Veranstaltungsberichte

WIR SPRECHEN MIT EXPERTEN ÜBER “SMART CITIES”

Unter Leitung des Studentennetzwerks der Konrad-Adenauer-Stiftung Kolumbien (KAS) fand die zweite Veranstaltung des Projekts „Hablemos Con” in 2020 statt
Hablemos Con KAS Colombia
Hablemos Con

Zur virtuellen Gesprächsrunde am 22. Mai waren Adriana Sosa und Mario Carabaño eingeladen; beide sind Experten für Management von “Smart Cities” mit langjährige Erfahrung in Technologie und Datenanalyse. Dabei sollte die Bedeutung des Konzepts der „Smart Cities“ in der aktuellen Coronakrise beleuchtet werden. Moderatorin der einstündigen Diskussion, an der 40 Zuschauer teilnahmen, war die Koordinatorin des Studentennetzwerks der KAS Kolumbien, Tatiana Niño.

Zu Beginn erklärten die Experten, was unter dem Begriff “Smart Cities” zu verstehen sei. Obwohl es sich um ein sehr weitgefasstes Konzept handele, sei das Hauptziel die Lebensqualität der Bewohner in Bereichen wie Sicherheit, Versorgung mit öffentlichen Diensten, Internet- und Telefonverbindungen, Transport und nachhaltige Umweltpolitik zu verbessern. Dabei müsse man sich auf bestimmte Sektoren konzentrieren und Prioritäten zu setzen. Frau Sosa nannte als Auswahlkriterien zum Beispiel Stadtplanung, soziale Strukturen oder internationale Projektion.   

Bei der Bewältigung prioritärer Herausforderungen spiele die Technologie eine wichtige Rolle, sowohl als Instrument für die Entwicklung effizienter Maßnahmen als auch als Kanal zur Sammlung und Analyse von Daten. Nach Ansicht von Herrn Carabaño ist die Datenanalyse unabdingbar, um das Verhalten der Bürger und Gesellschaftsgruppen zu beobachten, um dadurch besser auf deren Bedürfnisse eingehen zu können. In diesem Zusammenhang erklärte er wie die gewonnen Daten zum Beispiel in Madrid zur Entwicklung von Geschäftsmodellen eingesetzt werden, in Buenos Aires zur Verkehrsregelung oder in Finnland zur Planung einer Kreislaufwirtschaft.  

Voraussetzung für den Erfolg einer “Smart City” sei eine “kooperative Umgebung”, in der Entscheidungsträger und Bürger vertrauensvoll zusammenarbeiten. Eine intelligente Stadt brauche intelligente Bürger, die über die Strategie informiert seien und entsprechen mitwirken, damit Unterbrechungen in der Entscheidungs- und Durchführungsphase einer intelligenten Maßnahme vermieden werden.

Frau Sosa betonte, dass ein transparenter Umgang mit den Daten ausschlaggebend sei für den Erfolg einer intelligenten Maßnahme. Ein offener Datenverkehr erlaube den Entscheidungsträgern ein Problem zu erkennen, den Bürgern sich über die notwendigen Maßnahmen zu informieren und den Experten, Erfahrungen aus richtigen oder falschen Entscheidungen zu sammeln. Vorteile einer „Smart City“ seien unter anderem eine verbesserte Lebensqualität der Bürger vor allem in Bereichen wie Sicherheit, Mobilität, Unternehmen, Umweltschutz oder Konnektivität.  

In der abschließenden Fragerunde gingen die Experten auf die aktuelle Krise des COVID-19 ein und meinten, dass das Konzept der “Smart Cites” ein geeignetes Instrument sein könne, um zum Beispiel eine Ausbreitung des Virus in Ballungsgebieten zu verhindern. Weitere Anwendungsgebiete könnten in einem entsprechenden Zugang zu Patientendaten zur Verstärkung des Angebots an Telemedizin, einer besseren Planung der medizinischen Betreuung oder einem koordinierten Krankentransport liegen.

Ansprechpartner

Angélica Torres

Angélica  Torres bild

Projektkoordinatorin

Angelica.Torres@kas.de +57 1 74309 47-208

Über diese Reihe

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