Vortrag

DDR – Alltag in einer Diktatur

Vortrag mit Dr. Hubertus Knabe und „Mythos DDR“-Ausstellung in Langenhagen

Aktueller Hinweis

Sämtliche öffentlichen Präsenzveranstaltungen finden aufgrund der aktuellen Situation bis Ende Mai nicht statt oder werden wenn möglich in digitalen Formaten umgesetzt.
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Details

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Langenhagen. Im Rahmen der Reihe „30 Jahre Friedliche Revolution 1989 - 2019“ findet der Vortrag in der VHS Langenhagen statt. Mit der Veranstaltung wird auch die Ausstellung „Mythos DDR“ Vorort eröffnet.
Basierend auf den Inhalten des Internetportals www.ddr-mythen.de erstellte die Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands die Ausstellung "DDR: Mythos und Wirklichkeit". Die Präsentation soll das Bewusstsein für die jüngere deutsche Geschichte stärken und damit ermöglichen, aktuelle politische Entwicklungen besser einschätzen zu können. Es handelt sich um eine von der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. gemeinsam mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e. V. konzipierte Wanderausstellung.

Hinweis: Eine Besichtigung der Ausstellung in der VHS Langenhagen ist den gesamten Oktober über möglich.
Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. Bitte orientieren Sie sich an den Öffnungszeiten.

Programm

Eröffnung und Begrüßung:

Christoph Bors

Leiter Politisches Bildungsforum Niedersachsen
Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.


Einführung in das Thema und Moderation:

Dr. Annette von Stieglitz

Leiterin VHS Langenhagen


Vortrag:

„Mythos DDR – Über das Schönreden der SED-Diktatur“

Dr. Hubertus Knabe

Historiker
Ehem. Leiter Stasi-Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen


anschl. Empfang und Rundgang durch die KAS-Ausstellung „Mythos DDR“

Zum Referenten

Dr. Hubertus Knabe Hubertus Knabe, geb. 1959, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Bremen. Von 1983 bis 1985 war er Pressesprecher der Fraktion der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft. Anschließend absolvierte er mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes einen zweijährigen Forschungsaufenthalt im damals noch kommunistischen Budapest. Ab 1987 förderte das Evangelische Studienwerkes Villigst seine wissenschaftliche Arbeit mit einem Promotionsstipendium. Zugleich arbeitete er als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen. Er unterstützte in dieser Zeit ostdeutsche Oppositionelle, weshalb er vom Staatssicherheitsdienst überwacht wurde und Einreiseverbot in die DDR hatte.
1988 wurde Hubertus Knabe als Studienleiter an die Evangelische Akademie Berlin (West) berufen. Dort führte er zahlreiche Tagungen und Veranstaltungen zur DDR durch, darunter 1989 die erste Lesung Walter Jankas aus seinem Buch „Schwierigkeiten mit der Wahrheit“ im Westteil Berlins.

1990 wechselte Knabe zum Rowohlt Verlag. Dort war er bis 1991 Mitherausgeber der Taschenbuchreihe „rororo aktuell“ und Verantwortlicher Sachbuchlektor des Rowohlt Berlin Verlags. Unter seiner Verantwortung erschienen unter anderem die Bücher von Joachim Gauck „Die Stasi-Akten. Das unheimliche Erbe der DDR“, David Gill und Ulrich Schröter, „Das Ministerium für Staatssicherheit. Anatomie des Mielke-Imperiums“, Joachim Walther „Protokoll eines Tribunals. Die DDR-Schriftstellerausschlüsse 1979“ und Chaim Noll „Nachtgedanken über Deutschland“.

Der Fachbereich Politische Wissenschaft der Freien Universität Berlin verlieh Hubertus Knabe 1991 die Doktorwürde. Das Thema seiner Dissertation lautete: „Möglichkeiten und Grenzen der Problemartikulation in sozialistischen Systemen. Eine vergleichende Analyse der Umweltdiskussion in der DDR und Ungarn“. Unter dem Titel „Umweltkonflikte im Sozialismus“ erschien die Arbeit auch als Buch.
1992 ging Hubertus Knabe in die Forschungsabteilung der neu gegründeten Stasi-Unterlagen-Behörde. Dort war er Leiter des Fachbereiches zur wissenschaftlichen Erforschung von Struktur, Methoden und Wirkungsweise des DDR-Staatssicherheitsdienstes sowie Leiter der Arbeitsgruppe Opposition und Widerstand. Zu seinen Mitarbeitern gehörten unter anderem die ehemaligen DDR-Oppositionelle Jürgen Fuchs, Bernd Eisenfeld und Thomas Auerbach. Von 1993 bis 1996 war Knabe Dozent an der Universität Ljubljana. Im Auftrag des Deutschen Bundestages untersuchte er anschließend an der Stasi-Unterlagen-Behörde die West-Arbeit des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Er veröffentlichte dazu mehrere umfangreiche Werke, darunter „Die unterwanderte Republik. Stasi im Westen“ (siehe Veröffentlichungen).
Im Jahr 2000 berief der Stiftungsrat der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Hubertus Knabe zum Gründungsdirektor der Gedenkstätte im früheren zentralen Stasi-Gefängnis. Dort konzipierte und realisierte er den musealen Rundgang für die Besucher, den denkmalgerechten Umbau des Gefängnisses und die Dauerausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen“. 18 Jahre lang verantwortete er das Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Forschungsprogramm, sorgte für eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, realisierte zahlreiche Drittmittelprojekte und entwickelte eine enge Zusammenarbeit mit Erinnerungsorten auf der ganzen Welt. Die Zahl der Besucher der Gedenkstätte erhöhte sich unter Knabes Leitung von ca. 60.000 auf annähernd 450.000 pro Jahr. Für seine Arbeit wurde er 2009 von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Im September 2018 kündigte ihn der Vorsitzende des Stiftungsrates der Gedenkstätte, der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke).

Hubertus Knabe veröffentlichte mehrere grundlegende Werke zur Nachkriegs- und DDR-Geschichte, darunter „Der Diskrete Charme der DDR. Stasi und Westmedien“, „17. Juni 1953. Ein deutscher Aufstand“, „Tag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland“, „Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur“, und „Honeckers Erben. Die Wahrheit über die Linke“.

(Quelle: www.hubertus-knabe.de)

Anmeldung und Hinweise

Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an info@vhs-langenhagen.de.

Es wird kein Tagungsbeitrag erhoben. Sie erhalten keine schriftliche Anmeldebestätigung. Fahrt- und Parkkosten können nicht erstattet werden.

Die Veranstaltung wird multimedial begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Foto- und Filmmaterial von den Teilnehmern zeitlich unbegrenzt für online und Print erstellte Veranstaltungsberichte, Jahresberichte, Jahresprogramme und Einladungen durch die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. für Zwecke der Presse und Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden darf.

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Rückmeldungen/Feedback

Anregungen, Lob und Kritik können Sie gerne nach der Veranstaltung an das Politische Bildungsforum Niedersachsen richten:

kas-niedersachsen@kas.de oder an feedback-pb@kas.de

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Veranstaltungsort

VHS Langenhagen, >vhs Treffpunkt<
Konrad-Adenauer-Straße 17,
30853 Langenhagen
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  • Dr. Hubertus Knabe
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