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KAS COLOMBIA

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Weltweite Unordnung - Postpandemie oder Transition?

Buchvorstellung

Am 10. August 2022 fand die Präsentation der Publikation “Desorden mundial ¿Pospandemia o transición?” (Weltweite Unordnung - Postpandemie oder Transition?), statt; die Publikation entstand im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Konrad-Adenauer-Stiftung KAS Kolumbien und der Organisation zur Regionalen Koordination für Wirtschaftliche und soziale Forschung CRIES.

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Eröffnet wurde die Veranstaltung mit den Grußworten des Repräsentanten der Konrad-Adenauer-Stiftung, Stefan Reith, der die Bedeutung solcher pluralistischer Diskussionsräume betonte, in denen über aktuelle nationale und internationale Themen gesprochen werde. Weiterhin dankte er der Organisation CRIES für die Begleitung des Prozesses und den Autoren und Herausgebern des Buches für ihre wertvollen Beiträge. 

Auch der Direktor des CRIES, Andrés Serbin bedankte sich bei der KAS für die langjährige Zusammenarbeit und betonte, dass sich das internationale politische System momentan in einer komplizierten Übergangsphase befinde, die durch Unsicherheit und offene Fragen geprägt sei und die Beziehungen zwischen den einzelnen Staaten belaste. Daher stelle die vorliegende Publikation einen wichtigen kritischen Beitrag zu internationalen Analysen über die aktuelle Situation dar, die durch die Folgen der Pandemie des COVID-19 geprägt sei.

Der Dekan der Fakultät für Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen der Universidad Javeriana, Sebastián Líppez gab eine kurze Einführung in den Inhalt der Publikation; dabei betonte er, dass das Werk ein Produkt der Zusammenarbeit zwischen mehreren Institutionen sei und eine Analyse der internationalen, regionalen und lokalen Situation nach der Pandemie beinhalte.  

Der Professor der Universidad Javeriana und Mitherausgeber des Buches, Eduardo Pastrana dankte allen Beteiligten, die an der Publikation mitgearbeitet haben; die Analyse beinhalte die kurz- und mittelfristigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie auf globaler, regionaler und nationaler Ebene.  

Eine Gruppe ausgewählter Akademiker habe Beiträge zu folgenden Themenbereichen geliefert: die Strategien der großen Potenzen zur Eindämmung der globalen Regierungskrise; die Probleme in Lateinamerika und der Karibik, die durch die Krise des Regionalismus noch verschärft wurden und die speziellen Herausforderungen und Risiken Kolumbiens im Rahmen eines delikaten Friedensprozesses und sozialer Unruhen.

Der Mitherausgeber Eduardo Velosa betonte, dass in der Publikation Antworten auf die Unsicherheit gesucht werden sollten, die durch die Pandemie hervorgerufen wurde; auch nannte er andere Vorkommnisse, die im XX. und Anfang des XXI. Jahrhunderts zu Katastrophen geführt haben.  

Es folgte eine Panel-Diskussion mit einigen Autoren über ihre jeweiligen Kapitel; an dem Panel nahmen teil, der Koordinator des CRIES, Andrés Serbín; die Forscherin und Workshop- Leiterin des Observatoriums für den Frieden, Mery Rodríguez Arias;  die Professorin der Universidad Javeriana, Diana Andrea Gómez Díaz; der Professor der Abteilung für Internationale Beziehungen derselben Universität, Eduardo Velosa und der Professor der Fakultät für Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen,  Eduardo Pastrana.

Die Diskussion drehte sich zunächst um die Frage, ob die Weltordnung im Moment multipolar oder lediglich bipolar sei und wie eine unipolare Ordnung vermieden oder überwunden werden könne, ob ein Krieg zwischen China und den USA möglich sei, wie weit die militärische Kapazität Chinas reiche und wie weit die technische Überlegenheit dieser östlichen Macht gegenüber ihren westlichen Konkurrenten reiche. Weiterhin sprach man über die Annäherung vieler Länder an die Volksrepublik und die Fehler, die Kolumbien in seinen diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu diesem Land begangen hat. Auch ging man auf die Bedeutung Kolumbiens für China ein, aufgrund seiner geografischen Lage, seiner Geschichte und seiner Kultur.  

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch über die Gefahren des “totalen Friedens” diskutiert, den die neue Regierung mit Guerilla und kriminellen Banden schließen will, unabhängig davon ob sie einen politischen Hintergrund haben oder sich lediglich auf Drogenhandel und Entführungen konzentrieren.

Weiterhin sprach man über die Rolle der Institutionen bei der Friedenskonstruktion als Projekt des Staates und der Nation, das eine ernsthafte Kooperation und Bemühungen aller Teile der Staatmacht erfordere. Die wichtigsten Punkte für die Umsetzung des Friedensabkommens seien eine effiziente und umfassende Agrarreform, um der Bedeutung der ländlichen Regionen im bewaffneten Konflikt Rechnung zu tragen; außerdem sollte die kulturelle Vielfalt Kolumbiens als Ausdruck des Zusammenhalts der Bevölkerung und die Bedeutung der Wirtschaft für die Friedenskonstruktion in den Regionen berücksichtigt, die Sicherheit garantiert und die Korruption bekämpft werden.   

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