Veranstaltungsberichte

Fortbildung zum Humanismus speziell für indigene Führungskräfte

von Eduardo Walsh

Die Fortbildungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung zu eben diesem Thema begann mit einem ersten Wochenende vom 16. bis zum 18.

Ein Seminar, das zum Ziel hat eine Gemeinschaft aus politischen und indigenen Führungskräften zu entwickeln und die politische Partizipation zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk wurde auf politische Organisation, politische Führung auch in Bezug auf Wahlen gelegt. Dabei wurden all die Themen aus der demokratischen und humanistischen Perspektive betrachtet und zudem Werte wie Solidarität und Gleichberechtigung miteingeschlossen.
Die Fortbildungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung zu eben diesem Thema begann mit einem ersten Wochenende vom 16. bis zum 18. August und wird im Laufe der nächsten vier Wochenenden bis zum 14. September fortgesetzt.

Die Teilnehmer aus den indigenen Gemeinschaften kamen in der Hauptstadt Michoacan´s, Morelia mit dem Ziel zusammen zu lernen, wie es möglich ist, sich in den Dörfern und Gemeinschaften effizienter zu organisieren und um die anderen Gemeinschaften kennen zu lernen. Die Workshop Reihe dreht sich rund um Themen wie humanistische Philosophie, die Einführung von Normen, die die indigenen Kommunen schützen, und soziale Ungleichheit. Außerdem wird über die Umwelt, Wirtschaft, genau wie Werkzeuge der Kommunikation für die Teilnehmer, damit diese ihre Dörfer besser anleiten können.

Geschichte und mexikanische Identität

Der erste Referent, Carlos Astudillo, Direktor des Vereins Cultura Humanística, berichtete über Geschichte der Eroberung und Kolonialisierung in Amerika. Während seiner Präsentation wurde vor allem die Wichtigkeit des Wissens um die wirkliche Geschichte hervorgehoben. Diese weicht oft von der offiziellen Version ab, da es einfach ist letztere zu legitimieren.

Soziale und ökonomische Konditionen der indigenen Kommunen in Mexiko

Im Rahmen der zweiten Präsentation sprach Jorge Tinajero, Professor der Universität Vasco de Quiroga, über die unterschiedlichen Kriterien, die aktuell verwendet werden um die indigenen Kommunen einzuordnen. Dazu gehören die Sprache, das Gebiet, in dem sie wohnen, die wirtschaftliche Lage, ihre Traditionen und vieles mehr. Hinzu kommt, dass nicht klar ist, wie viele Indigene genau in Mexiko leben. Das führt dazu, dass die Programme der Regierung und Organisationen nicht die Wirkung haben, die sie haben sollten. 

Zum Abschluss des ersten Wochenendes berichtete Andres Jouannet, Professor der Universität Chile und internationaler Berater der KAS, über die aktuellen Charakteristika in der Welt (Technologie, politische Situation, Umwelt, Digitalisierung und allgemeine Konflikte) und darüber wie die indigenen Kommunen daran teilhaben sollten. Er gab Lösungsmöglichkeiten und zeigte gelungene Beispiele.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung versucht im Rahmen dieser Fortbildungen die Inklusion der indigenen Bevölkerung voranzutreiben. Aus diesem Grund arbeitet sie mit Indigenen Führungskräften in unterschiedlichen Ländern Lateinamerikas. Mittlerweile fand mit ähnlich interessanten und wichtigen Themen auch schon das zweite Wochenende der Fortbildungsreihe statt. Wir bedanken uns für die Mühen aller Beteiligten und den Austausch der Erfahrungen und Ideen.
 

Mit der Hilfe von Katharina Paar.
Ansprechpartner

Eduardo Walsh

Eduardo Walsh

Projektmanager

eduardo.walsh@kas.de +52 55 5566 4599

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

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Herausgeber

Jatziry Herrera