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Fareed Khan, AP, picture alliance

Südasiens (fast) vergessene Klimakrise und Europas Verantwortung

Die neue Normalität

Südasien ist besonders von den Konsequenzen des Klimawandels betroffen und wird immer wieder von Hitzewellen und extremen Wetterereignissen heimgesucht. Dies wird sich in Zukunft weiter verschlimmern. Regierungen vor Ort stellen sich dieser Herausforderung, aber nationale Bemühungen allein werden nicht ausreichen. Es gibt zwar große Potenziale für eine nachhaltige Entwicklung, doch prägen Armut, schlechte Regierungsführung und Konflikte die Region. Für die historisch gesehen größten Umweltverschmutzer, darunter Europa, ist es sowohl eine moralische Verpflichtung als auch eine Frage der Vernunft, Südasien bei der Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung an dessen Folgen zu unterstützen.

Boris Grdanoski, AP, picture alliance

Warum der Kosovo-Konflikt weiterschwelt

Eine Geschichte, zwei Narrative

Die angespannte Lage in der Region ist das Resultat eines jahrhundertelangen Konflikts zwischen Serben und Kosovo-Albanern. Für die einen war die Schlacht auf dem Amselfeld am 28. Juni 1389 eine leidvolle Niederlage serbischer Nationalhelden gegen die osmanischen Invasoren, für die anderen nur ein Ereignis von vielen in der eigenen Geschichte. Für die einen war die NATO-Intervention von 1999 ein Segen und Ausgangspunkt für die staatliche Unabhängigkeit, für die anderen ein völkerrechtswidriger Akt der Aggression gegen ein souveränes Land. Wie so oft ist Schwarz-Weiß-Denken auch in diesem Konflikt nicht angebracht. Vielmehr sind es Grautöne, die die Verantwortung für die derzeitige Situation am besten beschreiben.

Augustin Wamenya, AA, picture alliance

Zum anhaltenden Konflikt im Ostkongo

Viele Akteure und keine Lösung

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo herrschen seit mehr als 30 Jahren kriegsähnliche Zustände. Die daraus folgende humanitäre Katastrophe hat bislang mehrere Millionen Menschenleben gekostet und führte 2024 zu einer neuen Höchstzahl an Binnenvertriebenen. Was aber sind die Hintergründe des Konflikts? Welche Akteure prägen ihn? Und warum scheint ein Ende nach wie vor nicht absehbar?

Theint Mon Soe, Zuma Press, picture alliance

Zur politischen Lage in Myanmar

Das Land gegen das Militär

Anfang Februar 2025 wird sich der Militärputsch gegen die demokratisch gewählte Regierung von Myanmar zum vierten Mal jähren. In weiten Teilen des Landes hat sich ein bewaffneter Widerstand gebildet, von der People’s Defence Force und mehreren bewaffneten Organisationen ethnischer Minderheiten angeführt. Die Widerstandsbewegungen und die Opposition haben durch eine Reihe militärischer Erfolge zwar Aufwind erhalten, doch Debatten über einen „postmilitärischen“ Staat sind verfrüht.

Antonin Burat, Le Pictorium, dpa, picture alliance

„Viele Wähler sehen in den politischen Rändern die letzte Chance auf Veränderung“

Ein Gespräch mit den Frankreich-Expertinnen Anja Czymmeck und Nele Wissmann

Die Frankreich-Expertinnen Anja Czymmeck und Nele Wissmann sprechen im Interview mit den Auslandsinformationen über das Erstarken der Populisten, die Lage der traditionellen Parteien und die wenig ausgeprägte Kompromisskultur im Land.

Altaf Qadri, AP, picture alliance

Aufstieg, Fall und zurück auf Los

Die Entwicklung des Zentrismus in Indien

Die politische Landschaft Indiens hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert. Der Aufstieg des Hindu-Nationalismus und die soziale Polarisierung überschatten langjährige zentristische Traditionen und untergraben wichtige Bestandteile der „größten Demokratie der Welt“. Eröffnen die Ergebnisse der Wahlen 2024 eine Chance, zu einem moderateren Ansatz zurückzukehren?

Esteban Felix, AP, picture alliance

Die Krise als Chance

Zu den Potenzialen gemäßigter Kräfte in Chile

Chile galt lange als Musterland Lateinamerikas. Doch ­soziale Unruhen, der Rückgang des Wirtschaftswachstums sowie die Zunahme von organisierter Kriminalität und ­Parteienverdrossenheit haben in den vergangenen Jahren zu einer politischen Polarisierung und Fragmentierung der Gesellschaft beigetragen. Mit der christdemokratischen Partei hat sich zudem ein traditionell moderater Akteur des chilenischen Parteiensystems aus der Mitte nach links ­verabschiedet. Wer kann den freigewordenen Raum ­besetzen?

Fernando Bizerra Jr., epa, picture alliance

Die rosa Galaxie

Wie linksautoritäre Netzwerke die Demokratien Lateinamerikas unterwandern und die politische Mitte beschädigen

„Progressive“ Politiker aus Lateinamerika im Gleichschritt mit Kreml-Nationalisten, chinesischen Kommunisten und Vertretern des iranischen Mullah-Regimes: Diese unwahrscheinliche Allianz erklärt sich durch die gemeinsame Ablehnung des „US-Imperialismus“, des „Neoliberalismus“ – und letztlich des freiheitlich-demokratischen westlichen Gesellschaftsmodells. Die autoritäre Linke Lateinamerikas operiert immer stärker als transnationale Struktur, die externe autoritäre Regime ausdrücklich als Bündnispartner begreift. Innenpolitisch führt das Agieren dieser „rosa Galaxie“ in den Ländern der Region zur Erosion der politischen Mitte und somit der Demokratie.

Amaury Cornu, Hans Lucas, picture alliance

Editorial

„Die zerquetschte Mitte“ – so titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung Ende Juni im Kontext der ersten Runde der französischen Parlamentswahlen. Sie bildete dazu ein fliederfarbenes Macaron ab, dessen Füllung unter dem Druck der sie umgebenden Teigelemente ächzte. Der Economist schrieb am selben Tag: „France’s Centre Cannot Hold“. Im Hintergrund zeigte die Zeitschrift die französische Nationalflagge, die tricolore. Der mittlere Streifen aber fehlte.

Matias Chiofalo, Europa Press, abaca, picture alliance

Ohne Mitte geht es nicht

Das fragmentierte politische Zentrum und die Regierung Milei in Argentinien

Seit Jahren war das Interesse an der argentinischen Politik nicht mehr so groß wie nach der Wahl Javier Mileis zum Präsidenten. Der exzentrische Radikallibertäre sorgte mit seinen kompromisslosen Reformvorhaben und seiner Empörung über die „politische Kaste“ weltweit für Aufsehen. Die Realität hat jedoch gezeigt, dass er mit seinen drastischen Maßnahmen ohne die etablierten Akteure nicht weiterkommt. Für die geschlagenen Parteien der Mitte wiederum stellt sich die Frage, ob und wie sie mit Mileis Regierung zusammenarbeiten wollen.

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Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) sind die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung für Internationale Politik. Sie bieten politische Analysen unserer Expertinnen und Experten in Berlin und aus mehr als 100 Auslandsbüros in allen Weltregionen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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