Veranstaltungsberichte

Herausforderungen der Pandemie für die öffentliche Sicherheit

von Carmen Leimann-López
Der Sicherheitsexperte Dr. Vicente Ventura Barreiro gab auf Einladung des Instituts für Politik und Regierungslehre der Katholischen Universität Argentiniens (UCA-EPG) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) am 8. Juni eine Videokonferenz über die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Covid-19-Pandemie in vergleichender Perspektive.

Frau Mg. Lourdes Puente, Direktorin des UCA-EPG, und Herr Dr. Sebastián Basso, Leiter des Kurses über Sicherheitspolitik und –management, eröffneten die Veranstaltung. Anschließend referierte Herr Dr. Ventura Barreiro über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Organisationsstruktur der Polizei in der Provinz und Stadt Buenos Aires, die Einsatzpläne, Funktionen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Während der Pandemie seien die Übergriffe auf der Straße zurückgegangen, allerdings erfassten die Sicherheitskräfte vermehrt Cyberdelikte. Nach dem Aufheben der derzeit geltenden verpflichtenden sozialen Isolierung sei mit einem gegenteiligen Szenario zu rechnen. Die Pandemie unmittelbar nach dem Regierungswechsel habe die Anpassungsfähigkeit auf der Beamten auf die Probe gestellt, insbesondere im Ausbildungsbereich, der Logistik, Prävention und Kooperation.

Abschließend beantwortete der Sicherheitsexperte Fragen der anwesenden Vertreter verschiedener Sicherheitsbereiche, insbesondere in Hinblick auf die Bekämpfung des organisierten Verbrechens sowie die Überbevölkerung der Strafvollzugsanstalten.

Ansprechpartner

Olaf Jacob

Olaf Jacob

Leiter des Auslandsbüros Argentinien

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