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Veranstaltungsberichte

Exkursion nach Worpswede anlässlich des 150. Geburtstags von Paula Modersohn-Becker

von Alina Warrelmann

Im Rahmen einer Exkursion zu Paula Modersohn-Becker besuchte die KAS Bremen am 28. Juli 2026 Worpswede. Begleitet wurde die Exkursion von Daniela Platz. Sie ist die Urenkelin des Künstlers Heinrich Vogeler und kann dadurch nicht nur fachkundige Einblicke vermitteln, sondern auch persönliche Bezüge zur Geschichte der Künstlerkolonie herstellen.

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Im Mittelpunkt der Exkursion stand das Leben und Wirken der Malerin Paula Modersohn-Becker. Bereits zu Beginn erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über ihren Lebensweg. Im Jahr 1897 zog Paula Modersohn-Becker nach Worpswede, um Künstlerin zu werden. Obwohl sie in einer Zeit lebte, in der Frauen keinen wirklichen Zugang zur Kunstwelt hatten, tat Paula Modersohn-Becker alles, um für ihre künstlerische Entwicklung einzustehen. Sie gilt bis heute als eine der bedeutendsten Künstlerinnen der frühen Moderne.

Nach der Ankunft in Worpswede besuchte die Gruppe zunächst die Grabstätte von Paula Modersohn-Becker und ihrem Ehemann Otto Modersohn. Paula Modersohn-Becker lernte Otto Modersohn im Jahr 1899 in Worpswede kennen.

Die Teilnehmenden erfuhren von der engen Freundschaft zwischen Paula Modersohn-Becker und Clara Westhoff. Clara Westhoff war Bildhauerin. Ein Beruf, der damals überwiegend Männer vorbehalten war. Dennoch setzte Clara Westhoff sich erfolgreich in diesem Bereich durch.

Bewegend war die Schilderung von Paula Modersohn-Beckers letzten Lebensjahren. Ein großer Wunsch der Künstlerin war es, Mutter zu werden. Dieser Wunsch erfüllte sich im Jahre 1907. 18 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde starb sie jedoch im Alter von nur 31 Jahren an den Folgen einer Lungenembolie. Ihre letzten überlieferten Worte „Schade“ verleihen ihrem kurzen Leben eine besondere tragische Note.

Das Atelier von Paula Modersohn-Becker im Brünjeshof konnte lediglich von außen in Augenschein genommen werden. Nach ihrer ersten und zugleich letzten Ausstellung in Bremen im Jahr 1899 durfte über viele Jahre niemand mehr das Atelier betreten. Dadurch blieben zahlreiche ihrer Werke lange Zeit unentdeckt.

Daniela Platz berichtete, dass sich Paula Modersohn-Becker bei ihren Porträits von ägyptischen Totenmasken inspirieren ließ. Ihre Bilder stellen Frauen als eigenständige und selbstbewusste Persönlichkeiten dar, sie zeigen Frauen, Mütter oder Kinder, die in ihrer Realität gezeigt werden. Die Gesichter sind häufig nicht erkennbar gemalt oder die Objekte sind unproportional. Paula verzichtete auf eine idealisierte Darstellung. Vor allem Kinder stellte sie nicht verniedlichend dar, sondern mit einer bemerkenswerten Ernsthaftigkeit. Auch ihre Farb- und Formgestaltung orientierte sich stärker an ihrem persönlichen künstlerischen Ausdruck als an den Regeln der akademischen Malerei.

Das wurde bei der letzten Station der Führung bestätigt. Das Museum am Modersohn-Haus vermittelte einen umfassenden Einblick in das Schaffen von Paula Modersohn-Becker. Darüber hinaus wurde das Leben und Werk ihres Ehemanns Otto Modersohn, seine bekannten Moor- und Torflandschaften, sowie die Gemälde von Heinrich Vogeler vorgestellt.

Den Abschluss der Exkursion bildete eine gemeinsame Einkehr im „Restaurant zum Hemberg“, wo bei Kaffee und Kuchen sich die Gelegenheit bot, die zahlreichen Eindrücke des Tages noch einmal gemeinsam Revue passieren zu lassen.

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Kontakt Dr. Ralf Altenhof
Dr. Ralf Altenhof
Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Bremen
ralf.altenhof@kas.de +49 421 163009-0

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Über diese Reihe

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