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Europa entdeckt seine Einheit?

35 Jahre Einheitliche Europäische Akte und 20 Jahre Vertrag von Nizza

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Europaflagge Pixabay
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Sowohl die Einheitliche Europäische Akte aus dem Jahr 1986 als auch der Vertrag von Nizza des Jahres 2001 waren Meilensteine der Europäischen Integration und es kann durchaus nicht schaden, im Zuge der aktuellen Herausforderungen der EU wie dem Brexit, der Frage nach der Rechtsstaatlichkeit einiger Mitgliedsstaaten oder der Corona-Pandemie an das zu erinnern, was in den vergangenen Jahrzehnten auf europäischer Ebene erreicht wurde.

Dieses Erreichte ist durchaus fragil. Der Anfang der Pandemie hat uns einerseits mit den Grenzschließungen und nationalen Alleingängen vor Augen geführt, wie zerbrechlich vermeintliche Selbstverständlichkeiten in Europa sind. Andererseits hat die Einigung auf europäischen Hilfsfond zum Wiederaufbau Hoffnung auf gemeinsames Handeln der EU geweckt. Wir haben uns daher die Frage gestellt, was die Europäische Union in Innersten zusammenhält und wohin sie sich künftig entwickeln wird. Zu Gast waren Dr. Hardy Ostry, Leiter des Europabüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brüssel, und Dr. Christian Wenkel, Historiker an der Universität von Artois.

Zu Beginn hat Christian Wenkel einen Abriss über die Geschichte hinter der Einheitlichen Europäischen Akte und dem Vertrag von Nizza gegeben. Herr Wenkel ist Zeithistoriker und studierte Geschichte, Philosophie und Neuere Literatur an den Universitäten Mainz und Dijon. Er promovierte anschließend in Paris und München mit einer Arbeit über die Beziehungen Frankreichs zur DDR. Danach war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für politische Studien in Paris, am Deutschen Historischen Institut in Paris und Wissenschaftlicher Koordinator des Exzellenzlabors „Eine neue Geschichte Europas schreiben“ an der Universität Paris-Sorbonne. Zurzeit ist er Maître de conférences an der Universität von Artois. Er ist also Experte für deutsch-französische Beziehungen und für die Geschichte der Europäischen Integration.

 

Programm

Dr. Hardy Ostry

Dr. Hardy Ostry hat Katholische Theologie, Germanistik und Politikwissenschaften in Trier und Jerusalem studiert. Nach dem Abschluss seiner Promotion am Lehrstuhl für Neuere Geschichte / Internationale Beziehungen an der Universität der Bundeswehr, Neubiberg, begann er seine Tätigkeit für die Internationale Zusammenarbeit der KAS, zunächst in Benin und in Tunis sowie später als Leiter des Regionalprogramms Nahost / Mittelmeer der KAS. Bevor er im September 2012 die Leitung des Büros in Tunis mit Zuständigkeit für Algerien und Libyen übernahm, war er von Februar 2008 bis Juni 2012 als Abteilungsleiter für das Team Afrika / Naher Osten des EIZ zuständig. Seit Januar 2017 leitet er das Europabüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brüssel.

Dr. Christian Wenkel

Dr. Christian Wenkel studierte Geschichte, Philosophie und Neuere Literatur an den Universitäten Mainz und Dijon. Er promovierte anschließend am Institut d’études politiques de Paris und an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit über die Beziehungen Frankreichs zur DDR. Danach war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut d’études politiques in Paris, am Deutschen Historischen Institut in Paris und Wissenschaftlicher Koordinator des Exzellenzlabors „Écrire une nouvelle histoire de l’Europa“ (Eine neue Geschichte Europas schreiben) an der Universität Paris-Sorbonne (2016-2017). Zurzeit ist er Maître de conférences an der Universität von Artois.

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Referenten

  • Dr. Hardy Ostry
    • Dr. Christian Wenkel
      Kontakt

      Stefan Schubert

      Stefan Schubert

      Referent Regionalbüro Südbaden des Politischen Bildungsforums Baden-Württemberg

      stefan.schubert@kas.de +49 761 1564807-3
      Kontakt

      Anna Boricheva

      Anna Boricheva

      Sachbearbeiterin Regionalbüro Südbaden des Politischen Bildungsforums Baden-Württemberg

      anna.boricheva@kas.de +49 761 1564807-3

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