Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Ohne Perspektive?

Zunehmender politischer Unmut der palästinensischen Bevölkerung

Neue Umfragedaten aus der Westbank und dem Gazastreifen verdeutlichen die stetig wachsende Perspektivlosigkeit und den zunehmenden politischen Unmut der palästinensischen Bevölkerung.

UMP/UDI gewinnen Wahlen zum Sénat

Erneute Niederlage für Hollande

UMP und Zentristen (UDI) haben drei Jahre, nachdem die Linke erstmals die Senatswahlen gewonnen hatte, wieder die Mehrheit im Sénat (der zweiten Kammer neben der Assemblée nationale) zurückgewonnen.

Kontrollierte Marktwirtschaft?

In Argentinien will der Staat künftig die gesamte Produktion großer Unternehmen lenken

„Es ist verrückt zu denken, dass wir die Preise der Wirtschaftsgüter kontrollieren wollen […]. Das sind nur Schreckgespenster,“ sagte Wirtschaftsminister Axel Kicillof in einem Interview mit Radio del Plata. Für die Opposition hingegen sind diese Gespenster ziemlich echt.

Neue Parteien - neue Gesichter?

Die Ukraine vor den vorgezogenen Parlamentswahlen am 26. Oktober

Wahlblöcke als Zusammenschlüsse verschiedener Parteien dürfen laut dem ukrainischen Wahlgesetz bei den Parlamentswahlen nicht antreten. Daher haben sich in den letzten Wochen neue Parteien gebildet, die Vertreter anderer Parteien als Kandidaten integrieren. Eine Bedingung dafür ist nur, dass die Kandidaten ihre bisherige Parteimitgliedschaft ruhen lassen. Vitali Klitschko, Parteivorsitzender von UDAR, folgte diesem Modell, um Spitzenkandidat der Präsidentenpartei „Block von Petro Poroschenko“ zu werden.

UNITED Kingdom - Schottland bleibt dabei

Eindeutiges Ergebnis des Unabhängigkeitsreferendums in Schottland

Aufatmen einerseits, Enttäuschung andererseits am Morgen nach dem Referendum in Schottland. Mit 55%:45% gegen die Unabhängigkeit wurde am Ende ein doch klares Ergebnis erzielt, welches jedoch auch zeigt, dass Großbritannien eine intensive Debatte über nationale Identität, territoriale und politische Ordnung sowie Bürgernähe und Politikverdrossenheit führen muss, die auch eine europäische Dimension und Ausstrahlung haben wird. Bei aller Emotionalität war dieses Referendum aber auch Ausdruck eines tief verankerten und bemerkenswerten Demokratieverständnisses im weiterhin Vereinigten Königreich.

Schwierige Regierungsbildung in Slowenien erfolgreich abgeschlossen

Links-liberale, "kleine" Koaltion mit komfortabler Mehrheit

Nachdem am 13. Juli 2014 knapp 1,7 Mio. Slowenen aufgerufen waren, ein neues Parlament zu wählen, trat die neu gewählte Volksvertretung am 1. August zu ihrer ersten, konstituierenden Sitzung zusammen. Im Rahmen dieser Sitzung wurde ein Parlamentspräsident gefunden und ein Kandidat für den slowenischen Sitz in der EU Kommission nominiert.

Reformstau oder Reformwillen?

Richtungswahlen in Bosnien Herzegowina

In Bosnien Herzegowina (BuH) finden am 12. Oktober allgemeine Wahlen statt. Sie gel-ten als Richtungswahlen und als eine der letzten Chancen, um das Land aus der Krise zu führen, in der es - mit vielen Auf und Ab - seit dem Friedensabkommen von Dayton steckt.

Die Bürgerplattform am Scheideweg

Polens Politik nach Donald Tusk

Die Berufung von Donald Tusk in das Amt des EU-Ratspräsidenten steht für einen Epochenwechsel in der polnischen Politik. Fünfundzwanzig Jahre nach der demokratischen Wende und zehn Jahre nach dem EU-Beitritt wurde ein Pole in eines der wichtigsten EU-Ämter gewählt. Dies ist nicht nur ein großer Erfolg für Polen, sondern auch für die regierende Bürgerplattform (PO) und für Donald Tusk persönlich.

Parlamentswahl in Schweden – Schwedendemokraten werden drittstärkste Kraft

Fredrik Reinfeldts Regierung abgewählt

Fredrik Reinfeldts bürgerliche Partei Moderaterna muss nach acht Jahren ihre Regierungsverantwortung abgeben. Die Sozialdemokraten gehen als stärkste Partei aus der Wahl am 14. September 2014 hervor. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten konnten ihre Stimmen mehr als verdoppeln und ziehen als drittstärkste Kraft in den schwedischen Reichstag ein, während die Feministisk Initiativ knapp an der 4% Hürde scheiterte.

Kraft und Flexibilität für eine gute Demokratie

Ausschnitt aus Diálogo Político 1 | 2014

CARLOS CASTILLO Redaktionsleiter der Cooperación Institucional, Fundación Rafael Preciado Hernández, wo er auch Leiter der Zeitschrift Bien Común ist. Autor des Buches Cartas a un joven panista (2014), Zusammensteller von La experiencia del PAN en el gobierno. Von 2008 bis 2012 war er Direktor der Zeitschrift La Nación, dem offiziellen Nachrichtenorgan der PAN, und von 2006 bis 2007 war er Direktor für politische Analyse und Kultur in der Abteilung für Reden der Präsidentschaft der Republik in Mexiko.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 110 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den "Länderberichten" bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.