Veranstaltungsberichte

Verbindung von kommunistischer Ideologie und Gewalt-Praxis

Bericht vom 10. Hohenschönhausen-Forum

Namhafte Wissenschaftler diskutierten beim 10. Hohenschönhausen-Forum über den Zusammenhang von Kommunismus und Gewalt. Legte die Ideologie die Grundlage für die Gewaltexzesse beispielsweise in der Sowjetunion oder in Maos China? Oder handelte es sich dabei nur um einen „Teil eines Jahrhunderts von Gewalt“?

„Wir müssen unsere Identität wiederentdecken“

Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments, hält achte Europa-Rede

Mit einem leidenschaftlichen Appell hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, davor gewarnt, die Definition des europäischen Identifikationsbegriffs den Rechtsaußen zu überlassen.

"Eine unverbesserliche Optimistin"

Benita Ferrero-Waldner stellt ihr Buch „Wo ein Wille, da ein Weg“ vor

Sie hat eine Vorliebe für Türkis und wollte eigentlich Ärztin werden. Dr. Benita Ferrero-Waldner schlug aber einen anderen Weg ein, einen diplomatischen, der bisweilen auch gefährlich war. In der Konrad-Adenauer-Stiftung stellte die Grand Dame des europäischen Parketts ihr neues Buch „Benita. Wo ein Wille, da ein Weg“ vor, in dem sie ihr facettenreiches Leben bilanziert.

Bernhard Vogel – Brückenbauer zwischen Ost und West

Gespräch zum Buch „Klares Ziel und langer Atem“ über den Mann, der immer an die Wiedervereinigung glaubte

Bernhard Vogel ist „kategorial eine absolute Ausnahmeerscheinung“, sagt Manuel Herder, denn Vogel war als Einziger Ministerpräsident in zwei Bundesländern: 1976 bis 1988 in Rheinland-Pfalz und 1992 bis 2003 in Thüringen. Der Herder-Verlag hat jetzt ein Buch über das politische Wirken Vogels herausgegeben, verfasst von Zeithistoriker Christopher Beckmann. Das Vorwort beschreibt Vogel als den Brückenbauer zwischen Ost und West, denn der vertrat stets die Meinung: „Die Spaltung Deutschlands ist unnatürlich.“ Und so gestaltete er auch seine Politik.

Eliten, Engagement, Europa, Entgrenzung und Entschleunigung

Wolfgang Schäuble und Herfried Münkler über die Herausforderungen für die Demokratie - und mögliche Lösungen

Wer sind eigentlich die „neuen“ Feinde der Demokratie? Nichtwähler, Steuerhinterzieher, Islamisten, Rechtspopulisten, Nationalisten? Im Zwiegespräch diskutierten Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und der „erste Staatsphilosoph im Lande“, Professor Herfried Münkler, in der Berliner Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung über die Paradise Papers, die laufenden Koalitionsverhandlungen, die AfD im Bundestag, demokratisches Engagement und osteuropäische Solidarität in der Flüchtlingsverteilung.

„Klarer Verstoß gegen ethische Regeln“

Historiker Götz Aly über das Euthanasie-Programm der Nazis und seine Kritik an modernen Entwicklungen

200.000 psychisch Kranke und Behinderte ermordeten die Nationalsozialisten bis 1945. Sie nutzten den Zeitgeist, die materielle Not der Familien und ein perfides System aus, um das Gewissen der Eltern zu entlasten, sagt Götz Aly. Der Euthanasie-Forscher, der selbst Vater einer schwerbehinderten Tochter ist, warnte beim 3. Zukunftsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene davor, wie leicht sich „Verhältnisse gegen dauerhaft Schwierige“ entwickeln können.

Athen und Attika

Politische Reise des Freundeskreises in und um Athen vom 21. bis 28. Oktober 2017

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat als Jahresmotto für ihre Arbeit „Vertrauen in die Zukunft“ gewählt. Ein guter Grund, eine politische Bildungsreise nach Athen und Attika anzubieten und in den Vordergrund die Frage zu rücken, welche Chancen und Auswege es aus der Krise gibt. Der Freundeskreis machte sich selbst vor Ort ein Bild von der Lebenssituation der Menschen und diskutierte mit Experten, wie die Herausforderungen Griechenlands und Europas gemeistert werden könnten.

Deutschlandseminar "Lateinamerika" zum Thema Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung waren vom 22. bis 28. Oktober lateinamerikanische Experten aus Politik, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung zu Gast in Brüssel und Berlin. Dieses Deutschlandseminar wurde – in Zusammenarbeit mit dem Rechtsstaatsprogramm Lateinamerika (Dr. Marie-Christine Fuchs und Andres Villegas) – vom Team Inlandsprogramme (Dr. Kerim Kudo und Silka Baum) organisiert.

Pöttering in Polen

Keine Gräben der Vergangenheit aufreißen

Wegen anhaltender politischer Irritationen droht das deutsch-polnische Verhältnis nach den Worten des Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering, «bleibenden Schaden» zu nehmen. Es sei eine «spürbare Kluft in den politischen Beziehungen unserer Länder entstanden», sagte der ehemalige EU-Parlamentspräsident am Freitag im südpolnischen Krakau. Es bestehe die Gefahr, dass sie noch größer werde.

Bitte wenden?

Evolution statt Disruption: Experten aus Politik und Wissenschaft skizzieren die „Mobilität der Zukunft“

Elektromobilität, autonomes Fahren oder Carsharing zählen mit zu den Megatrends im Bereich der Mobilität. Zu unseren alltäglichen Mobilitätserfahrungen gehören jedoch immer häufiger Stau, Schienenersatzverkehr und hohe Schadstoffbelastungen in den Städten. Im gemeinsamen Hauptstadtforum von Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Bund Katholischer Unternehmer diskutierten am Montag Vertreter aus Politik, Verbänden, Wissenschaft und Unternehmen über die Mobilitätsanforderungen von morgen und die Frage „Stehen wir vor einem disruptiven Wandel?“

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.