Symposium

DISCOVERING DEMOCRACY

Young Kabul Art 2007

„Demokratie kann nicht nur politische Kunst sein, sondern auch künstlerisch dargestellt werden.“

Details

PROLOG

Als die Taliban im März 2001 die Buddha Statuen in Bamiyan sprengten, wurde das Ausmaß der kulturellen Zerstörungspolitik deutlich, von der sich Afghanistan leider bis heute noch nicht erholen konnte. Die Missachtung der Menschenrechte, das barbarische Verhalten gegenüber Frauen und religiösen Minderheiten sowie Ethnien und die musik – und kunstfeindliche Haltung trugen zu einer nahezu vollständigen Zerstörung einer pluralen Öffentlichkeit/Kultur in Afghanistan bei.

VISION

Das Projekt „DISCOVERING DEMOCRACY – Young Kabul Art 2007“ unterstützt die afghanische Kunstszene, da Afghanistan gerade einen erheblichen gesellschaftlichen Wandel erlebt und Künstler Akteure dieses Wandels sind und zwischen den sich verändernden sozialen Welten vermitteln können. Hierzu entwickeln sie neue Kommunikationsformen und vermögen es so in der Öffentlichkeit kommunikative Räume zu etablieren. In den afghanischen Arbeiten werden gesellschaftliche Konflikte thematisiert, ein Kampf um Anerkennung pluraler Lebensformen, die Etablierung von Rechtsnormen, Verstöße gegen Menschenrechte, aber auch der Wiederaufbau in Afghanistan und der Versöhnungsprozesse. Kunst wird so öffentliches Handeln. Dadurch werden integrative Kräfte einer Gesellschaft gefördert. Im Rahmen der von der KAS ausgerichteten Workshops soll eine Serie von Kunstgegenständen mit dem Titel „Afghan Democracy 2007“ entstehen.

MISSION

Es sollen sieben Kunstgegenstände in Anspielung auf das Jahr 2007 entstehen, die sich allesamt mit dem Fokus auf die afghanische Demokratie als Arbeitsthema konzentrieren. Die afghanischen Workshopteilnehmer sollen Demokratie in Bezug auf den Staat, das Volk, die Verfassung, das Parlament, das Präsidentenamt, den Status Quo der Demokratie und die Zukunft der Demokratie künstlerisch darstellen. Die Kunstgegenstände der KAS-Workshops gehen in das Eigentum der Stiftung über und werden nach der Ausstellung dem afghanischen Parlament, dem Präsidentenpalast und der afghanischen Botschaft in Berlin übergeben bzw. gestiftet. In den Workshops werden über die Arbeiten der Künstler und Künstlerinnen gesprochen und anhand von Beispielen aktuelle Kunstpositionen vorgestellt und diskutiert. Eine sehr wichtige Frage

in diesen Workshops ist die nach der afghanischen Realität im Verhältnis zur künstlerischen Identität.

DISCOVERING DEMOCRACY

Um das Thema Demokratisierung und Demokratie in Afghanistan zu bearbeiten, werden wir folgende Fragen stellen: Wenn Demokratie ein facettenreiches Bild sein kann, wie könnte dies visualisiert werden? Beispiel: Innere/Äußere Wahrnehmung: Familie, Bildung, Kindheit. Wie können repräsentative Formen der Demokratie visualisiert werden und wie steht dies im Verhältnis zur künstlerischen Repräsentation? Die Kunstgegenstände sollen im Anschluß des Workshops und der in Deutschland stattfindenden Ausstellung im Sommer 2007 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen eines Pressegesprächs in Kooperation mit der afghanischen Botschaft/I.E. Dr. Maliha Zulfacar ausgestellt werden.

Arbeitsmaterialien für die neu zu erstellenden Arbeiten werden soweit als möglich gestellt. Georg Schöllhammer, einer der Kuratoren der Dokumenta 12 ist an dem Projekt interessiert. U.U. kommt er nach Kabul, um den Workshop zu besuchen.

TEILNEHMER

Jahan Ara Rafi, Mariam Ghulam Rasool, Geety Natiq, Rahraw Omarzad, Kabir Ramz, Mansore Josefi, Khayber Hashemi, Abdul Wahab Mohmand, Suail Mayel Elahi, M. Sulaiman, Ali Reza Rahim, Baheer Obaidi, Abdullah Shirzad, Mansoor Yousufi, Masoud Hasanzada

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Veranstaltungsort

Kabul

Referenten

  • Felicia Herrschaft
    • Philipp von Leonhardi
      • Dr. Babak Khalatbari
        • Asgar Abbaszadeh.
          Kontakt

          Dr. Babak Khalatbari

          Head of the KAS office in Pakistan

          DISCOVERING DEMOCRACY

          Bereitgestellt von

          Auslandsbüro Afghanistan