Veranstaltungsberichte

Präsentation der Publikation über den XII. Internationalen Kongress Umweltkongress

Am Donnerstag, dem 12. August fand die virtuelle Präsentation der Publikation über den XII. Internationalen Umweltkongress statt, den die KAS Kolumbien gemeinsam mit dem CEID vom 21. bis 22. Oktober 2019 organisiert hatte.

Angesichts der wachsenden Anzahl von Projekten zur Förderung von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltiger Entwicklung, sehen sich Unternehmer, Akademiker und Regierungen in Kolumbien und Lateinamerika dazu aufgerufen, ihre Bemühungen auf dem Gebiet zu verstärken. Während der Präsentation der Publikation über den XII. Internationalen Umweltkongress (2019), wurde die Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft für die Erfüllung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO durch ONG´s, Unternehmen und staatliche Einrichtungen deutlich. Teilnehmer waren der Direktor für branchenbezogene und urbane Fragen des Ministeriums für Umwelt und Nachhaltige Entwicklung, Alex Saer sowie Vertreter verschiedener Organisationen, Unternehmer und Akademiker.

Die Veranstaltung wurde eröffnet vom Repräsentanten der KAS Kolumbien, Stefan Reith, und dem Direktor des CEID, Gilberto Rincón. Dabei gingen beide auf die Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im Rahmen einer Neuordnung der aktuellen Produktions- und Konsummodelle ein, um so den sozialen Wohlstand zu erhöhen, und bedankten sich bei den  Organisationen, Akademikern und Unternehmern, die zur Erarbeitung der Publikation beigetragen hatten.  

Die Direktorin der ONG “Basura Cero Global” (Null Abfall weltweit), Sandra Milena Pinzón, hob in ihrer Rede die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für die Menschen in der Region hervor. Gleichzeitig müsse die Wirtschaftsentwicklung mit neuen Produktions- und Konsumformen gefördert werden. Der technische Direktor der gleichen Organisation, Diego Camilo Romero, stellte die Fortschritte in der Planung der Abfallwirtschaft durch das Modell „Basura Cero“ (Null Abfall) als Instrument der Kreislaufwirtschaft vor. Im Anschluss präsentierte der Direktor der Organisation „Waste2Worth“, Joaquín Caraballo einige Geschäftsmodelle im Rahmen der Kreislaufwirtschaft und analysierte die  Konsum- und Wachstumsbedingungen in diesem Bereich.

Alex Saer stellte in seiner Präsentation die Fortschritte der „Nationalen Strategie für eine Kreislaufwirtschaft“ vor, an der alle Wirtschaftssektoren beteiligt werden sollen.

Im Anschluss referierte die Forscherin der Universidad de Navarra, Marta Ormazábal über das Thema industrielle Symbiose und betonte, dass die Zusammenarbeit von Unternehmen beim Austausch von Ressourcen und Information eine wichtige Rolle spiele.

Die Vertreter des Unternehmenssektors verwiesen dagegen auf die logistischen, rechtlichen und vertraglichen Grenzen der Kommunikation im Rahmen einer solchen industriellen Symbiose. Auch müssten die Prozesse der Kreislaufwirtschaft mit den einzelnen Geschäftsmodellen vereinbar sein. Abschließend ging man noch auf die Bedeutung von ökologischen Industrieparks im Rahmen einer industriellen Symbiose ein und stellte bereits funktionierende Initiativen zur Kreislaufwirtschaft in Kolumbien vor.

Ansprechpartner

Andrea Valdelamar

Andrea  Valdelamar bild

Projektkoordinatorin

Andrea.Valdelamar@kas.de +57 1 74309 47-206

Über diese Reihe

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