Diskussion

Çalışmak istiyoruz - wir wollen arbeiten: Frauen als Unternehmerinnen in der Türkei und in Deutschland

Podiumsdiskussion

Details

Das Bild der türkischen Frau ist in Deutschland oft negativ und klischeehaft besetzt.

Tatsächlich gibt es in den wenig entwickelten südöstlichen Regionen der Türkei, wo heute noch große Armut herrscht, Frauen, die keine Schule besuchen und keinen Beruf ausüben.

Im Westen der Türkei und insbesondere in den Städten, ist der Anteil berufstätiger Frauen jedoch hoch.

Auch Selbständigkeit ist für Frauen in der modernen Türkei kein Fremdwort. Und der wichtigste türkische Unternehmerverband wird heute von einer Frau geleitet.

Doch aktuelle Analysen zeigen, dass unter der AKP-Regierung seit 2002 der Einfluss von Frauen systematisch zurückgedrängt wird. Bitter vermerkt der türkische Politikwissenschaftler Soner Cagaptay (s. links "Zum Thema") , dass sich die Türkei in der Frage der Gleichberechtigung der Geschlechter von den europäischen Werten entfernt und damit selbst neue Hürden auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft aufbaut. Nur ein Viertel der türkischen Frauen ist in Beschäftigungsverhältnissen, während die Lissabon-Strategie der EU für die Türkei 2010 einen Anteil von 60 Prozent gefordert hatte. Auf dem Geschlechter-Ungleichheits-Index des Word Economic Forums rangiert die Türkei daher unter 128 Ländern nur auf Rang 123.

Doch auch in Deutschland stehen Frauen, die sich beruflich engagieren möchten, vor großen Herausforderungen, wie dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dem Kampf gegen ungleiche Bezahlung. Obwohl fast 30 Prozent aller Selbständigen in Deutschland Frauen sind, liegt der Anteil der Selbständigen bei den erwerbstätigen Frauen nur etwa halb so hoch wie bei den Männern.

Mit türkischen und deutschen Unternehmerinnen möchten wir vor diesem Hintergrund über die Lage und Rolle der Unternehmerinnen in beiden Ländern sprechen:

Zu der Podiumsdiskussion zum Thema „Frauen als Unternehmerinnen in der Türkei und in Deutschland“

laden wir Sie herzlich ein!

Bitte melden Sie sich unter anmeldung-berlin@kas.de oder per Fax unter 030/26996-3217 an.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Programm

18:30 Uhr

Begrüßung:

Frank Spengler, Stv. Hauptabteilungsleiter Internationale Zusammenarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung

18:45 Uhr

Podiumsdiskussion

Moderation: Emine Demirbüken-Wegner, MdA; CDU; Mitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin

20.30 Uhr

Empfang

Die Veranstaltung wird simultan deutsch-türkisch übersetzt

Anmeldung zur Veranstaltung:

anmeldung-berlin@kas.de

Anmeldekarte

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Veranstaltungsort

Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin

Publikation

Unternehmerinnen in der Türkei und Deutschland
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