Publikationen

Afghanistan am Scheideweg?

Der Machtkampf zwischen Moderaten und Radikalen ist ungleicher Natur

Alleine im Jahr 2006 kam es im Land am Hindukusch zu über 120 Suizidattentaten. Diese besorgniserregende Entwicklungstendenz beunruhigt nicht nur Politiker, Soldatenund Entwicklungshelfer, sondern auch die afghanische Geistlichkeit. Seit mehreren Jahren setzen sich aus diesem Grund auch moderate Mullahs kritisch mit der Ideologie des Selbstmordattentates auseinander. Babak Khalatbari fasst diese Entwicklung für die Zeitschrift Südasien 03/2007 in einem Gastbeitrag zusammen.

Afghanistan zwischen Wiederaufbau und Krieg

Warum bei der Mandatsverlängerung dringend drei Ja-Stimmen gebraucht werden

Die Sicherheitslage am Hindukusch hat sich extrem verschlechtert. Umso mehr gilt es bei den Bundestagsentscheidungen im Herbst dieses Jahres über die Mandate der Bundeswehr innenpolitische Profilierung zu vermeiden: Ein Rückzug würde die NATO vor eine Zerreißprobe stellen und Afghanistan in eine humanitäre Katastrophe stürzen.

Parliamentary Bulletin 05/2007

The Bulletin covers on a monthly base issues discussed in the Afghan Parliament. Additionally, chosen Members of Parliament make a contribution to the bulletin on issues discussed in the previous month. MP Shukria Barakzaihad written the guest article in May 2007.

DIE KABULER RESOLUTION

zur Ächtung des Selbstmordattentates als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Islam

Im Jahr 2006 ereigneten sich in Afghanistan über 140 Selbstmordattentate. Zentrale Frage beim KAS-Seminar „Das Selbstmordattentat - eine Straftat gegen den Islam?“ war, inwieweit Extremisten den Islam für ihre Ziele missbrauchen. An dem KAS-Seminar nehmen hochrangige Imame aus Afghanistan teil. Der Senatspräsident und Vorsitzende der afghanischen Friedenskommission, Dr. Sebghatullah Al-Mojaddidi, ist Schirmherr des Projekts gewesen. Ziel der Veranstaltung war auf der Basis islamischer Quellen die Ächtung des militanten Suizids mit Hilfe einer Kabuler Resolution, die von islamischen Gelehrten verfasst wurde. Dieses Manifest soll nun dazu beitragen, dass Selbstmordattentat als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Islam zu verurteilen. Das Oberziel der Veranstaltung und der Teilnehmer basiert generell auf der Basis der Aufklärung und speziell auf der Hoffnung zur Verringerung von Selbstmordanschlägen beizutragen. Dem Seminar schloss sich eine multi-mediale Pressekonferenz, ein Fernsehspot, eine Plakat-Aktion, eine mehrsprachige Publikation und die Produktion eines Audiotapes an.

Parliamentary Bulletin 04/2007

The Bulletin covers on a monthly base issues discussed in the Afghan Parliament. Additionally, chosen Members of Parliament make a contribution to the bulletin on issues discussed in the previous month. MP Faizullah Zaki had written the guest article in April 2007.

Parliamentary Bulletin 03/2007

The Bulletin covers on a monthly base issues discussed in the Afghan Parliament. Additionally, chosen Members of Parliament make a contribution to the bulletin on issues discussed in the previous month. MP Daoud Sultanzoy had written the guest article.

Parliamentary Bulletin 02/2007

The Bulletin covers on a monthly base issues discussed in the Afghan Parliament. Additionally, chosen Members of Parliament make a contribution to the bulletin on issues discussed in the previous month. MP Dr. Kabir Ranjbar (Democratic Party of Afghanistan) had written the first guest article in February.

Parliamentary Bulletin 01/2007

January 2007

The Bulletin covers on a monthly base issues discussed in the Afghan Parliament. Additionally, chosen Members of Parliament make a contribution to the bulletin on issues discussed in the previous month. MP Dr. Kabir Ranjbar (Democratic Party of Afghanistan) will write the first guest article in February. The bulletin will be published both in English and Dari or Pashto.

Fünf Jahre nach den Taliban

Aktuelle Entwicklungen am Hindukusch

Fünf Jahre nach dem Sturz der Taliban ist die Lage in Afghanistan alles andere als rosig. Das Land ist zerrissen und auch die bisherige Aufbauhilfe der internationalen Gemeinschaft bedarf der Korrektur. Sicher,die staatliche Institutionalisierung schreitet voran und die Parlamentswahlen 2005 brachten den Post-Petersberg-Prozess zum Abschluss. Doch gibt es nach wie vor Probleme. Belastete Parlamentarier, die Heterogenität des Hauses und fehlende demokratische Traditionen hindern das neue Parlament an der Erfüllung seiner elementaren Aufgaben. Im Land ist die Sicherheitslage angesichtsdes Wiedererstarkens der gewaltsam agierenden Opposition und zunehmender Terrorangriffe katastrophal. Dies sowie die wachsende Armutbewirken, dass viele Afghanen erneut nach einer starken Hand rufen und sogar mehrheitlich nach einer Wiedereinführung der Religionspolizei, deren brutale Maßnahmen zu Talibanzeiten für Angst und Schreckensorgten. Viel Gutes hat zweifellos die internationale Entwicklungszusammenarbeit am Hindukusch bewirkt, doch erfolgt sie zu unkoordiniert: Richten könnte es vielleicht eine „Afghanisierung“ derKooperation. Ein Ende etwa des deutschen Afghanistan-Engagements wäre, so die Bundesregierung, jedenfalls fatal. Schließlich kämen, und dies sei das Erfreuliche, keineswegs nur „Hiobsbotschaften und Horrormeldungen“ aus dem Land, sondern auch positive Signale, die ein Weitermachen durchaus rechtfertigten.

Presse-Spiegel 2007

Hier finden Sie die Dokumentation der Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung des Jahres 2007 in Afghanistan: