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Lateinamerika hat sich zum neuen globalen Hotspot der COVID-19 Pandemie entwickelt

von Annette Schwarzbauer, Olaf Jacob, , Kevin Oswald, Andreas Michael Klein, Sebastian Grundberger, Thomas Schaumberg, Stefan Reith, Maximilian Hedrich, Nicole Stopfer, Georg Dufner, Hans-Hartwig Blomeier, Ann-Kathrin Beck, Evelyn Gaiser, Winfried Weck, Jan Woischnik, Christina Stolte, Michaela Braun, Rudolf Teuwsen, Severin Harpf

Die verheerenden gesundheitlichen wie wirtschaftspolitischen Folgen

Lateinamerika hat sich zum neuen globalen Hotspot der COVID-19 Pandemie entwickelt. Neben den gesundheitlichen Folgen der Corona-Krise fürchten die Staaten auch die wirtschaftlichen Konsequenzen, die die nationalen Shut-Downs nach sich ziehen werden. Für die rund 650 Millionen Menschen in der Region, von denen ein Großteil im informellen Sektor tätig ist und auf keinerlei staatliche Absicherung zählen kann, könnte die Pandemie auch ohne hohe Infektionszahlen zur Überlebensfrage werden.

Zum Mitnehmen:

- Das Corona-Virus trifft auf eine Weltregion, deren Gesundheitssysteme in keiner Weise auf eine Epidemie dieses Ausmaßes vorbereitet sind und dessen soziale und wirtschaftliche Verwerfungen in Folge der Krise noch sehr schwer abzuschätzen sind.

- Lateinamerika hat sich zum Hotspot der Pandemie entwickelt mit dem traurigen Ergebnis stetig steigender Infektions- und Todeszahlen.

- Neben den gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie fürchten die Staaten Lateinamerikas die wirtschaftlichen Konsequenzen, die die nationalen Shut-Downs und die weltweite Rezession nach sich ziehen werden.

- Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie die bevorstehende wirtschaftliche Krise treffen die vielen in Lateinamerika im informellen Sektor arbeitenden Menschen und die Ärmsten am härtesten.

- Einige Länder der Region werden die Finanzierung der Corona-Maßnahmen und die Abfederung der Wirtschaftskrise nicht alleine stemmen können, sondern auf Unterstützung durch internationale Organisationen und Geberländer angewiesen sein.

- Die Länder des Cono Sur – Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay – gehen unterschiedlich mit der Ausbreitung des Corona-Virus um und sind in unterschiedlichen Situationen von der Krise getroffen worden.

- Trotz relativ guten Krisenmanagements in den Andenstaaten rechnen die Volkswirtschaften der Region in der Folge der Corona-Krise mit tiefen Einbrüchen ihrer Wirtschaftsleistung und einem starken Anstieg der Armut.

- In den zentralamerikanischen Staaten und Mexiko sind momentan weder die gesundheitlichen, sozialen noch ökonomischen Konsequenzen abzusehen.

- Aufgrund eines soliden Gesundheitssystems, der effizienten Reaktion der Regierung und des disziplinierten Verhaltens seiner Bevölkerung verzeichnet Costa Rica eine der weltweit niedrigsten Sterberaten.

- Das Krisenmanagement der von populistischen Präsidenten regierten Länder Brasilien und Mexiko ist mangelhaft und verantwortlich für hohe Infektions- und Sterberaten.

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