Veranstaltungsberichte

KAS und Al-Haq - Lokales Engagement zur Friedensförderung in Kirkuk und Salah al-Din

Stärkung der Beteiligung junger Menschen zur Friedensförderung durch angemessenes soziales und politisches Engagement

KAS und Al-Haq veranstalten mehrere Workshops für Jugendliche in Kirkuk und Salah al-Din zum Thema Konfliktlösung und Friedensförderung

Heute gelten sowohl Kirkuk als auch Salah al-Din als ethnisch stark heterogene Städte im Irak. Die beiden Gouvernements beherbergen eine vielfältige Mischung von Ethnien und Glaubensrichtungen, darunter Araber, Kurden, Turkmenen, Christen und Muslime.

Es ist daher von großer Bedeutung diese verschiedenen Gruppen dabei zu unterstützen, miteinander in Verbindung zu treten, um eine friedliches Zusammenleben in ihren Gemeinden zu fördern.

Aus diesem Grund wurden fünf Trainingsworkshops für 135 junge irakische Aktivisten durchgeführt, die jeweils drei Tage dauerten; drei Workshops richteten sich an die Jugend von Kirkuk, darunter waren jeweils 25 Teilnehmer und die anderen beiden Workshops richteten sich an die Jugend von Salah al-Din, mit jeweils 30 Teilnehmern. Ziel der Workshops war es Wissen darüber zu erwerben, wie man richtige Mechanismen zur Friedenskonsolidierung und Konfliktlösung einsetzt. Die von dem KAS Auslandsbüro Syrien/Irak und der NGO Al-Haq organisierten Workshops fanden 2019 wie folgt statt: Der erste vom 23. bis 25. Februar, der zweite vom 15. bis 17. März, der dritte vom 20. bis 22. April, der vierte vom 1. bis 3. Mai und der fünfte und letzte Workshop vom 25. bis 27. Juni.

Am ersten Tag aller fünf Workshops lernten die Jugendlichen die Bedeutung der Mediation und ihre Rolle bei der Beilegung von Konflikten kennen.

Am zweiten Tag wurden diese Inhalte in einem Rollenspiel erprobt, bei dem die Gruppen die richtige Technik für eine effektive Konfliktlösung anwenden mussten. So bekamen sie einen klaren Überblick über Mediation und Konflikt, den Mediationsprozess selbst und die besten Ansätze zur Lösung eines Konflikts in einem realistischen Umfeld. Diese Methode sollte den Teilnehmer zeigen, wie sich Streitigkeiten mit anderen Mediatoren auf individueller Ebene lösen lassen.

Am dritten und letzten Tag wurden Methoden zur Konfliktlösung und Dialogführung diskutiert. Die Teilnehmer lernten, dass es einen richtigen Einsatz von Strategien und Techniken benötigt, um ein zwischenmenschliches Kommunikationsverhalten in Konfliktsituationen zu steuern, insbesondere wenn die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Akteure sich stark voneinander unterscheiden.

Die Teilnehmer sind nun in der Lage die erlernten Techniken zur Friedensförderung und Konfliktlösung innerhalb ihrer Gesellschaft anzuwenden.

Ansprechpartner

Jessy Daccache

Jessy  Daccache bild

Projektkoordinatorin

jessy.daccache@kas.de 961 1 388 061/62 +961 1 388 064

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.