Veranstaltungsberichte

90.000 Briefe täglich

Hubertus Knabe spricht im Café Konrad über Menschenrechtsverletzungen in der DDR

Über 200.000 Menschen wurden in der DDR als politische Häftlinge gefangen genommen. Vor allem die Formulierungen des Strafgesetzbuches der DDR gaben einfache Begründungen für eine Festnahme und ermöglichten es, Menschenrechte außer Acht zu lassen. „Dieses Buch war so unklar formuliert, dass der kleinste Mucks reichte, um politisch verfolgt zu werden“, berichtet Hubertus Knabe, der Leiter der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, beim Zeitzeugengespräch am Tag der KAS.

Ein Rundgang durch die Akademie

Zum Tag der KAS 2008 gaben die Hauptabteilungen Einblick in ihre Arbeit

Beim Tag der Konrad-Adenauer-Stiftung stellen sich die fünf Hauptabteilungen der Stiftung jedes Jahr mit einem anderen Schwerpunkt vor. In diesem Jahr drehte sich bei den Präsentationen in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin alles um das Thema Menschenrechte, zu dem wir auch die Besucher befragt haben (Bilderstrecke oben).

Ruanda und die Folgen

Film- und Diskussionsabend zum Völkermord in Ruanda

„In Ruanda sind Fälle von Völkermord aufgetreten.“ – „Wie viele Fälle von Völkermord sind nötig, damit daraus Völkermord wird?“ Dieser Dialog zwischen Christine Shelly, einer Sprecherin des amerikanischen Außenministeriums, und dem Journalisten Alan Elsner ist in die Geschichte eingegangen. Er steht exemplarisch für das Versagen der Weltöffentlichkeit, den Völkermord in Ruanda zu verhindern, der zwischen April und Juli 1994 über 800.000 Menschenleben gekostet hat. Mit einem Film- und Diskussions-Abend in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung ist dieses Versagen noch einmal thematisiert worden. Es war gleichzeitig der Auftakt für den Tag der KAS, an dem sich die Stiftung unter dem Motto „Menschenrechte weltweit sichern!“ in Berlin präsentiert.

„Die Grundwerte sind die Begrenzung unserer außenpolitischen Interessen“

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel spricht beim Tag der Konrad-Adenauer-Stiftung

Bundeskanzlerin Merkel hat Grundwerte und Menschenrechte als Begrenzung der außenpolitischen Interessen Deutschlands bezeichnet. „Interessengeleitete Außenpolitik muss auch wertegeleitete Außenpolitik sein“, sagte die Kanzlerin beim Tag der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. Gleichzeitig betonte sie, dass diese Werte universell sind und von allen Staaten respektiert werden müssen: „Wir können bestimmte Lebensumstände nicht als Entschuldigung dafür akzeptieren, dass Menschenrechte nicht berücksichtigt werden.“

„Wir brauchen unsere Freunde aus Großbritannien.“

Volker Kauder dankt David Cameron

Volker Kauder, Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung, hat bei einem Treffen in Berlin dem Vorsitzenden der britischen Konservativen, David Cameron, für die guten Beziehungen zu CDU/CSU gedankt. Kauder sagte anlässlich der Ergebnispräsentation der deutsch-britischen Arbeitsgruppe: „Diese Gruppe hat die Konservativen unserer Länder wieder zusammengeführt – auch inhaltlich.“ Der Zusammenhalt sei wichtig, da er ein Schlüssel zum Erfolg der Konservativen nicht nur auf nationaler sondern auch auf europäischer Ebene sei. Kauder: „Damit die Christdemokraten auch zukünftig eine Gestaltungschance haben, müssen wir kooperieren. Wir brauchen unsere Freunde aus Großbritannien.“

Einmal Menschenrechte zum Mitnehmen, bitte!

Jugendliche entwickeln Werbekampagne zum Thema Menschenrechte

Teilnehmer des Schülerpolitiktag 2008 haben eine Werbekampagne entworfen, die mit Ironie auf die Selbstverständlichkeit von Menschenrechten hierzulande aufmerksam macht.

„Wie würdest Du Dich verhalten?“

30 Artikel umfasst die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen. In Deutschland kennen Befragte im Schnitt 3,2 dieser Menschenrechte. Rund 100 Berliner Schülerinnen und Schüler könnten diesen Wert ab sofort deutlich verbessern. Sie waren dabei beim Schülerpolitiktag der Konrad-Adenauer-Stiftung, bei dem sich in diesem Jahr alles um Menschenrechte drehte.

„Den neuen Wohnort begreife ich mit dem Verstand, meine Heimat mit der Seele“

Historiker, Zeitzeugen und ein Journalist diskutierten auf einer Podiumsdiskussion in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung über die schwierige Situation der im Zweiten Weltkrieg Vertriebenen bei ihrer Heimkehr nach Deutschland.

Von Menschenliebe, Menschenbildern und Menschenwürde

Konrad-Adenauer-Stiftung präsentiert zwei neue Bücher zum Thema Menschenrechte

„Dilettanten aller Länder vereinigt Euch“, so das Fazit von Prof. Dr. Wilfried Härle bei der Präsentation des Buches „Begründung von Menschenwürde und Menschenrechten“, welches er gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof. Dr. Bernhard Vogel, herausgegeben hat. Härle spielte dabei auf ein doppeldeutiges Zitat Niklas Luhmanns an, der einst gesagt haben soll: „Wenn es um das Menschsein geht, dann sind wir alle Dilettanten“. So wie Luhmann bediente auch Härle sich der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „Dilettant“ (lat. „sich ergötzen“, „lieben“), um zu der für ihn bei der Definition und Suche eines allgemeinen Menschenbildes zentralen „Menschenliebe“ überzuleiten. Härle: „Die Frage nach dem Menschenbild kann nur beantwortet werden, wenn man die Menschen liebt.“

Leben wir länger, um krank zu werden?

Auf breiter Front steigt die Lebenserwartung, nicht unbedingt auch die Gesundheit. Wie aber wird man Volkskrankheiten los? Auf Antwortsuche im Feriendomizil Adenauers.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.