KAS Colombia

Veranstaltungsberichte

Gemeinsam gegen die Pandemie “Deutscher Vorsitz im Europarat und Perspektiven einer Kooperation”

Am Donnerstag, dem 2. Juli 2020 fand eine virtuelle Diskussion über den deutschen Vorsitz im Europarat und seine Bedeutung für die deutsch-kolumbianische Zusammenarbeit in der aktuellen Coronakrise statt. Die Veranstaltung wurde von der Universidad del Rosario, der Tageszeitung El Tiempo und der Konrad-Adenauer- Stiftung Kolumbien (KAS) organisiert.
Aliados contra la pandemia “Presidencia alemana del Consejo Europeo y perspectivas de cooperación” KAS Colombia
Aliados contra la pandemia “Presidencia alemana del Consejo Europeo y perspectivas de cooperación”

Dabei sollten die Ansichten der wichtigsten Akteure der deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit bei der wirtschaftlichen Reaktivierung während und nach der Coronakrise vorgestellt werden. Teilnehmer waren die Botschafterin der Europäischen Union in Kolumbien, Patricia Llombart; der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kolumbien, Peter Ptassek; der Botschafter Kolumbiens in Berlin, Hans-Peter Knudsen sowie der Direktor für Europa im kolumbianischen Außenministerium, Guillermo Castro.

Als Vertreter der organisierenden Institutionen nahmen teil, der Repräsentant der KAS Kolumbien, Stefan Reith und der Rektor der Universidad del Rosario, Alejandro Cheyne. Diskutiert wurde über die Bedeutung des deutschen Ratsvorsitzes für die Europäische Union und die Chancen einer internationalen Zusammenarbeit.

Zunächst begrüßten Alejandro Cheyne und Stefan Reith die Diplomaten und bedankten sich für ihre Teilnahme. Dabei betonte Cheyne den vorbildlichen Umgang der deutschen Regierung mit der Krise des COVID-19. Weiterhin sei eine internationale Kooperation für die erfolgreiche Reaktivierung der Wirtschaft unabdingbar. Daher forderte er die Teilnehmer auf, darüber nachzudenken wie die Beziehungen zwischen den verschiedenen Ländern während der weltweiten Pandemie aussehen könnten. Stefan Reith betonte die Notwendigkeit den Multilateralismus aufrechtzuerhalten und die Beziehungen zwischen Lateinamerika und der Europäischen Union zu festigen.

Frau Llombart eröffnete die Diskussion mit einer Beschreibung der Europäischen Union, die sie als wichtigen wirtschaftlichen Akteur auf globaler Ebene bezeichnete und der sich momentan großen sozialen und politischen Herausforderungen gegenübersehe; die Überwindung dieser Probleme sei die wichtigste Aufgabe zu Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft. Es bedürfe einer starken Führung um den nötigen Zusammenhalt im Rahmen des Multilateralismus und der internationalen Zusammenarbeit zu erreichen.  Weiterhin betonte sie die Führungsrolle Angela Merkels bei der Überwindung der aktuellen Krise. Für die Europäische Union sei die wirtschaftliche Erholung Lateinamerikas eine wichtige Aufgabe, ebenso wie die Unterstützung im Bereich Frieden, Demokratie und wirtschaftlicher Aufschwung.

In seinem Beitrag betonte Peter Ptassek es müsse nach dem Solidaritätsprinzip gehandelt werden, um die Chancen einer Kooperation voll auszunutzen und die Folgen der Krise auf die Weltwirtschaft und die internationale Politik zu überwinden. Dabei ging er auch auf die Bemühungen Kolumbiens ein, die Krise durch eine gezielte Lokalpolitik zu bewältigen.

Guillermo Castro hob die Bedeutung der deutschen Kooperation für Kolumbien in Krisenzeiten hervor und erwähnte die zahlreichen Materialspenden aus Deutschland sowie die Beratung durch deutsche Experten in der venezolanischen Grenzregion. Die deutsche Ratspräsidentschaft sei vor allem für die Zusammenarbeit in Bereichen wie Umweltschutz und Klimawandel wichtig.

Nach Ansicht von Alejandro Cheyne habe die aktuelle Krise einen komplizierten Weg vorgegeben, der aber durch Solidarität, Gemeinnützigkeit und internationale Zusammenarbeit überwunden werden und zu einer wirtschaftlichen Erholung führen könne. Der kolumbianische Botschafter in Deutschland, Hans-Peter Knudsen sah die Aufgabe Deutschlands darin, die Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union zu fördern und die Verbindung zwischen Europa und Lateinamerika zu stärken, wobei die traditionell guten Beziehungen zu Kolumbien fundamental sein werden. 👇

Ansprechpartner

María Paula León

María Paula  León bild

Projektkoordinatorin

Maria-Paula.Leon@kas.de +57 1 74309 47-204

Über diese Reihe

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