KAS Colombia

Veranstaltungsberichte

“Wir sprechen mit…’: Herausforderungen für die Demokratie in Zeiten der Pandemie’’

“Wir sprechen mit…’

Am Mittwoch, dem 23. September fand die fünfte virtuelle Ausgabe unserer Reihe “Wir sprechen mit...” statt, die vom Studentennetzwerk der KAS und der Konrad-Adenauer-Stiftung Kolumbien organisiert wurde.

Die Entwicklung der Demokratie auf institutioneller und sozialer Ebene wurde durch die Auswirkungen des Virus SARS-COV2 und die dadurch erforderlichen Massnahmen zur Eindämmung schwer betroffen. Vor diesen Hintergrund drehte sich die fünfte Ausgabe unserer Reihe “Wir sprechen mit...“ um die Herausforderungen für die Demokratie in Zeiten der Pandemie. An dem Gespräch nahmen teil die Stadträtin von Cali für die Partido de la U, Audry Toro und der Stadtrat von Bogotá für die Partei Alianza Verde, Martín Rivera.

Moderiert wurde die Veranstaltung von der Koordinatorin des Studentennetzwerks, Tatiana Niño, die nach der Begrüssung der Zuschauer die Diskussion eröffnete. Zunächst befragte sie die Stadträte über die Folgen der Pandemie für die Demokratie auf institutioneller und sozialer Ebene, vor allem im Hinblick auf den Ausnahmezustand, die Beschränkungen der Partizipation und der Entscheidungsfindung mit virtuellen Mitteln.

Die Stadträtin von Cali, Audry Toro warnte vor einer Verschärfung der ohnehin bestehenden sozialen Probleme vor allem im Gesundheits- und Bildungssektor durch die Pandemie, die eine effiziente Bürgerbeteilung weiter behindern könnten. Dabei ging sie auch auf die Schwierigkeiten bei der Durchführung von Projekten der Stadtverwaltung ein. In den Regionen fehle es zudem an Mitteln zur Durchführung von Massnahmen zur Überwindung der aktuellen Krise und zur Stärkung eines open government. Auf der anderen Seite lobte Toro die Effizienz der virtuellen Arbeit der Stadträte und die vermehrte Interaktion zwischen Bürgern und Stadtrat in Cali mit Hilfe digitaler Plattformen.

Martín Rivera beschrieb die Transformation der Partizipation der Bürger durch die Pandemie und analysierte den Zusammenhang zwischen den bestehenden sozialen Problemen in der kolumbianischen Gesellschaft und den vermehrten Demonstrationen. Gleichzeitig betonte er den Einfluss der verschiedenen Möglichkeiten zur Partizipation der Bürger. Dabei spiele die digitale Kommunikation  und die verschiedenen Initiativen der Stadtverwaltung in Bogotá für mehr Transparenz und ein open government eine wichtige Rolle.

Abschliessend dankte Tatiana Niño den Zuschauern und den beiden Rednern für ihre Teilnahme. Die beiden Stadträte betonten ihrerseits die Bedeutung von Veranstaltungen wie „Wir sprechen mit...“ für die Partizipation der Jugendlichen an der Politik, um so die Kommunikation zwischen Bürgern und Entscheidungsträgern zu fördern.

Die gesamte Diskussion finden Sie hier

Ansprechpartner

Angélica Torres

Angélica  Torres bild

Projektkoordinatorin

Angelica.Torres@kas.de +57 1 74309 47-208

Über diese Reihe

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