Asset-Herausgeber

Artikel

Asset-Herausgeber

Editorial

Ausgabe 12/2008 der Auslandsinformationen der Konrad-Adenauer-Stiftung

Eine permanente demokratische Mehrheit?

Der Präsidentschaftswahlkampf 2008 in den USA war der längste und der teuerste in der Geschichte des Landes. Und es war einer, bei dem die Kandidaten, vor allem Wahlsieger Obama, erstmals flächendeckend das Internet und andere moderne Kommunikationsmittel wie SMS und E-Mail, Blogs, Facebook und anderes einsetzten. Die Erfolge der Demokraten waren beachtlich. Die Republikaner, geschwächt durch die Unbeliebtheit George W. Bushs und den frühen Verzicht zahlreicher ihrer Kongressabgeordneter auf eine Wiederwahl, hatten von Anfang an kaum Chancen.

Demokratien in Gefahr – Die Karibik unter venezolanischem Einfluss

Die Geschichte der englischsprachigen Karibik ist bewegt und heterogen. Spanische Kolonialherren haben Spuren hinterlassen, aber auch die Herrschaft anderer Mächte, die wirtschaftliche Ausplünderung und der Sklavenhandel. Versuche einer regionalen Integration gab es viele, doch sie führten, so etwa die 1958 gegründete Westindische Föderation, nicht weit. Mehr Glück brachten spätere initiativen einer wirtschaftlichen Kooperation: CARIFTA, CARICOM, Single Market und CARICOM-Pass waren bzw. sind durchaus erfolge. heute drohen die Länder der Region in die Abhängigkeit von venezolanischen Öllieferungen zugeraten, würden doch die Konditionen des vom Linkspopulisten Chávez initiierten Projekts Petrocaribe die Vertragspartner für Jahrzehnte binden. Der Westen und Europa sollten die Länder der englischsprachigen Karibik wieder in den blick nehmen und ihnen helfen, die anstehenden Probleme zulösen, und sie davor bewahren, sich und ihre Zukunft an das Regime in Caracas zu verkaufen.

Demokratische Republik Kongo: Konflikt im Osten fordert erneut die regionale und internationale Krisendiplomatie heraus

Another Challenge to Regional and International Crisis Diplomacy

Als im Oktober der Marsch General Nkundas und seiner Rebellen auf Goma Zehntausende von Zivilisten in der DR Kongo in die Flucht trieb, blickte die Welt auf das zentral-afrikanische Land und seine angesichts diverser Krisenherde und einer fest etablierten Warlord-Kultur hochkomplexen Probleme: Von Uganda aus greift die LRA kongolesische Dörfer an. In Ituri droht die Ausweitung des Konflikts zwischen Hema und Lendu. In Nord-Kivu bekämpft der von Nkunda geführte CNDP die regulären Streitkräfte des Landes. Diese wiederum, schlecht bezahlt und selbst aus Ex-Rebellen bestehend, ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend durchs Land. Mehr als gespannt ist das Verhältnis der DR Kongo zum Nachbarn Ruanda. Bei all dem zeigen sich die von den UN geschickten MONUC-Truppen recht schwach, ihr Mandat wird selbst von den Kongolesen hinterfragt. So dürftig die Resultate aller bisherigen Versuche zur Konfliktlösung, in Goma etwa oder in Nairobi, auch sein mögen – an Verhandlungen führt kein Weg vorbei.

Die Reise ins gelobte Land. Mexikanische Migrationsbewegungen

Für die Mexikaner hat der nördliche Nachbar zwei Gesichter: Zum einen sind die USA das Land der Unterdrücker und Ausbeuter, zum anderen das Paradies, in dem zu leben höchstes Glück verheißt. Letzteres belegen die Migrationsströme von Süden nach Norden, die im Laufe der Jahrzehnte dazu geführt haben, dass heute 98 Prozent der Auslandsmexikaner in den USA leben. Temporäre, definitive und Pendlermigranten, getrieben von Pull- und Push-Faktoren, haben jedoch nicht nur negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beider Länder. In Mexiko sind die Rücküberweisungen der Migranten, die remesas, zum Wirtschaftsfaktor geworden, und die USA profitieren von den Immigranten, die Steuernzahlen, aber kaum Sozialleistungen beanspruchen. Soll das Problem der Auswanderer, die sich auch durch verstärkte Grenzanlagen nicht schrecken lassen, nachhaltig gelöst werden, wäre eine integrale Migrationsreform sinnvoll, die die Akteure beider Seiten und deren spezifische Bedürfnisse einbezieht.

Editorial

Ausgabe 11/2008 der Auslandsinformationen der Konrad-Adenauer-Stiftung

Internationale Krisenherde: Vom Kosovo bis Afghanistan

Books on International Politics

Bücher über internationale Politik

Wirtschaft und Gesellschaft Russlands vor neuen Herausforderungen

Nach dem Fall der Sowjetunion erlebte Russland rasch die Auflösung seiner alten Wirtschaftsstrukturen. Diesen folgte ein Filz aus Staat, Geheimdienst und Mafia, der den ökonomischen Ruin des Landes forcierte, zumal die Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft nicht auf Nachhaltigkeit beruhten, sondern auf der Gier nach schnellem Geld. Eines der aktuellen Probleme ist der steigende Energiebedarf. Neue Quellen gibt es zwar in Ostsibirien und im Fernen Osten, doch da fehlen die Infrastruktur und die Bevölkerung. Auch die russische Gesellschaft hat Probleme – niedrige Löhne und eine hohe Arbeitslosigkeit, steigende Selbstmordraten und verbreiteter Alkoholismus, Medikamentenknappheit und Wohnungsnot. Und die Politik selbst macht kein gutes Bild: Sorge bereiten Korruption und Willkür in der Rechtsprechung, Umweltgefährdung und fehlender Bevölkerungsschutz. Russland, ein sektoral und sozial gespaltenes Land, steht am Scheideweg. Viel Grund zu einer optimistischen Sicht in die Zukunft besteht nicht.

Zwischen innenpolitischen Turbulenzen und Lissabonner Vertrag – Tschechien vor der EU-Ratspräsidentschaft 2009

The Czech Republic Before its Presidency of the EU Council in 2009

Tschechiens Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft Anfang 2009 steht im Schatten großer innenpolitischer Probleme – unpopuläre Reformen, ein angeschlagener Regierungschef Topolanek und ein „eurorealistischer” Staatschef Klaus, der ein aktives Europaengagement des Landes, das von seinem EU-Beitritt durchaus profitiert hat, torpediert. Ob Topolanek im Dezember als Vorsitzender der ODS bestätigt wird, ist ungewiss, wenngleich eine Schwächung des Premiers angesichts der für 2009 gesetzten Ziele wie der Öffnung des EU-Arbeitsmarkts von Nachteil wäre. Bedeutung kommt dem Ratifizierungsprozess zu, wobei der Verfassungsgerichtsentscheid eine Hürde ist, die Unterschrift des Staatsoberhaupts eine andere. Die tschechisch-europäischen Beziehungen sind schwierig, zumal auch die Bürger Tschechiens die Union, etwa durch ihre Skepsis gegenüber dem Euro, mit Vorbehalt sehen. Umso mehr liegt es an Europa, für seine Werte zu werben und der tschechischen Ratspräsidentschaft zum Erfolg zu verhelfen.

Abchasien und Südossetien - Russlands Intervention in Georgien (August 2008)

Der Einmarsch der Russen in Georgien im August 2008 ist das Resultat eines sehr komplexen Prozesses, in dessen Verlauf beide Seiten durchaus bewusst die Konfrontation gesucht haben.

Asset-Herausgeber

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) sind die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung für Internationale Politik. Sie bieten politische Analysen unserer Expertinnen und Experten in Berlin und aus mehr als 100 Auslandsbüros in allen Weltregionen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Bestellinformationen

Unsere Zeitschrift für internationale Politik erscheint viermal im Jahr. Wir liefern Ihnen Hintergründe zum Weltgeschehen – und das kostenlos. Egal ob Sie unser Politikmagazin digital lesen oder das Printprodukt in deutscher oder englischer Fassung beziehen wollen: Nutzen Sie unser Anmeldeformular und mit wenigen Klicks sind Sie am Ziel.

Herausgeber

Dr. Gerhard Wahlers

ISBN

0177-7521

Benjamin Gaul

Benjamin Gaul

Leiter der Abteilung Auslandsinformationen und Kommunikation

benjamin.gaul@kas.de +49 30 26996 3584

Dr. Sören Soika

Dr

Chefredakteur Auslandsinformationen (Ai)

soeren.soika@kas.de +49 30 26996 3388

Rana Taskoparan

Rana Taskoparan

Referentin Kommunikation und Vermarktung

rana.taskoparan@kas.de +49 30 26 996 3623

Fabian Wagener

Fabian Wagener

Multimediareferent

fabian.wagener@kas.de +49 30-26996-3943