millionen Einwohnern steht kurz vor seinen siebten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die am 7. Dezember 2016 stattfinden werden. Das Land befindet sich im Wahlfieber: Die Straßen sind in den Farben vor allem der beiden großen konkurrierenden Parteien geschmückt, und in den Medien gibt es so gut wie nur noch ein Thema: wer wird in zwei Wochen zum neuen Präsidenten Ghanas gewählt?

Nach Misstrauensvotum: Oppositionspolitiker Jüri Ratas neuer Ministerpräsident Estlands

Jüri Ratas, Vorsitzender der bislang oppositionellen linksgerichteten Zentrumspartei, wurde vom Parlament in Tallinn zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Ratas bekennt sich offiziell zur EU und zur NATO.

François Fillon gewinnt Vorwahl

Bürgerliche Rechte einigen sich auf Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2017

Über 2,8 Millionen Franzosen haben den früheren Premierminister François Fillon zum Kandidaten der Républicains für die Präsidentschaftswahl gekürt. Mit einer satten Zwei-Drittel-Mehrheit hat er sich in der Stichwahl gegen seinen Kontrahenten Alain Juppé durchgesetzt.

Rumänien vor einem neuen Urnengang

Am 11. Dezember wird ein neues Parlament gewählt

Das Wahljahr 2016 in Rumänien bewegt sich auf die zweite Runde zu. Nach den Kommunalwahlen im Juni sind die Rumänen am 11. Dezember aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen.

Fillon überraschend Favorit

Alain Juppé auf Platz 2 | Sarkozy scheidet aus | Blamage für Demoskopen

Große Überraschung bei der ersten Runde der Vorwahlen der Républicains: Der frühere Premierminister François Fillon hat den ersten Wahlgang mit 44 Prozent deutlich für sich entscheiden können. Alain Juppé, der seit über einem Jahr in Umfragen und Medien als klarer Favorit galt, landete mit 28 Prozent deutlich abgeschlagen auf Platz zwei.

Igor Dodon gewinnt

Pro-russischer Präsidentschaftskandidat bei umstrittener Stichwahl in der Republik Moldau erfolgreich

Am 13. November 2016 erfolgte in der Republik Moldau die zweite Runde der erstmals seit 20 Jahren stattfindenden Direktwahl des Präsidenten. Nach Auszählung aller Stimmen hat sich der Kandidat der pro-russischen Partei der Sozialisten der Republik Moldau (PSRM), Igor Dodon, mit 52,16 Prozent der Stimmen gegen die Kandidatin der bürgerlichen, europafreundlichen Opposition, Maia Sandu, Vorsitzende der Partei Aktion und Solidarität (PAS), die auf 47,84 Prozent kam, durchgesetzt.

„Tribal Revival“? Stammesrecht in Jordanien

Zwar lebt die Mehrheit der jordanischen Bevölkerung heutzutage nicht mehr als Nomaden, sondern sesshaft in Städten und Dörfern, dennoch stellen Stammeszugehörigkeiten und -loyalitäten weiterhin eine entscheidende, häufig sogar die primäre Identifikationsquelle dar und beeinflussen auch aktuelle Rechtskonzeptionen. Die jordanische Regierung hat nun ein neues Gesetz verabschiedet, welches Praktiken der Stammesverfahren beschränkt und moderate Aspekte in das staatliche Rechtssystem integriert.

La lutte contre Daech d’un point de vue français

Les premières opérations de police réalisées en France contre des islamistes radicaux sunnites ont eu lieu au printemps 1992, quelques mois après le début de guerre civile algérienne. Elles concernaient alors des cellules soupçonnées de soutenir les maquis du Groupe islamique armé (GIA) et de l’Armée islamique du salut (AIS), le bras armé du Front islamique du salut (FIS). Continuez la lecture en téléchargeant le PDF.

Von der City zur Cité?

Wie Paris zu Europas neuem Finanzplatz Nummer Eins werden möchte

Mitte November meldete die Sunday Times, dass die Citibank aufgrund des anstehenden Brexit über 900 Arbeitsplätze von London nach Dublin verlagern werde. So groß der Schock und die Enttäuschung über das Ergebnis des Referendums vom 23. Juni 2016 war, so sehr dürfte der mögliche Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union am Finanzplatz Paris für Händereiben gesorgt haben.

„Politische Mönche“ und die Zukunft der Demokratie

Buddhistischer Nationalismus bekommt in der jungen Demokratie Myanmars Aufwind.

Mönchsgemeinschaften haben in Myanmar zwar schon immer eine wichtige Rolle gespielt, doch sollten sie stets ihre Distanz zu politischen Angelegenheiten wahren. Einhergehend mit der gegenwärtigen Demokratisierung entstehen neue Freiräume für von Mönchen gegründete Organisationen, die sich als selbsternannte Hüter des Buddhismus wähnen. Jedoch birgt die Einflussnahme dieser Organisationen ein Konfliktpotenzial für die junge Demokratie, da diese mit einer Vermengung von Religion und Nationalismus einhergeht.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 110 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den "Länderberichten" bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.