Veranstaltungsberichte

Fortbildungsveranstaltung zum Thema Klimapolitik

von Giovanni Burga

Workshop

In Chiles Hauptstadt Santiago de Chile wurde vom 05. bis 09. November 2018 die Fortbildungsveranstaltung zum Thema Klimapolitik durchgeführt. Dieses Event wurde vom Programm EKLA-KAS, OLADE, UNEP-DTU und dem Energieministerium von Chile organisiert.

Mit dem Workshop vor Ort schloss das virtuelle Programm ab, in welchem das Wissen über verschiedene Bereiche lateinamerikanischer Umweltpolitik vermittelt worden war. Dies reichte von grundlegenden Konzepten, wie den Richtlinien des Pariser Abkommens, bis hin zu der Ausarbeitung und Umsetzung von NAMAs (Nationally Appropriate Mitigation Actions). Letztere waren eines der Hauptthemen des Workshops. Es wurden auch praktische Beispiele für MRV (Monitoring, Reporting, Verification) aufgezeigt, für Rechnungslegung und Offenlegung im Hinblick auf den Zugang zur Klimafinanzierung. Es ist zu betonen, dass man sich unter den Dozenten, Teilnehmern und Repräsentanten des Energieministeriums von Chile einig darüber war, dass die Klimafinanzierung hilfreich aber nicht unerlässlich ist. Die meisten Anstrengungen sollten für die Förderung von Kapazitäten unternommen werden, was vom Programm EKLA noch weiterentwickelt werden sollte.

Der Workshop schloss mit der Präsentation der Gruppenarbeiten ab. Man hofft, dass sie in den Ursprungsländern der Teilnehmer umgesetzt werden können. Bei der Gruppenbildung wurde auf eine Repräsentation von verschiedenen Ländern geachtet, um so verschiedene Perspektiven für die Diagnose und Lösungsfindung zu ermöglichen. Es sollte die Gelegenheit für die Formulierung von Lösungsansätzen mit regionalem Fokus gegeben werden, da die Workshop-Teilnehmer immerhin aus 10 verschiedenen lateinamerikanischen Ländern stammten.

Die Themen der vorgestellten Projekte hatten den Fokus auf die Umsetzung von NAMAs. Dies ging vom Zugang zur Finanzierung bis hin zur Förderung der Herstellung und Nutzung von Biogas als eine NAMA-Maßnahme. Ebenso behandelte man das Potential für eine Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden und Industriebetrieben in öffentlicher Hand. Es wurde auch die ländliche Elektrifizierung auf Grundlage erneuerbarer Energien besprochen. Dies stellt ein Schlüsselelement dar für die Entwicklung von entlegenen Gemeinden. Und schließlich wurde die Elektro-Mobilität bei öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschlagen, sozusagen als erster Schritt hin zur verstärkten Nutzung von elektrischen Autos im privaten Gebrauch.

Ansprechpartner

Giovanni Burga

Giovanni  Burga bild

Projektkoordinator

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Über diese Reihe

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