Ausstellung

Konrad Adenauer: Mensch – Politiker - Staatsmann

Die Ausstellung zeigt drei Facetten des ersten Bundeskanzlers: Als Politiker ist er auf Wahlplakaten zu sehen, als Staatsmann zeigen ihn Fotos aus seinem Feriendomizil Cadenabbia und schließlich der Mensch Adenauer in den Portraits von Helga Tiemann.

Details

Zwischen 10 und 18 Uhr ist die Ausstellung täglich bis zum 5. Januar 2008 geöffnet. Im Folgenden finden Sie drei kurze Einführungstexte zu den Bestandteilen der Ausstellung.

Adenauer im Portrait - Helga Tiemann

Helga Tiemann gehört zu den wenigen Künstlern, denen Konrad Adenauer Modell saß. Die Bildergalerie ist eine Sonderpräsentation aus dem reichen Schaffen von Helga Tiemann, die in diesen Tagen ihren 90. Geburtstag begeht. 1917 in Remscheid geboren, blieb sie dem Portrait treu, zu dem sie sich schon in ihrer Studienzeit an den Akademien in

Köln und Berlin hingezogen fühlte. Ihre Karriere als gefragte Portraitistin begann dann in Köln und der nahen Bundeshauptstadt Bonn. Ihre Bilder von Kanzlern, Parlaments- und Ministerpräsidenten, prominenten Juristen

und Künstlern, Männern und Frauen der Wirtschaft und der Wissenschaft befinden sich heute in staatlichen und privaten Sammlungen. „Das Adenauer-Denkmal ist für mich der Höhepunkt meines künstlerischen Schaffens." Mit diesem Satz schließt Helga Tiemann ihre Erinnerungen, die in diesen Tagen als Buch unter dem Titel „Zwischen Kunst und Politik” erscheinen.

Adenauer als Staatsmann - Villa La Collina am Comer See

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In der Villa La Collina in Cadenabbia machte der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland seit 1959 offiziell Urlaub, tatsächlich aber gingen die Dienstgeschäfte munter weiter. Das Ersatzkanzleramt am Comer See funktionierte auch knapp achthundert Kilometer von Bonn entfernt reibungslos. Dass Adenauer die durchaus vorhandene Muße eines Urlaubsaufenthalts dazu nutzte, wichtige Probleme tiefer und mit Ruhe zu durchdenken, wichtige Gäste aus dem Ausland zu empfangen und auch manchen überraschenden Entschluss zu fassen, hat die Faszination von Ort und See eher noch verstärkt. Es lag auf der Hand, dass 1977, als die Villa La Collina zum Verkauf stand, die Konrad-Adenauer-Stiftung das Urlaubsdomizil ihres Namensgebers erwarb. Damit verband sich ein Stück Denkmalspflege, aber nicht minder auch eine Chance, im Geiste Konrad Adenauers an einem Ort fortwirken zu können, der wie kaum ein anderer innere Einkehr und Intensität des gemeinsamen Gesprächs ermöglicht. Als internationales Konferenzzentrum, als europäische Begegnungsstätte, als Kreativwerkstatt für Literaten und Künstler und nicht zuletzt als Tagungshaus hochkarätiger Expertenrunden ist die Villa La Collina längst ein nicht mehr hinweg zu denkender Teil der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Adenauer als Politiker - Politische Plakate von 1946 bis 1965

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Vom Beginn des demokratischen Neuanfangs an engagiert sich die CDU für eine grundlegende Modernisierung

der deutschen Gesellschaft. Sie entwickelt politische Leitvorstellungen, die sie nach der Gründung der Bundesrepublik

Deutschland – mit Konrad Adenauer an der Spitze – in die grundlegenden innen- und außenpolitischen Weichenstellungen des jungen Staates umsetzt. Diese Weichenstellungen tragen wesentlich dazu bei, dass auf den Trümmern des Weltkrieges eine überaus erfolgreiche und geachtete Demokratie begründet wird, der Rechtsstaat wiederhergestellt wird und eine der

wohlhabendsten Gesellschaften der Welt entsteht. Dabei theamtisieren die ausgestellten Plakate nicht nur die Erfolge der CDU, sondern nutzen auch immer wieder das Konterfei Adenauers, um ihre Botschaft an die Wähler zu transportieren.

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Veranstaltungsort

Steigenberger Grand Hotel Petersberg, 53639 Königswinter