KAS Colombia

Veranstaltungsberichte

Zweite Video-Klasse “Hinweise zur investigativen und erzählenden Berichterstattung über Migration“

Am Samstag, dem 17. Oktober fand die zweite Video-Klasse des virtuellen Kurses “Hinweise zur investigativen und erzählenden Berichterstattung über Migration” statt, der vom Redaktionsrat CdR mit Unterstützung des Internationalen Roten Kreuzes und der Konrad-Adenauer-Stiftung Kolumbien KAS organisiert wird.
Talleres sobre migración KAS Colombia
Talleres sobre migración

In weniger als zwei Jahrzehnten hat sich Kolumbien zu einem der Länder entwickelt, die weltweit am meisten Migranten aufnehmen. Daher stehen die kolumbianischen Medien heute vor der schwierigen, aber notwendigen Aufgabe, die Gesellschaft über alles zu informieren, was mit der venezolanischen Migration zusammenhängt. Dies geschieht durch Kommunikationsstrategien, die es erlauben das Phänomen aus einer realistischen, neutralen und umfassenden Perspektive zu betrachten.

Vor diesem Hintergrund fand die zweite virtuelle Klasse des Videokurses “Hinweise zur investigativen und erzählenden Berichterstattung über Migration” statt; das Projekt wird vom Redaktionsrat CdR mit Unterstützung des Komitees des Internationalen Roten Kreuzes CICR und der KAS Kolumbien organisiert und durchgeführt.

Eröffnet wurde die Klasse von der Schulungsleiterin des CdR, Victoria Alean Cárdenas; sie begrüßte die Teilnehmer und die beiden Experten dieser Sitzung. Dabei forderte sie die Teilnehmer auch dazu auf, ihre Fragen auf der elektronischen Plattform einzustellen, damit die Experten sie später beantworten können.  

Zunächst dankte der Forscher und Sprecher des Observatoriums für Venezuela der Universidad del Rosario, Ronal Rodríguez den Teilnehmern für ihr Interesse und die Einladung als Referent. Er gab zunächst einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation der venezolanischen Migration in Kolumbien, gleichzeitig betonte er wie schwierig eine exakte Analyse des Phänomens und seiner politischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sei. In dem Zusammenhang präsentierte er auch die Arbeit des Observatoriums, das versuche jeden der beteiligten Akteure entsprechend zu unterstützen.

Den zweiten Vortrag hielt die Forscherin des Observatoriums, María Clara Robayo, die eine mehr technische Perspektive der Migration präsentierte; ihre persönlichen Erfahrungen in dem Bereich trugen zu einem besseren Verständnis der strukturellen Gründe des Phänomens bei. Gleichzeitig betonte sie, dass eine bewaffnete Lösung niemals die gewünschten Ergebnisse bringen könne, daher müssten auch weiterhin Dialog und internationale Unterstützung gesucht werden.  

Anschließend gingen die Referenten auf die Fragen der Teilnehmer ein, die ein großes Interesse an dem Thema zeigten. Die meisten Fragen bezogen sich auf die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Vor- und Nachteile der Migration für Kolumbien. Die Journalisten aus den verschiedenen Teilen des Landes waren vor allem an den speziellen Folgen für ihre Region interessiert.  

Zum Abschluss dankten die beiden Referenten allen Journalisten ihre Teilnahme und ihre Fragen, die großes Interesse am Thema Migration und ihren Folgen bewiesen haben.

Ansprechpartner

Juan Moncada

Juan Moncada

Projektkoordinator

juan.moncada@kas.de +57 1 743 09 47 - 209

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.