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Zwischen Poldermodell und einschneidenden Sparmaßnahmen

Die niederländische Innenpolitik wird von einer Wirtschafts- und Finanzkrise beherrscht

Einschneidende Reform- und Sparmaßnahmen waren und sind das Mittel, zu denen die nur mit einer schmalen Parlamentsmehrheit operierende niederländische Regierung des Christdemokraten Balkenende griff und noch greifen wird, um die schweren wirtschafts- und sozialpolitischen Probleme zu lösen, vor denen die Niederlande seit über einem Jahr stehen und deren Ende so schnell kaum absehbar ist.

Bücher: Bemerkungen zu einer Rezension meines Buches "Der Märtyrer als Waffe"

Nicht sachliche Auseinandersetzung mit dem Buch Der Märtyrer als Waffe scheint das Anliegen des Rezensenten Ludwig Watzal zu sein, sondern eine moralische Urteilsfällung über die Disposition des Autors des Werks, der, so Watzal, wohl die Schwere der israelischen Schuld am Nahost-Konflikt als zu leicht, diejenige der Palästineser hingegen als überzogen schwer bewerte - eine Haltung sowie ein Rezensionsverständnis, denen der besprochene Autor selbst, Joseph Croitoru, vehement widerspricht.

Chiles Weg zur Sozialen Marktwirtschaft

Das allgemein als save haven Südamerikas gepriesene Chile zeichnet sich in der Tat durch seine wirtschaftliche Vorrangstellung in der Region aus, deren Segnungen indes nicht allen Chilenen zugute kommen – ein Umstand, der zur Forderung nach der Einbettung des nationalen Wirtschaftssystems ins Ethos einer Gesellschaftsvision, vergleichbar der an den Parametern der Christlichen Gesellschaftslehre orientierten deutschen Sozialen Marktwirtschaft, geführt hat.

Erklärt die gesellschaftliche Verankerung französischer Familienpolitik die steigenden Geburtenraten ...

Eine vorbildliche, sich vielfacher finanzieller und nicht-finanzieller Instrumentarien bedienende Familienpolitik sowie das ernsthafte Streben nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben in Frankreich zu steigenden Geburtenraten bei gleichbleibend hoher Müttererwerbstätigkeit geführt und dem Land zudem den Ruf eingebracht, eines der familienfreundlichsten Mitglieder der EU überhaupt zu sein.

Institutionelle Konsolidierung im MERCOSUR: neuer Präsident, neues Gericht, neues Sekretariat

Mit der auf ihrem 25. Gipfeltreffen in Montevideo neu geschaffenen Kommission der Ständigen Repräsentanten sowie deren erstem gewähltem Präsidenten Eduaro Duhalde hat der MERCOSUR ein neues Gesicht erhalten, das auch über die Grenzen Lateinamerikas hinaus positiv registriert, wenngleich auch mit der Frage verbunden wird, wie der neue starke Mann des Integrationsbündnisses sein Amt wohl auffassen und mit Leben erfüllen wird.

Kroatien: Konservative Opposition gewinnt Parlamentswahlen

Nach der Wahlniederlage der bisherigen SDP-geführten und zunehmend von inneren Spannungen überschatteten Regierungskoalition wird Kroatien erneut von der konservativen HDZ geführt - einer Partei, die nach einer Säuberungsaktion ihres charismatischen Vorsitzenden Ivo Sanader kaum mehr an jenes Sammelbecken ultranationalistischer Kräfte erinnert, das sie noch zur Zeit ihres Gründers, des früheren Staatspräsidenten Tudjman, darstellte.

Lateinamerika nach Cancún und die Position Brasiliens

Nach dem Scheitern des WTO-Ministertreffens in Cancún im September 2003 feiern die Entwicklungsländer zwar ihren vermeintlichen Sieg über die Globalisierung, jedoch bleibt zu fragen, wie internationale Politik und multilaterale Kooperation künftig aussehen kann – z.B. in Lateinamerika, wo Länder wie Brasilien im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit Solidarität und nachhaltige Kooperation auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet benötigen und auch verdienen.

Neopopulismus als Folge von Institutionenkrise und Staatsversagen am Beispiel Argentiniens

Auch zwei Jahrzehnte nach dem demokratischen Neubeginn in Argentinien scheint die Politik im Land keineswegs frei von populistischen Tendenzen, was auch ein Blick auf die bisherige Amtsführung des neuen Präsidenten Néstor Kirchner belegt, der sich sowohl durch positive Seiten wie energisches Handeln und Pragmatismus als auch durch negative Attitüden wie Autoritarismus und Hegemoniestreben einen Namen gemacht hat.

Venezuela. Die so genannte bolivarianische Revolution

Seit der Einführung seiner „Bolivarianischen Revolution“, einem Gemisch aus Komponenten diverser, teils kaum kompatibler Ideologien, beherrscht der venezolanische Präsident Hugo Chávez mit diktatorischem, populistisch-präsidentialistischem Stil das südamerikanische Land und demonstriert nachhaltig, dass ihn, den politischen und militärischen Überlebenskünstler, weder der Vorwurf der Regierungsunfähigkeit noch das zunehmende Elend der Venezolaner selbst zum Kurswechsel oder gar zum Rücktritt bewegen können.

Das „neue“ Europa: Zwischen Anpassung und Transformation

Dreizehn Jahre nach dem Fall des kommunistischen Sowjetimperiums drängen die ehemaligen westlichen Satellitenstaaten Moskaus mit Macht nach Europa, d.h. in jenen Kulturraum, in dem sie nicht minder tief verwurzelt sind als Deutschland oder England, als Frankreich oder Spanien.

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Über diese Reihe

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