Veranstaltungsberichte

Huanuco, Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

von Giovanni Burga

Regionale Seminar zum Thema nachhaltige Entwicklung

Huanuco ist eine Region im Zentrum der Anden Perus, auch bekannt als „Eingang zum Urwald“. Dies liegt an seiner geografischen Nähe zu den höhergelegenen Urwaldregionen. Wie das gesamte Amazonasgebiet leidet diese Region unter dem großen Problem der Entwaldung.

Allerdings existiert in Peru bereits Satellitentechnologie für die Überwachung und „frühzeitige Warnung“, um das Fortschreiten der Abholzung, des illegalen Bergbaus usw. einzudämmen. Doch Pedro Gamio, Direktor vom Netzwerk Erneuerbare Energie Peru berichtet, dass leider nicht das volle Potential dieser technischen Möglichkeiten ausgeschöft wird. Dies liegt an Interessenkonflikten, bei denen  häufig auch Korruption eine Rolle spielt.

Die Korruption ist das größte politische Problem im Land. Und dieses kann nur durch eine demokratische Gestaltung der Politik gelöst werden. Eine Stärkung der Institutionen und der Zivilgesellschaft fördere eine Ausformung der Politik nach ethischen Grundsätzen in allen Bereichen. So würde man sich auch an die Veränderungen und die unvorhersehbaren Katastrophen der heutigen Zeit anpassen können. Jorge Nieto, ehemaliger Verteidigungs- wie auch Kulturminister, fügte hinzu, dass hier die jungen Menschen eine entscheidende Führungsrolle übernehmen sollten.

Ana Maria Bernabel von der USMP, wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass eine geeignete Planung und Strukturierung des Territoriums erfolgt. Des Weiteren muss in Produktionstätigkeiten investiert werden, die nach dem Kriterium ausgewählt wurden, dass sie im Sinne der Nachhaltigkeit den höchsten Nutzen für die Gemeinden bewirken. Hinsichtlich der Planungskriterien für die Durchführung von Projekten, hat die Kosten-Nutzen-Bewertung im Hinblick auf die Energiewende zu erfolgen. Dies ist ein zentrales Thema der Seminare „Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“, denn jeder geografische Raum hat unterschiedliche Potentiale (Wind, Sonne, Biomasse, etc.), sowie menschliche und technologische Kapazitäten, um erneuerbare Energien zu erzeugen. Es ist eine große Bandbreite an Kombinationsmöglichkeiten gegeben, was analysiert werden muss. So gibt es zum Beispiel in Huanuco eine hervorragende Sonneneinstrahlung und optimale Wassereinzugsgebiete. Die Frage, die hier beantwortet werden muss: In welchen Bereich sollte man investieren?

Eines der größten Probleme in den Zentren der Städte ist die Mobilität. Angesichts dieser Problematik ist die Förderung der Nutzung von Fahrrädern eine weitreichend untersuchte Strategie. Diese erzielt in Städten anderer Länder bereits bemerkenswerte Erfolge. Allerdings ist der Prozentsatz von Fahrradfahrern in Peru noch sehr gering (0.08%). Dies liegt größtenteils an einer ungeeigneten Stadtplanung. Daher ist es notwendig, die grundsätzliche Ausrichtung der Stadtentwicklung komplett neu zu formulieren. An die Spitze der Pyramide sollte der Fußgänger gestellt werden, eine Stufe darunter der Radfahrer und erst in der folgenden Stufe der motorisierte Straßenverkehr. Darauf verwies Jessica Harte, Wissenschaftlerin und Planerin im Bereich Straßenverkehr.

Anschließend wurde eine offene Diskussion zwischen den Teilnehmern geführt. Und es wurde festgestellt, dass Huanuco vor allem unter folgenden Problemen leidet: der Abholzung, den Feststoffabfällen (durch die Nutzung von Kunststoffen und deren schlechter Endlagerung), dem Fehlen städtischer Grünflächen, einem hohen Verkehrsaufkommen sowie starker Wasserverschmutzung und Beeinträchtigungen optischer und akustischer Natur.

Die Teilnehmer, in ihrer Mehrheit Universitätsstudenten oder Mitglieder von Umweltschutzgruppen, verpflichteten sich hinsichtlich dieser Problematik allerdings zu folgenden Aktivitäten: Sie wollen die Gesellschaft für die Probleme sensibilisieren und Informationskampagnen durchführen (in Bezug auf die Reduzierung vom Gebrauch von Plastik, der Trennung von Abfall am Ort der Entstehung etc.). Außerdem wollen sie Empfehlungen aussprechen und Druck ausüben. Des Weiteren planten Sie, den Behörden Vorschläge zu unterbreiten im Hinblick auf die Abholung, das Recycling und die Endlagerung von Feststoffabfällen sowie die Aufbereitung von „Schmutzwasser“ (z.B. für die Bewässerung).

Huanuco ist eine Region im Zentrum der Anden Perus, auch bekannt als „Eingang zum Urwald“. Dies liegt an seiner geografischen Nähe zu den höhergelegenen Urwaldregionen. Wie das gesamte Amazonasgebiet leidet diese Region unter dem großen Problem der Entwaldung. Allerdings existiert in Peru bereits Satellitentechnologie für die Überwachung und „frühzeitige Warnung“, um das Fortschreiten der Abholzung, des illegalen Bergbaus usw. einzudämmen. Doch Pedro Gamio, Direktor vom Netzwerk Erneuerbare Energie Peru berichtet, dass leider nicht das volle Potential dieser technischen Möglichkeiten ausgeschöft wird. Dies liegt an Interessenkonflikten, bei denen  häufig auch Korruption eine Rolle spielt.

Die Korruption ist das größte politische Problem im Land. Und dieses kann nur durch eine demokratische Gestaltung der Politik gelöst werden. Eine Stärkung der Institutionen und der Zivilgesellschaft fördere eine Ausformung der Politik nach ethischen Grundsätzen in allen Bereichen. So würde man sich auch an die Veränderungen und die unvorhersehbaren Katastrophen der heutigen Zeit anpassen können. Jorge Nieto, ehemaliger Verteidigungs- wie auch Kulturminister, fügte hinzu, dass hier die jungen Menschen eine entscheidende Führungsrolle übernehmen sollten.

Ana Maria Bernabe von der USMP, wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass eine geeignete Planung und Strukturierung des Territoriums erfolgt. Des Weiteren muss in Produktionstätigkeiten investiert werden, die nach dem Kriterium ausgewählt wurden, dass sie im Sinne der Nachhaltigkeit den höchsten Nutzen für die Gemeinden bewirken. Hinsichtlich der Planungskriterien für die Durchführung von Projekten, hat die Kosten-Nutzen-Bewertung im Hinblick auf die Energiewende zu erfolgen. Dies ist ein zentrales Thema der Seminare „Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“, denn jeder geografische Raum hat unterschiedliche Potentiale (Wind, Sonne, Biomasse, etc.), sowie menschliche und technologische Kapazitäten, um erneuerbare Energien zu erzeugen. Es ist eine große Bandbreite an Kombinationsmöglichkeiten gegeben, was analysiert werden muss. So gibt es zum Beispiel in Huanuco eine hervorragende Sonneneinstrahlung und optimale Wassereinzugsgebiete. Die Frage, die hier beantwortet werden muss: In welchen Bereich sollte man investieren?

Eines der größten Probleme in den Zentren der Städte ist die Mobilität. Angesichts dieser Problematik ist die Förderung der Nutzung von Fahrrädern eine weitreichend untersuchte Strategie. Diese erzielt in Städten anderer Länder bereits bemerkenswerte Erfolge. Allerdings ist der Prozentsatz von Fahrradfahrern in Peru noch sehr gering (0.08%). Dies liegt größtenteils an einer ungeeigneten Stadtplanung. Daher ist es notwendig, die grundsätzliche Ausrichtung der Stadtentwicklung komplett neu zu formulieren. An die Spitze der Pyramide sollte der Fußgänger gestellt werden, eine Stufe darunter der Radfahrer und erst in der folgenden Stufe der motorisierte Straßenverkehr. Darauf verwies Jessica Harte, Wissenschaftlerin und Planerin im Bereich Straßenverkehr.

Anschließend wurde eine offene Diskussion zwischen den Teilnehmern geführt. Und es wurde festgestellt, dass Huanuco vor allem unter folgenden Problemen leidet: der Abholzung, den Feststoffabfällen (durch die Nutzung von Kunststoffen und deren schlechter Endlagerung), dem Fehlen städtischer Grünflächen, einem hohen Verkehrsaufkommen sowie starker Wasserverschmutzung und Beeinträchtigungen optischer und akustischer Natur.

Die Teilnehmer, in ihrer Mehrheit Universitätsstudenten oder Mitglieder von Umweltschutzgruppen, verpflichteten sich hinsichtlich dieser Problematik allerdings zu folgenden Aktivitäten: Sie wollen die Gesellschaft für die Probleme sensibilisieren und Informationskampagnen durchführen (in Bezug auf die Reduzierung vom Gebrauch von Plastik, der Trennung von Abfall am Ort der Entstehung etc.). Außerdem wollen sie Empfehlungen aussprechen und Druck ausüben. Des Weiteren planten Sie, den Behörden Vorschläge zu unterbreiten im Hinblick auf die Abholung, das Recycling und die Endlagerung von Feststoffabfällen sowie die Aufbereitung von „Schmutzwasser“ (z.B. für die Bewässerung).

Ansprechpartner

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Giovanni.Burga@kas.de +51 1 320 2870
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Über diese Reihe

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